HTC vor Comeback?

Smartphones

Dienstag, 8. April 2014 14:28
HTC

(IT-Times) - Der Smartphone-Hersteller HTC Corp hat zwar im jüngsten Quartal erneut einen hohen Verlust ausweisen müssen, doch die Chancen stehen gut, dass die Taiwaner im laufenden zweiten Quartal 2014 schon wieder in die Gewinnzone zurückkehren. Der Grund ist das neue HTC One (M8) sowie das Mittelklasse-Handy HTC Desire 816.

Vor allem im Heimatmarkt Taiwan zeichnet sich eine hohe Nachfrage nachdem neuen Telefon ab, am 10. April dürfte das HTC One (M8) dann auch in Australien und im wichtigen chinesischen und europäischen Märkten verfügbar sein. Damit kommt das HTC One M8 etwas früher auf den Markt als der große Konkurrent aus dem Hause Samsung, dass Galaxy S5. In den USA und England ist das HTC One (M8) bereits verfügbar.

Hoffnungsträger HTC One - neue Modelle sollen Absatz ankurbeln
Das technisch sehr ausgereifte Smartphone ist insbesondere in Taiwan mit 21.900 NT-Dollar (718,5 US-Dollar) günstiger als das Galaxy S5 (22.900 NT-Dollar) und das Sony Xperia Z2 (23.900 NT-Dollar), was dem Absatz des HTC One (M8) sicherlich helfen dürfte. Bei Barclays Capital geht man daher davon aus, dass HTC in 2014 rund 23 Millionen Smartphones absetzen kann - dies wäre eine Steigerung um 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Zudem dürfte das vielversprechende HTC One (M8) einen kleinen Bruder erhalten. Laut Medienberichten aus England soll das HTC One M8 mini schon im Mai auf den Markt kommen. Die kleinere Ausgabe des HTC-Flagschiffs dürfte mit dem gleichen Aluminium-Uni-Body ausgerüstet sein, wie das HTC One M8, allerdings soll das HTC One M8 ein kleineres 4,5-Zoll großes Display erhalten. Offiziell wollte HTC das HTC One M8 mini bis dato noch nicht offiziell bestätigen.

HTC gibt sich ehrgeizig - Marktanteil und Margen sollen zulegen
Für die HTC Corp (WKN: A0RGRD) ist es zunächst einmal wichtig, den Abwärtstrend beim Umsatz zu stoppen. HTC CEO und Mitgründer Peter Chou visiert langfristig einen Marktanteil von bis zu 10,0 Prozent im Smartphone-Markt an, nachdem der Marktanteil der Taiwaner im Weltmarkt in 2013 unter die Marke von 5,0 Prozent gesunken war.

Dazu soll auch das neue HTC One (M8) beitragen. Analystenhäuser wie KGI Investment Advisory sehen für HTC gute Chancen, dass dies gelingt. Die Analysten verweisen darauf, dass HTC für sein neues Flagschiff-Smartphone mehr als 230 Telekom-Partner und Vermarkter weltweit gewinnen konnte, die das neue Telefon verkaufen werden - beim Vorgängermodell waren es nur 185 Partner.

Darüber hinaus hat HTC seine Produktstrategie in 2013 geändert und einige low-end Telefone an Auftragshersteller ausgelagert. Dies dürfte HTC ebenfalls dabei helfen, seine Gewinnmargen wieder zu heben.

Kurzportrait

Die im Jahre 1997 gegründete HTC (vormals High Tech Computer Corp) ist einer der führenden Smartphone-Hersteller Taiwans. Das Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahren vor allem durch eine Reihe erfolgreicher Android-Mobiltelefone einen Namen gemacht, nachdem das Unternehmen zunächst ausschließlich Windows Mobile-basierte Telefone anbot. Das Unternehmen entwickelt und vermarktet nicht nur Android-Telefone, sondern nutzt auch andere Betriebssysteme (Windows Phone) für seine Endgeräte.

Im November 2007 schloss sich HTC der Open Handset Alliance an, die von Google initiiert wurde. Flagschiff-Produkte des Unternehmens sind die Desire- und die HTC One-Serie. Beim Vertrieb seiner Produkte kooperiert HTC mit einer Reihe von namhaften Mobilfunknetzbetreibern weltweit. Vertriebskooperationen bestehen unter anderem mit T-Mobile, Vodafone und O2. In Deutschland vertreibt HTC seine Smartphones direkt unter der Marke HTC.

HTC vermarktet insbesondere Produkte in drei Kategorien: Touch, Touch or Type und Type. Im Bereich Touch bietet HTC insbesondere Smartphones mit einem berührungsempfindlichen Touchscreen-Display an, die sich mit dem Finger steuern lassen. Die Geräte der Klasse Touch or Type verfügen sowohl über einen Touchscreen-Display, als auch über ein physisches Keyboard, über das Nutzer eingaben machen können. Die Geräte der Kategorie Type kommen ohne ein berührungsempfindlichen Display aus.

Anfang 2011 stieg HTC beim Londoner Multimedia-Spezialisten Saffron Digital ein. Zudem hat HTC Anteile am Online-Spielespezialisten OnLive erworben. Mitte 2011 übernahm HTC den Chip-Designer S3 Graphics für 300 Mio. Dollar. Zudem wurden mit Dashwire und Beats Electronics weitere Unternehmen aufgekauft. Die mehrheitliche Übernahme von Beats (51 Prozent der Anteile) ließ sich HTC 309 Mio. Dollar kosten, allerdings verkaufte HTC wieder 25 Prozent dieser Anteile an Beats Electronics. Ende 2013 trennte sich HTC von seinen restlichen Beats Electronics Anteilen für 265 Mio. Dollar.

Neben dem Hauptsitz in Taiwan ist HTC noch mit weiteren Niederlassungen weltweit vertreten. So betreibt das Unternehmen unter anderem ein Software-Design-Center in Seattle sowie eine Tochter in China (HTC Electronics Shanghai).

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