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Monster verschreckt Investoren
(IT-Times) - Die Aktien des weltweit führenden Online-Stellenmarktes Monster Worldwide (NYSE: MWW, WKN: 484840) gehörten am gestrigen Handelstag mit zu den Hauptverlierern an der New Yorker Börse. Der Aktienkurs der Gesellschaft brach zeitweise um mehr als 20 Prozent ein, nachdem das Unternehmen schwache Zahlen für das abgelaufene vierte Quartal präsentierte.
Der Online-Stellenvermittler Monster.com wurde von der Wirtschaftskrise voll erfasst, nachdem Unternehmen vor allem Stellen abgebaut haben, anstatt neue Arbeitsplätze zu schaffen. Dies wirkte sich auch negativ auf die Nutzung der von Monster angebotenen Services zur Rekrutierung von neuen Mitarbeitern aus, die dadurch weniger gefragt waren.
Gewinnmargen brechen nach Expansion ein
In den vergangenen Jahren war Monster mit seinem Serviceangebot stark expandiert, wobei das Unternehmen inzwischen in diversen anderen Ländern am Start ist. Unter anderem wurde Ende 2008 die Mehrheit an Chinas zweitgrößter Online-Jobbörse ChinaHR übernommen. Doch während der Umsatz in den vergangenen Jahren weitgehend stabil blieb, sind die Gewinnmargen ins bodenlose gestürzt, wie Deutsche Bank Analyst Jeetil Patel feststellt. Konnte Monster im Jahr Ende 2005 noch operative Margen von 15 bis 20 Prozent aufweisen, tendierten diese zuletzt gegen null, so Patel.
Dies ist umso bedenklicher, nachdem sich die Wirtschaft in den vergangenen Monaten in den USA wieder erholt und die US-Arbeitslosenquote stabil geblieben ist. Trotz der Erholung werden die Erlöse auch im laufenden Quartal voraussichtlich weiter fallen. Diese Situation werde sich erst Ende 2010 bessern, glaubt der Deutsch Banker.
So moniert der Analyst dann auch die explodierende Kostenbasis. Durch die Expansion in den vergangenen Jahren sei die Gesellschaft komplexer geworden, wodurch auch bei einer wirtschaftlichen Erholung die einstigen Gewinnmargen von bis zu 20 Prozent nicht mehr erreicht werden können, glaubt Patel.
Monster schluckt HotJobs - Investoren rätseln über Synergieeffekte
Um seine Marktposition in den USA zu festigen hat Monster zuletzt den Konkurrenten HotJobs von Yahoo übernommen. Den Kaufpreis von 225 Mio. Dollar halten Marktbeobachter für überteuert, setzte HotJobs im vergangenen Jahr etwa 100 Mio. Dollar um.
Darüber hinaus vereinbarten beide Firmen ein Kooperations- und Traffic-Abkommen, wodurch Monster künftig entsprechende Stellengesuche bzw. Stellenanzeigen auf Yahoo in den USA und Kanada zur Verfügung stellen wird. Wie hoch die Synergieeffekte durch den Zusammenschluss sein werden, konnte Monster zunächst nicht darlegen. Marktbeobachter rechnen durch die Fusion dann auch mit einem Stellenabbau bei Monster.com…
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