Keine Umweltprämie mehr für Tesla-Elektroautos - Ermittlung wegen Verdacht auf Betrug und unlauterem Wettbewerb

Subventionen: Umweltprämien

Freitag, 1. Dezember 2017 13:23

PALO ALTO / BERLIN (IT-Times) - Der internationale Wettbewerbsdruck für den US-amerikanischen Elektrofahrzeug- und Batterie-Hersteller Tesla Inc. ist enorm, muss sich das US-Unternehmen doch zunehmend gegen etablierte Autokonzerne durchsetzen.

Tesla Model S black

Umweltprämien für Elektroautos sind ein probates Mittel für Regierungen, den Absatz anzukurbeln. In Deutschland gilt dies für reine Elektrofahrzeuge, die nicht mehr als 60.000 Euro kosten.

Käufer von reinen Elektroautos erhalten dann als „Umweltbonus“ eine Prämie in Höhe von 4.000 Euro, die jeweils zur Hälfte vom Staat und vom Automobilhersteller beigesteuert wird.

Tesla verkauft sein Model S allerdings normalerweise zu einem deutlich höheren Preis. Die Elektroautos der Limousinen-Version können auch schon mal bis 150.000 Euro kosten.

Kunden haben dennoch einen Umweltbonus erhalten, da die Fahrzeuge bislang auf der Förderliste des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) standen.

Tesla soll angegeben haben, dass man das Model S auch ohne Sonderausstattung kaufen kann, berichtet die Zeitschrift „Auto Bild“. Offenbar hat Tesla Inc. also den Verkaufspreis für das Auto nur als Basisversion angegeben.

Das „Komfortpaket“ wurde indes außen vor gelassen, um den Fahrzeugpreis knapp unter die 60.000 Euro-Grenze zu drücken. Das Paket enthält Extras wie Rückfahrkamera, Spurhalteassistent und Parksensoren.

Das Problem: Den Tesla S 75D kann man in Deutschland gar nicht ohne das Komfortpaket kaufen. Offenbar hat Tesla hier mit dem Verkaufspreis für Fahrzeuge getrickst, um doch in den Genuss der Umweltprämie quasi als „Werbekostenzuschuss“ zu kommen.

Auf der Liste der förderfähigen Fahrzeuge des zuständigen Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) war auch die preiswerteste Variante des Model S von Tesla aufgeführt.

Meldung gespeichert unter: Elektroauto

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