Juniper Networks übernimmt Vorreiterrolle

Freitag, 14. Dezember 2007 12:45
Juniper Networks

(IT-Times) Der weltweit zweitgrößte Netzwerkausrüster Juniper Networks (Nasdaq: JNPR, WKN: 923889) gibt derzeit den Takt in der Router-Branche vor. Nachdem Juniper am 10. Dezember ankündigte, seine JUNOS Router-Software für Drittentwickler zu öffnen, musste Cisco nunmehr nachziehen. Der Erzrivale will nunmehr seine IOS-Software ebenfalls für Drittentwickler öffnen.

Gleichzeitig rief Juniper mit dem Partner Solution Development Platform (PSDP) ein neues Partnerprogramm ins Leben, in das Juniper mehr als zwei Jahre Entwicklungszeit gesteckt hat. Durch das inkludierte Entwicklerkit können Softwareanbieter beispielsweise neue Video-Traffic-Management-Lösungen entwickeln. Auch Messenger-Anwendungen seien denkbar, heißt es bei Juniper.

Juniper setzt auf Innovationen
Neben dem Softwarebereich will Juniper aber auch im Hardwaresektor mit Innovationen die Vorreiterrolle übernehmen. So brachte Juniper im dritten Quartal mit dem MX240 und dem MX480 eine neue Ethernet-Router-Familie an den Start. Zusammen mit dem MX960-Erlösen sei man bereits heute auf einem guten Weg, auf Jahressicht die Schwelle von 100 Mio. Dollar in dieser Produktkategorie zu nehmen, heißt es bei Juniper.

Auch die T-Routerserie erfreut sich offenbar bei den Firmen großer Beliebtheit. Die Umsätze zogen in diesem Produktbereich um 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr an, wobei Juniper mit dem neuen Terabit-Router T1600 nochmals nachgelegt hat. Der neue Mega-Router soll laut Juniper-Angaben 30 Prozent weniger Strom, 30 Prozent weniger Kühlung und nur halb soviel Platz benötigen, als vergleichbare Plattformen.

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T1600 Router von Juniper

Daneben hat Juniper die Lücken im Management scheinbar geschlossen. So holte man von Sun Microsystems Robyn Denholm, der künftig die Rolle des Chief Financial Officer (CFO) bei Juniper übernehmen wird. Mit Mark Bauhaus konnte Juniper ebenfalls einen Sun-Manager gewinnen, der künftig als General-Manager für das Service Layer Technology-Geschäft bei Juniper verantwortlich zeichnen wird.

Kurzportrait

Die im Jahre 1996 gegründete Juniper Networks gilt als zweitgrößter Router-Hersteller weltweit hinter Cisco Systems. Das im kalifornischen Sunnyvale ansässige Unternehmen entwickelt daneben auch Netzwerk-Management-Software. Das Produktportfolio umfasst dabei unter anderem Router der M-Serie, sowie die ultra-schnellen Gipson-Router für den high-end Markt als auch Softwaresysteme (JUNOS). Ergänzend hierzu, engagiert sich Juniper auch im Bereich Breitbandtechnik und bietet in diesem Marktsegment Kabel-Modemsysteme an. Juniper produziert seine Hardware-Produkte nicht selbst, sondern lässt diese Großteils von Auftragsherstellern wie Solectron und Celestica fertigen. Die in der Netzwerk-Infrastruktur eingesetzten ASIC-Chips werden zwar von Juniper entwickelt, aber im Rahmen eines Kooperationsabkommens von IBM hergestellt. Der Router-Spezialist vertreibt seine Produkte direkt an Firmenkunden, als auch über entsprechende Einzelhändler und Distributoren.

Zu den namhaften Kunden, welche auf Router-Technik aus dem Hause Juniper setzen, zählen neben China Telecom, Cable & Wireless, auch Level 3, Qwest, BellSouth, die Deutsche Telekom AG, France Telecom, KPNQwest, Sonera und Tiscali. Den Großteil seiner Hard- und Software setzt Juniper allerdings nach wie vor in Nordamerika ab. Insgesamt beliefert das Unternehmen mehr als 500 Service-Provider in mehr als 50 Ländern weltweit.

Durch die Übernahme von Pacific Advantage bzw. Pacific Broadband Communications ist Juniper Networks auch im Markt für Kabel-Übertragungstechniken tätig. Bereits im Jahre 1999 folgte die Übernahme der kalifornischen Hightech-Firma Layer Five. Mit der Übernahme der Siemens-Tochter Unisphere Networks versuchte Juniper im Jahr 2002 seine Position gegenüber dem großen Konkurrenten Cisco weiter zu stärken. Darüber hinaus kann der Router-Hersteller das umfassende Siemens-Vertriebsnetz für seine Produkte nutzen. Mit Kagoor Networks, Redline Networks Peribit Networks, Acorn Packet Solutions und Funk Software folgten weitere Zukäufe. Die beiden Großkunden Siemens und Ericsson zeichneten zuletzt für jeweils zehn Prozent der gesamten Juniper-Umsatzerlöse verwantwortlich.

Zahlen

Für das vergangene dritte Quartal 2007 meldete Juniper einen Umsatzanstieg auf 735 Mio. US-Dollar, nach Einnahmen von 573,6 Mio. Dollar im Jahr vorher. Dabei konnte Juniper seinen Gewinn um 46 Prozent auf 85,1 Mio. Dollar oder 15 US-Cent je Aktie steigern, nach einem Plus von 58,3 Mio. Dollar oder zehn US-Cent je Aktie im Jahr vorher.

Ausgenommen außergewöhnlicher Sonderbelastungen konnte Juniper im jüngsten Quartal einen Nettogewinn von 22 US-Cent je Aktie realisieren und damit die Analystenerwartungen übertreffen. An der Wall Street hatte man zunächst nur mit Einnahmen von 710 Mio. Dollar sowie mit einem Nettogewinn von 21 US-Cent je Aktie kalkuliert.

Meldung gespeichert unter: Juniper Networks

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