Kann Qimonda an Micron verkauft werden?

Montag, 17. November 2008 12:12
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MÜNCHEN - Bei Infineon ist man noch immer zuversichtlich, dass die defizitäre Tochtergesellschaft Qimonda AG (WKN: A0KEAT) verkauft werden kann. Dass diese Hoffnungen gut begründet sein können, berichtet die Wirtschaftswoche. Demnach ruhen die Hoffnungen von Infineon auf dem US-Chiphersteller Micron Technology.

Micron hatte schon im Oktober eine 35,6-prozentige Beteiligung an Inotera Memories von Qimonda gekauft. Wie es nun heißt, soll auch eine Übernahmeoption der Qimonda-Anteile von Infineon Bestandteil des Vertrages gewesen sein. In einem ersten Schritt erhält Qimonda 200 Mio. US-Dollar für die Anteile an Inotera, weitere 200 Mio. US-Dollar soll das Unternehmen in der zweiten Hälfte dieses Monats erhalten. Neben dem Anteil an Inotera erhält Micron damit die Option, Qimonda später ganz zu übernehmen. Die dann bereits geleisteten 400 Mio. US-Dollar würden bei Ausübung der Option angerechnet.

Nun berichtet die Wirtschaftswoche von weiteren Auffälligkeiten. So hat Qimonda nicht nur die Inotera-Anteile an Micron verkauft, sondern plant auch 3.000 von 13.000 Stellen weltweit zu streichen. Im Dresdner Werk ist jede dritte der 3.000 Jobs gefährdet. Das Werk in Dresden ginge in den Micron-Besitz über, wenn das Unternehmen die Kaufoption zieht. Dresden genießt noch einen dreijährigen Bestandsschutz, da Qimonda seinerzeit Subventionen für die dortige Ansiedlung erhalten hatte. Ob das allerdings im Sinne der Amerikaner ist, bleibt abzuwarten. Daher wird auch spekuliert, dass Micron auf eine Qimonda-Insolvenz wartet, um dann gezielt Unternehmensbestandteile aus der Insolvenzmasse heraus zu kaufen. (erw/rem)

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Meldung gespeichert unter: Qimonda

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