JinkoSolar - sinkende Margen und hohe Schulden sorgen für schlechte Stimmung

Solarindustrie in China

Montag, 1. Juni 2015 13:23
JinkoSolar Holding Co.

(IT-Times) - JinkoSolar hat im ersten Quartal 2015 scheinbar aus allen Zylindern gefeuert. Sowohl Umsatz-, als auch die Gewinnerwartungen der Wall Street wurden deutlich übertroffen. Zudem scheint Chinas profitabelster Solarkonzern auch günstig bewertet. Auf Basis aktueller Gewinnschätzungen für das laufende Jahr 2015 ergibt sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von neun.

Viele Anleger fragen sich, warum der JinkoSolar-Aktienkurs nicht explodiert, schließlich waren die Zahlen für das erste Quartal 2015 wirklich beeindruckend. Doch viele Investoren misstrauen inzwischen der chinesischen Solarbranche. Neben dem Betrugsverdacht bei Hanergy, sorgten zuletzt auch Probleme beim ehemaligen Solar-Weltmarktführer Yingli Green für schlechte Stimmung in der Branche.

Gewinnmargen sinken, hohe Verschuldung belastet
Auch in der JinkoSolar-Bilanz ist nicht alles Gold was glänzt. Trotz steigender Umsatz- und Auslieferzahlen fielen die Bruttomargen zuletzt von 22,8 Prozent im vierten Quartal 2014 auf 20,3 Prozent im ersten Quartal 2015. Zudem kämpft auch JinkoSolar (NYSE: JKS, WKN: A0Q87R) mit einer hohen Schuldenlast.

Zwar verfügte JinkoSolar zuletzt über liquide Mittel von rund 541 Mio. Dollar, dem stehen jedoch Gesamtschulden von 1,8 Mrd. Dollar gegenüber. Vergleicht man die Schulden im Verhältnis zum Eigenkapital wies JinkoSolar Ende 2014 ein Debt-to-Equity-Ratio von 2,38 auf. Das bedeutet: Die Schulden waren bei JinkoSolar zuletzt mehr als doppelt so hoch wie das Eigenkapital.

Von den Top-10-Solarherstellern weisen nur noch Hanwha Solar One und Yingli Green ein noch schlechteres Verhältnis auf. Ein hohes Debt-to-Equity-Verhältnis deutet zudem daraufhin, dass JinkoSolar sein Wachstum aggressiv durch Schulden finanziert.

Meldung gespeichert unter: Solarmodule

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