Hewlett-Packard erzielt Fortschritte - Wachstum für 2014 angepeilt

PC-Hersteller

Freitag, 24. Mai 2013 14:17
Hewlett Packard (HP)

(IT-Times) - Die Aktien des PC-Herstellers Hewlett-Packard (HP) kletterten am Vortag um 17,1 Prozent auf 24,86 US-Dollar. HP hatte im jüngsten Quartal die Erwartungen übertreffen und zur Freude der Aktionäre seine Dividende um zehn Prozent auf 14,5 US-Cent je Aktie angehoben.

Allerdings stellte HP-Chefin Meg Whitman auch klar, dass Hewlett-Packard (NYSE: HPQ, WKN: 851301) noch lange nicht über den Berg ist. Im laufenden Fiskaljahr 2014 will HP nach Möglichkeit wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren. Es sei noch ein harter Weg zu gehen, so Whitman, die Investoren um Geduld bat.

HP distanziert sich von Windows 8
Kopfzerbrechen bereitet HP weiter das Kerngeschäft mit dem Verkauf von PCs. In der Sparte Personal Systems Group brachen die Erlöse um 20 Prozent auf 7,5 Mrd. US-Dollar ein. Aus diesem Grunde distanzierte sich die HP-Chefin zuletzt wieder etwas von Windows 8.

Vielmehr will das Unternehmen künftig auf mehrere Betriebssysteme bei seinen Geräten setzen. So verwies Whitman auf den 339 US-Dollar teuren Pavilion 14 Chromebook Laptop, den HP im Februar auf den Markt gebracht hatte, sowie auf den 169 Dollar teuren Slate 7 Android Tablet, der im Vormonat auf den Markt gekommen ist.

Auch in 2014 will HP weiter durch Geräte wachsen, auf denen andere Betriebssysteme außer Windows 8 zu finden sind, erklärt Whitman im Conference Call mit Analysten.

HP hebt Cashflow-Ziel von 5,0 auf 7,5 Mrd. Dollar an
Analysten wie aus dem Hause Jefferies loben die Strategie von HP, im PC-Markt auf Marktanteile zu verzichten, um weiter profitabel zu bleiben. HP hatte für das Fiskaljahr 2013 einen höheren Nettogewinn von 3,50 bis 3,60 Dollar je Aktie sowie einen Cashflow von 7,5 Mrd. Dollar in Aussicht gestellt.

Allein im jüngsten Quartal konnte HP einen positiven Cashflow von 3,6 Mrd. US-Dollar generieren, ein Zuwachs von 44 Prozent gegenüber dem Vorjahr. HP konnte das Quartal somit mit Brutto-Barmitteln von 13,6 Mrd. US-Dollar beenden, genügend Reserven also, um den Umbau des Konzerns weiter voranzutreiben.

Kurzportrait

Die im Jahre 1939 gegründete Hewlett-Packard, benannt nach den Gründern Dave Packard und Bill Hewlett, gelang vor allem in den modernen 80er Jahren der Aufstieg zu einem weltweit bedeutenden Technologiekonzern. Die HP LaserJet Druckerproduktreihe, welche im Jahre 1984 aus der Taufe gehoben wurde, begründete dann schließlich den endgültigen Durchbruch der Firma.

Heute entwickelt das Unternehmen nicht nur Drucker, sondern auch Software, Computer und andere Hardware, wie Speicher- sowie Windows- und Unix-basierte Serversysteme. Aber auch Netbooks/Ultrabooks, Scanner, Fax-Geräte, Digitalkameras und Kopiergeräte ergänzen das Hardwareangebot. Insgesamt operiert HP heute aus sieben Kerngeschäftsbereichen heraus: Enterprise Storage and Servers (ESS), HP Services (HPS), Personal Systems Group (PSG), Imaging and Printing Group (PG), HP Financial Services (HPFS) und HP Software sowie Corporate Investments.

Das Hardwaregeschäft trug zuletzt den Großteil der gesamten Umsätze der Gesellschaft, wobei das Servicegeschäft inzwischen etwa ein Drittel des Gesamtumsatzes trägt. Zuletzt wuchs HP nicht zuletzt durch Zukäufe.

Neben der Übernahme von Compaq im Jahr 2002 kaufte HP den Druckerspezialisten Indigo, welcher den Bereich Offset-Druck und digitale Druckprozesse für industrielle Großkunden ergänzen soll. Im Jahr 2004 schluckte HP die Softwarefirmen Novadigm und Consera Software, sowie die ThyssenKrupp-Tochter Triaton. Später folgten die Zukäufe des englischen IT-Spezialisten Synstar, sowie die Übernahme von ApplQ, RLX Technologies, Peregrine Systems und Scitex Vision. Mitte 2006 kaufte HP die Schweizer Silverwire Holdings AG, sowie den Softwarespezialisten Mercury Interactive.

Anfang 2008 setzte HP seine Einkaufstour fort und schluckte neben den Softwarespezialisten Tower Software und LeftHand, auch gleich den weltweit zweitgrößten IT-Servicespezialisten Electronic Data Systems (EDS) für knapp 13,2 Mrd. Dollar. In 2010 schloss HP die Übernahme von 3Com ab. Zudem wurden mit dem PDA-Pionier Palm, Motionbox, Fortify Software und Stratavia weitere Unternehmen übernommen.

Nachdem im Herbst der Speicherspezialist 3PAR übernommen wurde, kaufte HP im Oktober den Sicherheitssoftwareanbieter ArcSight. Mitte 2011 gab HP die Übernahme des britischen Softwarespezialisten Autonomy für über zehn Mrd. Dollar bekannt. Ende 2011 übernahm HP die Hiflex Software GmbH. Anfang 2013 trennte sich HP von seinem webOS-Geschäft und verkaufte dieses an LG.

Zahlen

Für das vergangene zweite Fiskalquartal 2013 meldet HP zunächst einen Umsatzrückgang um zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 27,6 Mrd. US-Dollar. Der Nettogewinn brach dabei zunächst um 32 Prozent auf 1,1 Mrd. US-Dollar oder 55 US-Cent je Aktie ein, nach einem Profit von 1,6 Mrd. Dollar oder 80 US-Cent je Aktie im Jahr vorher.

Ausgenommen außergewöhnlicher Sonderbelastungen konnte HP im jüngsten Quartal einen Nettogewinn von 87 US-Cent je Aktie realisieren und damit die Markterwartungen der Analysten übertreffen. Analysten hatten im Vorfeld mit einem Nettogewinn von 81 US-Cent je Aktie gerechnet.

Meldung gespeichert unter: Hewlett Packard (HP)

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