Infineon: Doch kein Einstieg von Apollo?

Donnerstag, 30. Juli 2009 12:53
Infineon Technologies Unternehmenslogo

MÜNCHEN (IT-Times) - Der Einstieg des US-Fonds Apollo beim Münchner Chipspezialisten Infineon Technologies (WKN: 623100) steht nach einem Bericht der Financial Times Deutschland auf der Kippe. Hintergrund ist die jüngste Kapitalerhöhung der Münchner, die am Kapitalmarkt gut angenommen wurde. Damit schwinden die Chancen von Apollo, die angestrebte Beteiligung an Infineon zu erwerben.

Ursprünglich wollte sich der US-Fonds im Rahmen der Kapitalerhöhung mit insgesamt 725 Mio. Euro mit bis zu 29,9 Prozent an den Münchner Halbleiterkonzern beteiligen. Apollo hatte die Kapitalinvestition bis zu diesem Anteil garantiert, was für einen Kursanstieg bei Infineon-Anteile gesorgt hatte. Dies gilt jedoch nur, wenn der US-Fonds eine Beteiligung von mindestens 15 Prozent erreicht. Danach sieht es derzeit aber nicht aus, wie ein Banker von der FTD zitiert wird. Dadurch hat Apollo ein Rücktrittsrecht, das der US-Fonds nach Meinung von Marktbeobachtern auch wahrnehmen wird.

Die Bezugsfrist für die bis zu 337 Mio. neuen Anteile hat am 20. Juli begonnen und läuft noch bis zum 3. August. Aktien, die nicht von Altaktionären erworben werden, sollten von einer Tochtergesellschaft der Apollo Global Management LLC gekauft werden.

Infineon legte erst kürzlich seine Zahlen für das vergangene dritte Fiskalquartal vor. Infineon wies dabei einen Umsatz von 845 Mio. Euro aus, was einem Rückgang um 18 Prozent gegenüber dem dritten Quartal 2008 entspricht. Es wurde ein Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten von minus 20 Mio. Euro bzw. minus drei Cent je Aktie ausgewiesen. Im Vorjahreszeitraum lag dieser Wert bei plus 50 Mio. Euro. Nicht fortgeführte Aktivitäten schlugen mit minus drei Mio. Euro zu Buche (2008: minus 429 Mio. Euro). (ami)

Meldung gespeichert unter: Infineon Technologies

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