Infineon: Ein hoffnungsloser Fall?

Freitag, 19. August 2005 19:24

MÜNCHEN - Heute gab die Infineon Technologies AG (WKN: 623100<IFX.FSE>) den Verkauf des restlichen Teils der Glasfaser-Sparte bekannt. Gestern noch kursierten Gerüchte über eine Aufspaltung des Konzerns. Die Ende letzten Monats vorgelegten Quartalszahlen waren rot. Viele fragen sich dieser Tage: Wie geht es mit Infineon weiter?

Eine Frage, die sicher nicht einmal von der Führungsriege des Unternehmens eindeutig beantwortet werden könnte. Zu drückend sind die aktuellen Probleme. Das größte Sorgenkind ist die DRAM-Sparte. Hier verbrennt Infineon derzeitig in nicht unbeachtlichem Umfang Geld, auch wenn dieser Bereich im dritten Quartal 2005 rund 41 Prozent zum Konzernumsatz beiträgt (Q3/05: Umsatz: 659 Mio. Euro; EBIT: -125 Mio. Euro). Aus Branchenkreisen war zu hören, dass die Gesellschaft den Turnaround in die Profitabilität nicht schafft. Hinzu kommt der Verlust von Marktanteilen. Im dritten Quartal 2005 sank dieser Wert von 16 auf zwölf Prozent. In letzter Zeit kamen zudem zwei Gerüchte auf. Ein Verkauf und ein Börsengang der DRAM-Sparte gelten als Optionen, die intern bereits geprüft werden. Übernahmeverhandlungen mit Hynix scheiterten bereits.

Zusätzlicher Druck wird durch die Übernahme der Siemens-Mobilfunksparte durch BenQ erzeugt. Bis jetzt nahm die ehemalige Muttergesellschaft rund 30 Prozent der Speicher-Chips für Mobilfunkgeräte ab. Bis Ende 2006 will sich BenQ an die Produktplanung von Siemens halten, danach sind als Chiplieferanten auch Texas Instruments und Qualcomm im Gespräch, von denen die Taiwanesen bisher Speichereinheiten bezogen.

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