LinkedIn glänzt mit herausragenden Zahlen - astronomische Bewertung belastet

Dienstag, 8. Mai 2012 13:37
LinkedIn.gif

(IT-Times) - Das Social-Businessportal LinkedIn ist wie erwartet sehr gut in das neue Jahr gestartet. Die Umsätze kletterten in allen drei Geschäftsbereichen (Hiring Solutions, Marketing Solutions und Premium Subscriptions) kräftig. Einzig die astronomisch hohe Bewertung in Höhe von über elf Mrd. US-Dollar bereitet Investoren und Anlegern sorgen.

Doch Analysten wiegeln ab und überbieten sich gegenseitig mit immer höheren Kurszielen für LinkedIn-Aktien (NYSE: LNKD, WKN: A1H82D). Dabei verweisen Häuser wie Barclays Capital auf das enorme Wachstumspotential des noch jungen Internetgiganten. Allein im ersten Vierteljahr 2012 kamen 15 Millionen neue Mitglieder hinzu, wodurch LinkedIn das Quartal mit 161 Millionen Mitglieder beenden konnte. Zwei Drittel der neuen Mitglieder kamen dabei schon aus dem Ausland. Hier spielen insbesondere Schwellenländer in Lateinamerika, Asien und Osteuropa eine große Rolle.

Analysten: LinkedIn wird in 2014 bereits zwei Mrd. Dollar umsetzen
Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung hob LinkedIn seine Umsatzprognose für das laufende Jahr 2012 an, wobei das Unternehmen nunmehr mit Einnahmen von 880 bis 900 Mio. Dollar erwartet. Bei Barclays Capital glaubt man, dass LinkedIn seinen Umsatz in zwei Jahren (2014) auf zwei Mrd. US-Dollar verdoppeln kann. Mit der zunehmenden Größe dürften auch die Skaleneffekte ihre Wirkung zeigen, so dass LinkedIn Gewinnmargen erreichen wird, die zwei Mal so hoch liegen, wie aktuell, glauben die Londoner Banker, die in 2014 ein positives EBITDA von 600 Mio. Dollar erwarten.

JP Morgan Securities Experte Doug Anmuth verweist darauf, dass LinkedIn sowohl den Online- als auch den Offline-Stellenmarkt durch eine tiefergehende Verflechtung mit Unternehmen unterbricht.

LinkedIn und SlideShare - ein Duo das zusammenpasst
Auch den jüngsten Zukauf bewertet man im Analystenlager positiv. LinkedIn hat sich für knapp 119 Mio. US-Dollar den Online-Präsentationsspezialisten SlideShare einverleibt. Gegründet im Jahre 2006 war SlideShare in den vergangenen Jahren ähnlich wie LinkedIn sehr stark gewachsen. SlideShare hostet aktuell sieben Millionen Online-Präsentationen (PowerPoints, Word Docs, PDF-Dokumente) und verzeichnete im März 2012 laut comScore 29 Millionen Besucher. SlideShare ist damit bereits ein Social-Network in sich.

LinkedIn-Chef Jeff Weiner verweist unter anderem auf die nützliche Ergänzung des Serviceangebots für LinkedIn-Mitglieder, wobei der Deal noch Mitte des Jahres abgeschlossen werden soll. Mit dem Zukauf will LinkedIn noch mehr sein professionelles Profil schärfen und so weiter neue Mitglieder für sein Online-Serviceangebot begeistern

SlideShare-Funktionen sollen in den nächsten Monaten nach und nach in LinkedIn integriert werden, wobei SlideShare als solches weiterhin erhalten bleiben soll, kündigt SlideShare-Mitgründer Rashmi Shinha im Blog-Post an. Shinha glaubt, dass SlideShare durch die Verknüpfung mit LinkedIn schneller wachsen kann, schließlich zählt LinkedIn bereits mehr als 160 Millionen Mitglieder, auf die SlideShare nunmehr Zugriff hat.

Kurzportrait

Die im kalifornischen Mountain View ansässige und im März 2003 gegründete LinkedIn gilt als das weltweit führende Social-Business-Portal mit mehr als 160 Millionen Mitgliedern in über 200 Ländern weltweit.

LinkedIn betreibt eine Online-Plattform, über die registrierte Mitglieder mit potentiellen Geschäftspartnern und Kunden in Kontakt treten können. LinkedIn stellt über seine gleichnamige Online-Plattform seinen Mitgliedern Anwendungen, Suchfunktionen und andere Lösungen bereit, wodurch sich Business-Kontakte und Job-Offerten einfach und schnell finden und verwalten lassen.

Als kostenlosen Basisservice kann jedes Mitglied ein Online-Profil erstellen und damit seine Job- und Geschäftskompetenzen anderen Mitgliedern zur Einsicht zur Verfügung stellen. Dieses Online-Profil ist für alle registrierten Mitglieder zugänglich. Zudem können registrierte Mitglieder außenstehende Geschäftskontakte einladen - im Jahr 2010 wurden mehr als eine Milliarde solcher Einladungen versendet.

Neben kostenfreien Lösungen bietet LinkedIn aber auch kostenpflichtige Dienste für Geschäfts- und Firmenkunden an. Für die Anwerbung von Mitarbeitern bietet LinkedIn Kunden beispielsweise die Lösungen LinkedIn Corporate Solutions, LinkedIn Jobs und LinkedIn Subscriptions an. Die Produktsuite LinkedIn Corporate Solutions umfasst dabei fünf Produkte: LinkedIn Recruiter, Job Slots, LinkedIn Referral Engine, LinkedIn Recruitment Media und LinkedIn Career Pages.

Daneben bietet LinkedIn auch eine ganze Reihe von Mobile-Anwendungen an, die sowohl für das iPhone, den iPad, für Android-Telefone und BlackBerrys zur Verfügung stehen. In den vergangenen Jahren verstärkte sich LinkedIn darüber hinaus selbst durch Firmenzukäufe. Mitte 2010 schluckte LinkedIn den Personalisierungsspezialisten mSpoke. Im Herbst 2010 wurde die Übernahme des Business-to-Business Providers ChoiceVendor erfolgreich abgeschlossen. Zudem kaufte LinkedIn in 2011 das Suchmaschinen-Startup IndexTank und das Social-Management-Startup Connected. Anfang 2012 verstärkte sich LinkedIn durch die Übernahme von SlideShare.

Zahlen

Meldung gespeichert unter: Social Networks

© IT-Times 2016. Alle Rechte vorbehalten.

Unternehmen / Branche folgen
Unsere Nachrichten auf Ihrer Website

Sie haben die Möglichkeit, mit unserem Webmaster-Nachrichten-Tool die Nachrichten von IT-Times.de kostenlos auf Ihrer Internetseite einzubauen.

Zugeschnitten auf Ihre Branche bzw. Ihr Interesse.

Unternehmen / Branche folgen
Unsere Nachrichten auf Ihrer Website

Sie haben die Möglichkeit, mit unserem Webmaster-Nachrichten-Tool die Nachrichten von IT-Times.de kostenlos auf Ihrer Internetseite einzubauen.

Zugeschnitten auf Ihre Branche bzw. Ihr Interesse.

Folgen Sie IT-Times auf ...