JinkoSolar wächst weiter dreistellig und profitiert von fallenden Rohstoffpreisen

Mittwoch, 17. August 2011 12:44
JinkoSolar Holding Co. Unternehmenslogo

(IT-Times) - Der chinesische Solarkonzern JinkoSolar Holding ist nach wie vor eines der am schnellsten wachsenden Solarunternehmen auf der Welt. Diesen Status stellte das Unternehmen im vergangenen zweiten Quartal wieder eindrucksvoll unter Beweis.

Trotz schwieriger Marktbedingungen konnte JinkoSolar (NYSE: JKS, WKN: A0Q87R) seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppeln, nachdem das Unternehmen allein im vergangenen Quartal 30 neue Firmenkunden hinzugewinnen konnte und die Auslieferzahlen Rekordniveau erreichten. Darüber hinaus gaben die Gewinnmargen trotz des Preisverfalls bei Solarzellen und Module nur leicht nach, was das Management unter anderem auf die niedrigen Produktions- und Herstellungskosten zurückführt.

JinkoSolar profitiert von fallenden Polysilizium-Preisen
JinkoSolar profitierte dabei unter anderem von seiner Einkaufspolitik, denn das Unternehmen kaufte rund 80 Prozent seines Polysilizium-Bedarfs am Spot-Markt und profitierte damit vom Preisverfall in diesem Bereich. Diese Korrelation soll sich auch in den nächsten beiden Quartalen weiter fortsetzen.

JinkoSolar Marketing-Chef Arturo Herrero rechnet mit Modulpreisen zwischen 1,20 und 1,30 Dollar pro Watt im laufenden dritten Quartal, im vierten Quartal dürften die Preise dann weiter auf 1,15 bis 1,25 Dollar pro Watt sinken, glaubt der Manager.

Dadurch, dass größere Polysilizium-Produzenten wie GCL und OCI ihre Produktionskapazitäten weiter erhöhen, erwartet das JinkoSolar-Management einen weiteren Preisrutsch beim Rohstoff Polysilizium. Im dritten Quartal dürfte der Spot-Preis auf 40 bis 50 US-Dollar pro Kilogramm fallen, während im vierten Quartal die Preise auf 35 US-Dollar pro Kilo sinken sollen, so die Erwartungen.

JinkoSolar hält an Umsatzprognose fest - Hoffnung auf neue Märkte
Insgesamt bleibt JinkoSolar daher auf Jahressicht weiter optimistisch und geht davon aus, dass trotz zunehmender Konkurrenz und schwieriger Marktbedingungen der Umsatz in diesem Jahr auf 1,4 bis zu 1,5 Mrd. Dollar klettern wird.

Neben dem Deutschlandgeschäft, wo das Unternehmen jüngst ein dreijähriges exklusives Sponsoring-Abkommen mit dem Fußballbundeslegisten Bayer 04 Leverkusen schloss, erhofft sich JinkoSolar neue Impulse durch die Erschließung neuer Märkte in den USA, Spanien, Portugal, Australien und Frankreich.

Kurzportrait

Die in der Sonderwirtschaftszone Shangrao/China ansässige JinkoSolar wurde erst im Jahr 2007 gegründet, gilt aber bereits heute als einer der führenden, vertikal voll integrierten Solarkonzerne im Reich der Mitte.

Das Unternehmen fertigt nicht nur multikristalline Solar-Wafer und Ingots, sondern auch Solarzellen und Solarmodule. Hierfür unterhält JinkoSolar in den chinesischen Provinzen Jiangxi und Zhjiang Fertigungsanlagen. Daneben unterhält das Unternehmen noch Vertriebs- und Verkaufsniederlassungen in Pudong/Shanghai, sowie in München (JinkoSolar GmbH). Seit Anfang 2010 ist JinkoSolar mit einem weiteren Vertriebscenter bzw. Lagerhaus in Rotterdam präsent. Im dritten Quartal 2010 gründete JinkoSolar eine neue Niederlassung in San Francisco/USA, um das Amerika-Geschäft zu erschließen. Insgesamt beschäftigte JinkoSolar zuletzt rund 5.600 Mitarbeiter weltweit.

In 2010 erreichten die Auslieferzahlen von JinkoSolar 480 Megawatt. Zudem sollen die Produktionskapazitäten sowohl im Zell- als auch im Modulbereich weiter ausgebaut werden. Die von JinkoSolar produzierten Solarprodukte erfüllen eine ganze Reihe von Normen und Qualitätsstandards (IEC, TÜV, UL, VDE, CE, ISO14001 und ISO9001).

Neben Fertigungsfabriken und Vertriebsniederlassung unterhält JinkoSolar auch ein Forschungscenter, dass mit führenden Universitäten in China kooperiert, um neue Solartechnologien zu entwickeln. Ferner unterhält JinkoSolar noch eine weitere Anlage in der Shangrao Wirtschaftszone, um Produkte zu recyceln, um so Silizium-Material zurückzugewinnen. Dieses zurückgewonnene Silizium wird nicht nur verkauft, sondern auch in der eigenen Ingot- und Solar-Wafer-Produktion eingesetzt.

Im Juni 2009 verstärkte sich das Unternehmen durch eine Übernahme und schluckte die Zhejiang Jinko Solar Co., Ltd (Zhejiang Jinko).

Zahlen

Der Umsatz von JinkoSolar wuchs im vergangenen Quartal auf 2,3 Mrd. Renminbi (RMB) oder 350,6 Mio. US-Dollar, was einen Zuwachs von 151,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Nettogewinn legte dabei um 30,2 Prozent auf 235,3 Mio. RMB bzw. 36,4 Mio. US-Dollar oder 1,38 Dollar je Aktie zu. An der Wall Street hatte man im Vorfeld nur mit Einnahmen von 320 Mio. Dollar und mit einem Nettogewinn von 1,38 Dollar je Aktie gerechnet.

Meldung gespeichert unter: JinkoSolar Holding Co.

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