HINTERGRUND: Check Point vor großen Herausforderungen

Dienstag, 31. Januar 2006 11:07

(IT-Times) Mit den jüngsten Zahlen konnte der israelische Firewall-Spezialist Check Point Software (Nasdaq: CHKP<CHKP.NAS>, WKN: 901638<CPW.FSE>) die Märkte nicht ganz zufrieden stellen. An der Wall Street hatte man im Vorfeld mit höheren Einnahmen gerechnet.

Bereits Ende Dezember nahmen die Analysten aus dem Hause Oppenheimer ihre Bewertung für Check Point-Aktien mit der Begründung zurück, die neuen Produkte des Sicherheitsspezialisten würden nicht so gut vom Markt aufgenommen, wie erwartet.

Für das laufende Gesamtjahr 2006 strebt Check Point nunmehr ein Umsatzwachstum von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr an. Um das Wachstum zu unterstützen, müsse man sich stärker auf kleine und mittlere Firmenkunden konzentrieren, so Firmenchef Gil Shwed. Jüngst habe man bereits durch eine Kooperation mit D-Link einen richtigen Schritt in die richtige Richtung gemacht, fügt der Manager hinzu.

Integration von Sourcefire verzögert sich

Daneben schlägt sich Check Point derzeit noch mit einem anderen Problem herum. Bereits im Oktober gab das Unternehmen die Übernahme des Netzwerküberwachungsspezialisten Sourcefire bekannt. Doch der Abschluss der Akquisition lässt weiter auf sich warten und wird nach Check Point-Angaben frühestens Mitte des zweiten Quartals stattfinden. Hintergrund sei eine Verzögerung bei der Genehmigung seitens der Regulierungsbehörden. Warum die Regulierer ihre Zustimmung zu dem Deal bislang verweigerten, wollte Check Point nicht näher erläutern.

Die Übernahme und Integration von Sourcefire ist nicht nur aus technologischer Hinsicht wichtig für Check Point. Der Sicherheitsspezialist Sourcefire, der über ein eigenes Direktvertriebsteam und einen namhaften Kundenstamm verfügt, sollte sich auch Umsatz steigernd auswirken.

Kurzportrait

Mit Hauptsitz in Ramat Gan/Israel, steuert Check Point Software Systems seine Geschäfte über sein Stammhaus in Redwood City/Kalifornien. Der Absatzmarkt Israel trägt lediglich nur ein bis zwei Prozent der gesamten Umsätze der Gesellschaft.

Check Point Software Technologies gilt als der weltweit führende Anbieter von Firewall-Software und Sicherheitsanwendungen rund um VPN-Netze. Die von Check Point entwickelte Architektur soll eine sichere Verbindung nicht nur über das Internet, sondern auch über Virtual Private Netzwerke (VPN) bieten. Das Flagschiffprodukt und die mehrfach ausgezeichnete Anwendung Firewall-1 soll vor allem Firmennetzwerke vor Virenattacken und Hackerangriffen schützen. Die Lösung FloodGate-1 soll dem Internet-Nutzer vor ungebetenen Gästen in Form von Würmern und anderen Trojanern beim Surfen durch das weltweite Datennetz schützen.

Mit der Lösung ConnectControl bietet Check Point Software auch eine Load-Balancing Lösung an, welche Internet-Inhalte schneller durch das weltweite Datennetz fließen lassen. Gleichzeitig bietet Check Point weitere Netzwerküberwachungssoftware an, welche Administratoren das Konfigurieren von komplexen Computer- und Firmennetzwerken erleichtern soll.

Insgesamt setzen weltweit mehr als 215.000 Firmen auf die Firewall-Lösungen von Check Point, wobei mehr als 120.000 Unternehmen gleichzeitig auch auf die VPN-Lösungen aus dem Hause Check Point Software vertrauen. Check Point Software vertreibt seine Produkte aber nicht nur direkt an Endkunden, sondern auch mit Hilfe von Distributoren und Systemintegratoren. Insgesamt vertreiben mehr als 2.500 Partner, darunter namhafte Technologiefirmen, wie IBM, Hewlett-Packard und EDS in 149 Ländern Software aus dem Hause Check Point.

Neben den Hauptniederlassungen in Ramatan und Redwood City, unterhält Check Point noch weitere Vertriebsbüros in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Norwegen, Schweden, den Niederlanden, Italien, Spanien, der Schweiz, Japan, Singapur, Australien, Mexiko und Kanada. Zuletzt verstärkte sich Check Point durch die Übernahme von Zone Labs und vermarktet somit nunmehr auch das Produkt ZoneAlarm. Im Spätherbst 2005 verstärkte sich Check Point durch die Übernahme der Netzwerküberwachungsspezialisten Sourcefire.

Zahlen

Für das abschließende vierte Quartal 2005 meldet Check Point Software einen Umsatzanstieg auf 156,1 Mio. US-Dollar, ein Zuwachs von 9,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dabei erwirtschaftete das Unternehmen einen Gewinn von 89,2 Mio. Dollar oder 36 US-Cent je Aktie, nach einem Plus von 76,4 Mio. Dollar oder 30 US-Cent je Aktie im Jahr vorher, was einem Zuwachs von 17 Prozent entspricht.

Ausgenommen außergewöhnlicher Sonderbelastungen konnte der Internet-Sicherheitsspezialist einen operativen Gewinn von 37 US-Cent je Aktie realisieren. An der Wall Street hatte man im Vorfeld mit Einnahmen von 158,4 Mio. Dollar und mit einem Nettogewinn von 35 US-Cent je Aktie kalkuliert.

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