Indiens WNS lässt auf aufhorchen

Montag, 19. März 2007 00:00

(IT-Times) Der Outsourcing-Provider WNS (Holdings) Ltd (NYSE: WNS<WNS.NYS>, WKN: A0J381<W9N.FSE>) ist Indiens erster börsennotierter Business Process Outsourcing (BPO) Spezialist. Seitdem Börsengang Mitte vergangenen Jahres an der New Yorker Börse haben sich die Papiere gut entwickelt. Zu 20 US-Dollar bei den Anlegern platziert, notierte das Papier zuletzt bei mehr als 29 Dollar.

Auch die Zahlen im jüngsten Quartal können sich sehen lassen. So konnte WNS seine Umsätze gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppeln. Kein Wunder, denn der Trend im Bezug auf das Auslagern ganzer Geschäftsprozesse und Verwaltungsaufgaben gewinnt an Dynamik. „Wir sehen weiterhin viele positive Zeichen innerhalb der BPO-Industrie, was dazu geführt hat, dass wir im dritten Quartal in Folge ein außergewöhnliches Umsatzwachstum verzeichneten“, erklärt WNS-Chef Neeraj Bhargava. Man habe die eigenen Erwartungen hinsichtlich des Umsatzwachstums übertreffen und die Gewinnmargen halten können, so der WNS-Manager.

Auf Grund des Wachstums hob man seine Umsatzschätzungen für das laufende Jahr leicht an. Gleichzeitig lies das Unternehmen Anfang März seiner Ankündigung im Rahmen des Börsengangs auch Akquisitionen durchführen zu wollen, Taten folgen.

WNS schluckt Marketics

Die Übernahme von Marketics Technologies ist damit die erste Übernahme des Unternehmens als börsennotierte Gesellschaft. Die Verstärkung im Bereich Marketing-Analyseservices lies sich WNS insgesamt 65 Mio. US-Dollar in bar kosten.

Der Zukauf soll vor allem die Einheit Knowledge Services stärken und dem Unternehmen hier zur Marktführerschaft verhelfen. Die Übernahme soll in den nächsten 90 Tagen abgeschlossen werden, wobe durch die Transaktion insgesamt 200 Marketics-Mitarbeiter aus Bangalore und Coimbatore zum Konzern hinzu stoßen werden. Inwieweit sich der Zukauf bereits auf die Ergebnisse im kommenden Fiskaljahr 2008 auswirken wird, wurde aber zunächst nicht bekannt. Dennoch dürfte sich WNS mit dem jüngsten Deal etwas Respekt verschafft haben, gilt das Unternehmen unter den drei großen indischen IT-Spezialisten Tata Consultancy, Infosys und Wipro eher als Underdog…

Kurzportrait

Die im Jahre 1996 gegründete und im indischen Mumbai ansässige WNS (Holdings) Limited gilt als einer der führenden indischen Anbieter von Business Process Outsourcing (BPO) Services.

Das Unternehmen wickelt für seine Kunden nicht nur Verwaltungsaufgaben und Personal-Management-Dienste ab, sondern stellt auch Call-Center-Leistungen bereit. Das Unternehmen operiert dabei aus zwei Kerngeschäftsbereichen heraus: WNS Global BPO und WNS Auto Claims BPO. Der Geschäftsbereich WNS Auto Claims BPO umfasst unter anderem das Geschäft rund um die Einheit WNS Assistance, welche vor allem Kunden in England betreut.

WNS betreut vor allem Kunden in der Reise-, Banking-, Finanz- sowie in der Versicherungsbranche. Die Kunden des Unternehmen kommen vor allem aus Nordamerika und Europa, wobei WNS insgesamt mehr als 125 Firmenkunden weltweit von seinen Niederlassungen in Indien aus betreut. Zu den namhaften Firmenkunden gehören dann auch die Fluglinie Air Canada, British Airways, sowie Travelocity und Virgin Atlantic Airways.

Über den Geschäftsbereich Emerging Business betreut WNS aber auch die herstellende Industrie, sowie Logistik- und Utility-Unternehmen. Über die Einheit WNS Knowledge Services bietet das Unternehmen nicht nur Marktforschungsservices, sondern auch Analyse und Auswertung von Finanz- und Geschäftsdaten an. Dieses Segment verstärkte WNS im Frühjahr 2007 durch die Übernahme des indischen Spezialisten Marketics Technologies.

Mehr als die Hälfte seiner Umsätze erwirtschaftete WNS zuletzt über Kunden in England. Die Beteiligungsgesellschaft Warburg Pincus hält auch nach dem Börsengang im Jahre 2006 weiterhin mit 60 Prozent die Mehrheit an dem indischen Outsourcing-Spezialisten.

Zahlen

Für das vergangene dritte Fiskalquartal 2007 meldet WNS einen Umsatzsprung auf 102,0 Mio. US-Dollar, ein Zuwachs von 105 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn kletterte dabei um 21 Prozent auf 7,1 Mio. Dollar oder 17 US-Cent je Aktie, nach einem Plus von 5,9 Mio. Dollar im Jahr vorher.

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