JoWooD: Trendwende eingeleitet?

Montag, 3. September 2007 12:57
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(IT-Times) Nachdem sich der österreichische Spieleentwickler JoWooD Productions Software AG (WKN: 935221) in den letzten Jahren immer wieder einer drohenden Insolvenz gegenübersah, scheint sich das Blatt für den österreichischen Publisher nunmehr zum Besseren zu wenden.

Der Umsatz konnte im ersten Halbjahr 2007 mehr als verdoppelt werden, wobei sich das EBIT vervierfachte. Damit konnte man gleichzeitig die eigenen Erwartungen mehr als übertreffen. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, das Unternehmen hervorragend aufgestellt und freuen uns schon auf das Ergebnis im 2. Halbjahr“, verweist JoWooD-Vorstand Dr. Albert Seidl auf die Übernahme von DreamCatcher in Nordamerika und deutet einen weiteren Aufschwung in den nächsten beiden Quartalen an.

Hoffnungen ruhen auf Gothic 4
Einen noch größeren Umsatzschub erhofft sich das Unternehmen auch durch seinen Flagschifftitel „Gothic 4“, nachdem der Vorgängertitel „Gothic 3“ bereits bis Ende 2006 mehr als 350.000 Mal über die Ladentheke ging.

Doch nach zahlreichen Bugs in „Gothic 3“ sah sich JoWooD scharfer Kritik der Spielergemeinde gegenüber, die das Image des österreichischen Publishers stark beschädigten. Mit „Gothic 4“ gelobt JoWooD nunmehr Besserung. Mit der Spellbound Entertainment AG hat man sich einen neuen Entwickler an Board geholt, der künftig für einen qualitativ hochwertigeren Nachfolger sorgen soll.

JoWooD verspricht dabei unter anderem eine deutliche Verbesserung des Kampfsystems - eines der Hauptkritikpunkte der Vorgängerversion. Gothic 4 soll zudem nicht nur für Windows-PCs auf den Markt kommen, sondern auch für die Xbox 360 sowie für die PlayStation 3 erscheinen, womit JoWooD einen deutlich erweiterten Absatzmarkt ins Auge fast. Wann der potentielle Verkaufsschlager aus dem Hause JoWooD auf den Markt kommen wird, steht allerdings noch nicht fest. In den nächsten Wochen will sich das Unternehmen dazu äußern. Spellbound gibt die Entwicklungszeit von solchen Titeln mit 12 bis 24 Monate an, wobei sich die Entwicklungszeit bei komplexen Rollenspielen auch ein paar Monate verschieben kann. Aufgrund dessen sollten Spieler als auch Anleger nicht vor 2009 mit Gothic 4 rechnen.

Kurzportrait

Die im österreichischen Liezen ansässige und im Jahr 1995 gegründete JoWooD Productions Software AG gilt als einer der führenden PC-Spieleentwickler in Europa. Das Unternehmen hat sich vor allem auf die Entwicklung von so genannten Casual Games (Gelegenheitsspiele) spezialisiert. JoWooD deckt dabei Spiele aller Genres ab und bietet sowohl Action-, wie auch Strategie-, Sport- und Simulationsspiele an.

Über seine Hauptmarke JoWooD vermarktet das Unternehmen insbesondere Premium-Titel wie Die Gilde, die Gothic-Reihe, SpellForce und Panzer Elite Action. Vermarktet werden die Spiele über den traditionellen Einzelhandel, als auch über Online-Shops wie Amazon.com.

Ende 2006 verstärkte sich JoWooD durch die Übernahme des kanadischen Publishers DreamCatcher Inc. DreamCatcher ist nach JoWooD-Angaben die Nummer eins im Bereich Adventure Games im nordamerikanischen Raum. Durch die Übernahme verschaffte sich JoWooD den Markteintritt in den lukrativen nordamerikanischen Markt. DreamCatcher soll weiterhin von Toronto aus operieren. Das kanadische Spielehaus zeichnete in der Vergangenheit für so bekannte Titel wie Painkiller, Cold War und Dungeon Lords verantwortlich.

Im Frühjahr 2007 hat JoWooD das Label überarbeitet, woraus die untergeordneten Marken JoWood, G-Stars, Dreamcatcher, The Adventure Company und SilverLine Software hervorgingen.

Die Tochter Quantic Lab nahm im April 2006 seine operative Geschäftstätigkeit auf. Die in Cluj-Napoca/Rumänien ansässige Einheit zeichnet insbesondere für die Qualitätssicherung der JoWooD-Titel verantwortlich. Darüber hinaus betreut die rumänische Tochter aber auch Projekte von dritten Unternehmen.

Zahlen

Meldung gespeichert unter: JoWooD Entertainment

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