Internetnutzer fühlen sich nicht mehr sicher

Sonntag, 21. Juli 2013 22:28
BITKOM

- Zwei Drittel halten nach PRISM ihre Daten im Netz für gefährdet

Berlin, 21. Juli 2013

Die Ausspähaktionen von US- und britischen Geheimdiensten verunsichern die deutschen Internetnutzer. Zwei Drittel der Befragten (66 Prozent) geben an, dass ihre Daten im Netz eher (39 Prozent) oder völlig (27 Prozent) unsicher sind. Nur 2 Prozent glauben, dass ihre Daten im Internet sehr sicher sind, 27 Prozent halten sie dort für sicher. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM, die in der vergangenen Woche durchgeführt wurde.

Verglichen mit 2011 zeigt sich ein deutlicher Vertrauensverlust. Vor zwei Jahren machten sich nur etwas mehr als die Hälfte der Internetnutzer (55 Prozent) Sorgen um ihre Daten. 12 Prozent hatten angegeben, ihre Daten seien im Netz völlig unsicher, 43 Prozent bezeichneten sie als eher unsicher. Gleichzeitig waren 6 Prozent davon ausgegangen, ihre Daten seien sehr sicher, 36 Prozent bezeichneten sie als sicher. „Die Zahlen sind ein Alarmsignal. Der BITKOM hat seit Bekanntwerden der Ausspähaktionen schnellstmögliche und größtmögliche Transparenz gefordert und vor einem Vertrauensverlust gewarnt. Die Internetnutzer wollen und brauchen Klarheit und Wahrheit“, sagt BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf.

Für wie sicher halten die Nutzer ihre persönlichen Daten im Internet?

 2013
 2011
 
Sehr sicher
 2%
 6%
 
Sicher
 27%
 36%
 
Eher unsicher
 39%
 43%
 
Völlig unsicher
 27%
 12%
 
Weiß nicht
 5%
 3%
 
Methodik: Im Auftrag des BITKOM hat das Meinungsforschungsinstitut ARIS im Juli 2013 eine repräsentative Befragung von mehr als 1000 Internetnutzern ab 14 Jahren durchgeführt.

Ansprechpartner

Andreas Streim

Pressesprecher

Tel. +49.30.27576-112

a.streim@bitkom.org

 

Dr. Joachim Bühler

Stellvertretendes Mitglied

der Geschäftsleitung

Politik und Wirtschaft

Tel. +49.30.27576-180

j.buehler@bitkom.org

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. vertritt mehr als 2.000 Unternehmen, davon 1.200 Direktmitglieder mit etwa 140 Milliarden Euro Umsatz und 700.000 Beschäftigten. Hierzu zählen Anbieter von Software, IT-Services und Telekommunikationsdiensten, Hersteller von Hardware und Consumer Electronics sowie Unternehmen der digitalen Medien. Der BITKOM setzt sich insbesondere für bessere ordnungspolitische Rahmenbedingungen, eine Modernisierung des Bildungssystems und eine innovationsorientierte Wirtschaftspolitik ein.

Meldung gespeichert unter: BITKOM

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