HD-DVD ab November in Europa

Freitag, 1. September 2006 00:00

BERLIN - Der japanische Elektronikkonzern Toshiba Corp. (WKN: 853676<TSE1.FSE>) führt den ersten HD-DVD-Player im kommenden November auf dem europäischen Markt ein. Der Preis soll jedoch über dem Niveau der US-Geräte liegen.

Demnach soll ein HD-DVD-Player zwischen 599 und 999 Euro kosten, teilte Toshiba auf der IFA in Berlin mit. Der Preisunterschied ergibt sich daraus, dass die Geräte für den europäischen Markt dünner seien und über mehr Funktionen verfügten. In den USA kostet ein Player 499 US-Dollar. Auch Blu Ray-Player sind in Übersee günstiger. Zahlt man in den USA 999 Dollar, so wird das Gerät in Europa rund 1.400 Euro kosten. Samsung teilte heute mit, dass die Markteinführung für Oktober geplant ist. Allerdings hüllten sich bei Anbieter über den bisherigen Absatz in den USA in Schweigen. Dort waren die Abspieler bereits im letzten Frühjahr in die Läden gekommen.

Experten gehen davon aus, dass der Konkurrenzkampf zwischen den beiden Standards der Verbreitung der Technologien schadet. Nach einer Studie des britischen Marktforschungsunternehmens Screen Digest sollen bis 2010 in Japan, den USA und Europa 39 Mrd. US-Dollar für Videofilme ausgegeben werden. Allerdings würden hiervon nur elf Mrd. Dollar auf die neuen Formate entfallen. Gemessen an den Erwartungen sind dies enttäuschende Aussichten. „Das Resultat des Format-Krieges und des damit verbundenen Aufsehens ist ein gedämpftes Interesse an den neuen High-Definition-Formaten“, sagte Screen Digest-Analyst Ben Keen.

Die Marktforscher entwickelten drei mögliche Szenarien. Mit höchster Wahrscheinlichkeit würden beide Formate den Durchbruch in der Breite schaffen, wenn hybride Geräte auf den Markt kommen. Diese müssten beide Formate abspielen. Ansonsten wäre es noch möglich, dass ein Format das andere verdrängt oder beide in der Versenkung verschwinden. Andere Theorien besagen, dass der Gewinner im Format-Krieg derjenige ist, der zuerst eine kritische Masse von zehn Millionen abgesetzten Abspielgeräten erreicht. Die allgemeine Ungewissheit ist jedoch einer der Hauptfaktoren, die bei den Konsumenten zu Kaufzurückhaltung führen.

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