Kreativer Netzausbau vor Ort erleichtert den Ausbau hochmoderner Glasfasernetze

Glasfasernetze

Montag, 27. Oktober 2014 09:30
BREKO

Der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) setzt beim flächendeckenden Breitbandausbau in Deutschland auf den kreativen Netzausbau vor Ort. Denn die größte Stärke der inzwischen mehr als 115 Netzbetreiber des führenden deutschen Breitband-Verbands liegt in Kreativität und Innovationskraft beim regionalen und lokalen Netzausbau. Deshalb hat der Verband Ende vergangenen Jahres auch die BREKO-Glasfaseroffensive mit ihrem zentralen Motto „Wir bauen die Netze“ gestartet.

In ländlichen und unterversorgten Regionen betragen die Tiefbaukosten bis zu 80 Prozent des gesamten Breitbandausbaus und stellen damit den entscheidenden limitierenden Faktor bei der flächendeckenden Versorgung mit schnellem Internet dar. Genau hier spielen die jüngst von der Bundesnetzagentur genehmigten, innovativen technischen Lösungen für mehr Breitband in der Fläche eine wichtige Rolle.

Norbert Westfal, BREKO-Vorstandsmitglied und Geschäftsführer des Mitgliedsunternehmens EWE TEL, betont: „Mit diesen neuen und innovativen Lösungen haben die regionalen und lokalen Netzbetreiber des BREKO ein wichtiges Instrument an die Hand bekommen, um auch unterversorgte und insbesondere ländliche Regionen zu überschaubaren Kosten mit schnellen Breitbandanschlüssen versorgen zu können.“

Auch der stetig zunehmende Einsatz alternativer Verlegetechniken beim flächendeckenden Ausbau mit hochmodernen Glasfasernetzen hilft dabei, die Tiefbaukosten deutlich zu senken. „So kann ein Ausbau auch dort ermöglicht werden, wo er aufgrund der hohen Kosten sonst nicht wirtschaftlich darstellbar wäre“, sagt BREKO-Präsident Ralf Kleint.

Die Mitgliedsunternehmen des BREKO setzen eine ganze Reihe alternativer Technologien insbesondere zur Verlegung zukunftssicherer Glasfaserleitungen ein. Dazu gehören beispielsweise Mini-Trenching (die minimal-invasive Verlegung der Leitungen in nur rund 30 Zentimetern Tiefe) oder die oberirdische Verlegung als Freileitung auf Beton-, Stahl- oder Holzmasten. Mit solchen Methoden lassen sich die Tiefbaukosten, die typischerweise bei etwa 80 Euro pro Leitungs-Meter oder mehr liegen, auf bis zu 30 Euro oder weniger pro verlegtem Meter senken. Auch die Mitnutzung von Versorgungsleitungen der Energieversorger kann zu Synergieeffekten beim Glasfaserausbau führen. Die konkreten Nutzungsmöglichkeiten und etwaige Einsparpotenziale müssen im Einzelfall geprüft werden.

Der Verband appelliert unterdessen an die Politik, die im Juni 2014 veröffentlichte EU-Kostensenkungsrichtlinie („EU-Richtlinie zur Reduzierung der Kosten des Ausbaus von Hochgeschwindigkeitsnetzen“) mit Augenmaß in nationales Recht umzusetzen. Das deutsche Telekommunikationsgesetz (TKG) hat bereits wichtige Grundlagen zur Kostensenkung festgelegt.

Meldung gespeichert unter: Breitband

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