Kollektorabsatz: Steigende Nachfrage erwartet

Solartechnik

Montag, 29. Oktober 2012 10:43
BSW-Solar

Mehr als 70.000 Haushalte installierten seit Jahresbeginn eine Solarwärme-Anlage / Heizungsmodernisierung mit Solarwärme schützt vor Heizkostenschock / Rund 2.000 Euro Zuschuss für typische Solarwärme-Anlagen

Berlin/Köln, den 29. Oktober 2012 – Von Januar bis September entschieden sich mehr als 70.000 Haushalte für ein solares Heizsystem. Das zeigt die heute in Berlin veröffentlichte gemeinsame Marktstatistik des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) und des Bundesindustrieverbandes Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH), die in der Zwischenbilanz nach neun Monaten 5,3 Prozent unterhalb des Wertes des Vorjahreszeitraums liegt. Die Nachfrage nach Solarwärmekollektoren in Deutschland hat sich damit nach einem starken Frühjahr im weiteren Jahresverlauf zwar etwas abgeschwächt, die beiden Verbände erwarten aber ein Anziehen der Nachfrage. „Für die nächsten Monate rechnen wir mit einer Marktbelebung“, sagte Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft. „Wer jetzt die Heizung modernisiert und auf die langfristig günstige Solarwärme setzt, erspart sich den Heizkostenschock nach dem Winter“, rät Körnig. Die Heizöl-Preise haben aktuell mit mehr als 90 Euro pro 100 Liter bereits wieder das Höchstniveau des Jahres 2008 erreicht. Viele Gaslieferanten haben Preiserhöhungen vorgenommen oder angekündigt. „Eine solarthermische Anlage lässt sich optimal mit modernen Wärmeerzeugern wie einer Holzzentralheizung, einer Wärmepumpe oder Brennwerttechnik kombinieren. Dies bietet eine Reihe von Vorteilen. Im Sommer kann die Solaranlage beispielsweise ausschließlich zur Warmwasserbereitung genutzt werden. Insgesamt lassen sich durch die Kombination eines modernen Wärmeerzeugers mit einer solarthermischen Anlage Energieeinsparungen von bis zu 40 Prozent realisieren“, ergänzt Andreas Lücke, Hauptgeschäftsführer des BDH.

Die Verbände erwarten, dass sich die gestiegenen Brennstoffkosten und die verbesserten Fördersätze für Solarwärme-Anlagen künftig in höherer Nachfrage bemerkbar machen. Eine aktuelle Befragung des Bundesverbandes Solarwirtschaft bei Solarwärme-Unternehmen zu den Aussichten in den kommenden sechs Monaten zeigt bereits, dass die Geschäftserwartungen im dritten Quartal 2012 über den Vorjahreswerten liegen.

Die Bundesregierung hat zum 15. August 2012 die Förderung für Solarwärme-Heizungen deutlich verbessert. Die Installation einer typischen Solarwärme-Anlage für ein Einfamilienhaus wird jetzt mit rund 2.000 Euro gefördert. Attraktiv ist ebenfalls die neu geschaffene Förderung für solare Warmwasser-Anlagen, die in Kombination mit einem Holzpelletkessel oder einer Wärmepumpe installiert werden. Beim sogenannten Kombi-Bonus steuert der Staat eine Förderung von 500 Euro bei. Unter der Adresse www.solartechnikberater.de informiert der BSW-Solar kostenlos im Internet über die neuen Förderkonditionen.

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BDH: Verband für Energieeffizienz und erneuerbare Energien
Die im Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelt-technik e.V. (BDH) organisierten Unternehmen produzieren Heizungssysteme wie Holz-, Öl- oder Gasheizkessel, Wärmepumpen, Solaranlagen, Lüftungs-technik, Steuer- und Regelungstechnik, Klimaanlagen, Heizkörper und Flächenheizsysteme, Brenner, Speicher, Heizungspumpen, Lagerbehälter, Abgasanlagen und weitere Zubehörkomponenten. Die Mitgliedsunternehmen des BDH erwirtschafteten im Jahr 2012 weltweit einen Umsatz von 12,5 Mrd. Euro und beschäftigten rund 63.000 Mitarbeiter. Auf den internationalen Märkten nehmen die BDH-Mitgliedsunternehmen eine Spitzenposition ein und sind technologisch führend.

Über den Bundesverband Solarwirtschaft e.V.
Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) ist mit rund 900 Solarunternehmen die Interessenvertretung der deutschen Solarbranche. Der Verband agiert als Informant, Berater und Vermittler im Aktionsfeld zwischen Wirtschaft, Politik und Verbrauchern. Er sorgt für Investitionssicherheit in der Wachstumsbranche Solarenergie. Alle wichtigen Unternehmen der Solarindustrie – von Rohstofflieferanten und Produktionsfirmen über das Handwerk bis hin zu Betreibergesellschaften, Planern und Financiers – sind im BSW-Solar organisiert. Die Solarbranche mit ihren rund 150.000 Beschäftigten
erzielte 2011 einen Umsatz von über 20 Mrd. Euro in Deutschland.

Meldung gespeichert unter: BSW-Solar

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