Herzog Telecom: Insolvenzverfahren eröffnet

Mittwoch, 2. Mai 2001 10:20

Herzog Telecom (WKN: 577770<HZT.ETR>): Das Amtsgericht Trier hat am Dienstag das Insolvenzverfahren wegen Zahlungsunfähigkeit gegen den Telekommunikationsanbieter Herzog Telecom eröffnet. Der zuständige Insolvenzverwalter habe seine Arbeit aufgenommen, und versuche das Unternehmen zu retten, hiess es aus dem Unternehmen. Betroffen sei auch die hundertprozentige Tochter Herzog Direct GmbH für Marketing und Werbung. Herzog Telecom hatte im März wegen Zahlungsschwierigkeiten das Verfahren selbst beantragt.

Wie Unternehmenschef Sven Herzog am Dienstag sagte, wird das Unternehmen künftig mit 40 Mitarbeitern unter dem Namen One Cent auftreten. Herzog will nur noch fünf Filialen betreiben, und zwar in Bonn, Wittlich, Trier und Saarbrücken. Noch im Oktober hatte Herzog bundesweit 211 Mitarbeiter. Herzog Telecom bleibe am Geregelten Markt der Börse notiert.

Zu den Zahlungsschwierigkeiten hatte das Unternehmen erklärt, im vergangenen Jahr seien die Vertragsabschlüsse mit Mobilfunkkunden gesunken. Das Unternehmen habe deshalb auf die "wesentlichen Provisionen bei 24-Monats-Verträgen" verzichten müssen. Außerdem gebe es Gehaltsforderungen von Mitarbeitern des Unternehmens und Mietrückstände. Von ehemals 211 festen Stellen im Oktober 2000 werden bis zum Ende März 123 Arbeitsplätze abgebaut, zehn weitere Beschäftigte müssen bis Ende April gehen. Nach Informationen vom „manager-magazin“ hatten mehrere Mitarbeiter in den vergangenen Monaten kein Gehalt mehr bekommen. Einige von ihnen hatten daher eine Klage erwogen.

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