IBM wächst ungebrochen - neue Wachstumsfelder im Visier

Dienstag, 31. Januar 2012 14:45
IBM Unternehmenslogo

(IT-Times) - IBM konnte auch im vergangenen vierten Quartal 2011 mit gewohnt soliden Quartalszahlen aufwarten und die Analystenerwartungen einmal übertreffen. Gleichzeitig gab sich IBM auch vorsichtig optimistisch für das anstehende Jahr 2012 - am Jahresende soll mindestens ein Nettogewinn von 14,85 Dollar je Aktie zu Buche stehen, heißt es bei IBM.

Das Jahr 2012 dürfte nicht ganz so rosig werden, wie das Vorjahr. Eine jüngst durch Gartner veröffentlichte Umfrage unter 2.300 Chief Information Officer (CIO) in 45 Ländern zeigt, dass Unternehmen in diesem Jahr nicht mehr für IT ausgeben wollen. In Nordamerika und in Europa dürften die IT-Budgets in diesem Jahr sogar schrumpfen.

Analytics-Geschäft soll in 2015 rund 16 Mrd. Dollar erreichen
Dennoch glauben Analysten und Marktbeobachter, dass IBM (NYSE: IBM, WKN: 851399) es auch in diesem Jahr gelingen wird, das schwierige Branchenumfeld zu meistern. In den vergangenen Jahren hatte IBM sein zyklisches Hardware-Geschäft zurückgefahren und vermehrt auf Software- und Servicedienstleistungen gesetzt, was sich nunmehr auszahlt. Neue Geschäftsfelder wie der Bereich Analysesoftware dürften IBM dabei helfen, auch in 2012 zu wachsen. IBM hatte sich in den vergangenen Jahren in diesem Bereich durch Zukäufe stark verstärkt. Das Analysesoftwaregeschäft soll in 2015 bereits 16 Mrd. US-Dollar zum IBM-Gesamtumsatz beisteuern, so IBM-Manager Steve Mills.

Auch die Initiative "Smarter Planet", die von IBM im Jahr 2008 initiert wurde, trägt erste Früchte. In dem Geschäftsbereich bietet IBM Techniklösungen an, um beispielsweise effizientere IT-Systeme für Energieversorger, Abwassersysteme und für die Lebensmittelversorgung bereit zu stellen. Inzwischen verzeichnet die Initiative mehr als 2.000 Projekte, wobei das Geschäft im jüngsten Quartal um 47 Prozent anzog.

IBM goes Social - Vorschau auf IBM Connections
Eine weitere große Chance sieht IBM im Social Business. Erst jüngst präsentierte IBM eine Vorschau auf IBM Connections 4, eine Social Networking Plattform für Unternehmen. IBM Connections wird den OpenSocial 2.0 Standard implementieren, wodurch Apps in Social Media Umgebungen eingebunden werden können. Die nächste Generation von IBM Connections werde integrierte Analysefunktionen erhalten, wodurch Firmen Social-Networking-Aktivitäten analysieren können, heißt es bei IBM.

Ferner gewährte IBM einen Einblick auf die kommende Lotus Notes Social Edition, die damit de facto zum Social Media- und zum Email-Client wird.

Kurzportrait

Der New Yorker Computer- und Softwaregigant International Business Machines (IBM) zählt zu den weltweit größten Technologiekonzernen weltweit. Das Unternehmen ist nicht nur der weltweit größte IT-Servicedienstleister, sondern auch einer der führenden Softwarekonzerne weltweit. IBM beschränkt sich dabei nicht nur auf die Entwicklung von Hard- und Software für einfache Computersysteme, sondern bietet daneben auch Netzwerkserver, sowie Halbleiter an.

Insgesamt operiert IBM von fünf Kerngeschäftsbereichen heraus. Die Einheit IBM Global Technology Services (GTS) bildet dabei die größte Einheit. Weitere Einheiten sind die Global Business Services (GBS), sowie das Softwaresegment, System and Technology, als auch die Einheit Global Financing. Der PC-Bereich wurde dagegen an die chinesische Lenovo Group für 1,75 Mrd. Dollar verkauft.

Über seinen Servicearm (IBM Global Services) bietet IBM eine Reihe von IT-Dienstleistungen an, darunter E-Commerce Dienste, sowie ERP- und CRM-Services. Das Geschäft mit elektronischen Beschaffungssystemen gehört ebenfalls zum Aufgabenbereich der IT-Serviceeinheit. Diesen Bereich verstärkte der Computerkonzern im Jahr 2002 mit der Übernahme der Serviceeinheit von PricewaterhouseCoopers. Später kaufte IBM die IT-Einheit des Ölkonzerns Schlumberger. Im Jahr 2004 übernahm IBM unter anderem die dänischen IT-Spezialisten Maersk Data und DMdata. Daneben wurden im Jahr 2005 mit dem Softwareanbieter Isogon, dem Spezialisten PureEdge Technologies, dem Softwareintegrator DWL und dem Sicherheitsspezialisten DataPower weitere Firmen hinzugekauft. Ende 2005 verstärkte sich IBM durch die Übernahme des Softwarespezialisten Micromuse. Im Jahr 2006 verstärkte sich IBM dann im Softwarebereich durch die Übernahme von Webify, sowie MRO Software und FileNet. Im Spätsommer 2006 wurde der Netzwerksicherheitsspezialist Internet Security Systems sowie die Softwarefirma Vallent übernommen. Auch in 2007 blieb IBM auf Einkaufstour und schluckte die Spezialisten Telelogic AB, Softek Storage Solutions Corp, DataMirror, WatchFire, WegDialogs und das kanadische Softwarehaus Cognos. In 2008 folgten mit AptSoft, FilesX, Infodyne, Platform Solutions, ILOG und Transitive Corporation weitere Übernahmen. Zuletzt verstärkte sich IBM mit einer Reihe kleinerer Zukäufe. So wurden unter anderem SPSS, RedPill Solutions sowie Big Fix, Coremetrics, Sterling Commerce, Cast Iron Systems, National Interest Security Company, Initiate und Intelliden übernommen. Im Gegenzug trennte sich IBM von seinem Sales- und Client-Support-Geschäft. Ende 2010 kaufte IBM mit Clarity Systems, Blade Network Technologies und mit Netezza Corp weiter Firmen hinzu. In 2011 setzte IBM seine Einkaufstour weiter fort und kaufte unter anderem den Spezialisten TRIRIGA.

Mit seinem Datenbanksystem DB2, sowie durch sein Serverangebot WebSphere ist IBM auch im Server- und Softwaregeschäft eine feste Größe. Über seine 100%ige Tochter Lotus Development bietet das Unternehmen eine Reihe weiterer Softwarewerkzeuge für Desktopsysteme an. Über die Tochter Tivoli Systems vertreibt IBM Netzwerk- und Management Software.

Zahlen

Für das vergangene Dezemberquartal meldete IBM einen Umsatzanstieg um zwei Prozent auf 29,5 Mrd. Dollar. Der Nettogewinn legte um vier Prozent auf 5,5 Mrd. Dollar zu, wobei IBM einen Nettogewinn von 4,71 Dollar je Aktie ausweisen konnte. Analysten hatten im Vorfeld zwar mit Einnahmen von 29,7 Mrd. Dollar, aber nur mit einem Nettogewinn von 4,62 Dollar je Aktie gerechnet.

Meldung gespeichert unter: International Business Machines (IBM)

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