In Europa wird es für T-Online eng

Donnerstag, 7. Dezember 2000 11:00

Das Kräfteverhältnis auf dem europäischen Markt der ISP scheint sich zu verschieben. Noch immer ist hier die Deutsche Telekom-Tochter T-Online (WKN: 555770) führend, greift dabei jedoch fast ausschließlich auf den großen Heimatmarkt Deutschland zurück, während sie im wichtigen europäischen Ausland - in England und Frankreich - gar nicht vertreten ist.

Eine Strategie, die den Deutschen zum Verhängnis werden könnte, da die Konkurrenz aggressiv Beteiligungen im Ausland sucht. Allen voran der französische Internet-Zuganganbieter Wanadoo (WKN: 502255), der sich zum richtigen Zeitpunkt beim britischen Internet-Dienstleister Freeserve eingekauft hat und sich damit - gemessen an der Kundenzahl auf Rang drei hinter T-Online und der vor einer Fusion stehenden Tiscali und World Online.

Durch die Fusion ist neben dem französischen nun auch der britische Markt durch die France-Telecom-Tochter Wanadoo beherrscht, außerdem hat das Unternehmen über die Mobilcom-Tochter Freenet Zugang zum deutschen Markt. Mit dieser Marktmacht der Franzosen wird es für T-Online immer schwieriger Partner im europäischen Ausland zu finden, die von der Größe her attraktiv genug für eine Übernahme oder Fusion sind. Die Übernahmegespräche von Freeserve und T-Online waren im Sommer gescheitert. Die Querelen zwischen dem Management von T-Online und der Deutschen Telekom blockieren noch immer die Handlungsfähigkeit des Unternehmens und verunsichern Investoren.

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