Hat SolarWorld die Wette auf die Zukunft verloren?

Verschuldungsgrad

Freitag, 5. Oktober 2012 13:12
SolarWorld

BONN (IT-Times) - Beim deutschen Solarunternehmen SolarWorld wettete man jahrelang auf die Zukunft. Mittlerweile scheint es sich deutlich abzuzeichnen, dass diese Wette verloren wurde. Während der Umsatz nahezu Jahr für Jahr zulegte, kletterten auf der anderen Seite aber auch unaufhörlich die Verbindlichkeiten. Der Umsatz wurde letztlich erkauft.

Von 2006 bis 2010 verdoppelte SolarWorld den Umsatz auf 1,3 Mrd. Euro. Die Milliardenmarke beim Umsatz wurde zum ersten Mal im Geschäftsjahr 2009 durchbrochen. 2011 sank der Umsatz dann gegenüber dem Vorjahr - zum ersten Mal seit 2003. Er belief sich auf 1,05 Mrd. Euro. Im Jahr 2006 wies SolarWorld noch einen soliden Verschuldungsgrad in Höhe von 68 Prozent aus - die gesamten Verbindlichkeiten des Unternehmens beliefen sich demnach auf 68 Prozent des Eigenkapitals. Spätestens 2007 begann dann die Wette auf die Zukunft: Der Verschuldungsgrad stieg auf 146 Prozent und legt seither Jahr für Jahr zu. Im Geschäftsjahr 2011 belief er sich bei SolarWorld auf satte 262 Prozent. Ein Verschuldungsgrad sollte aber nicht höher sein als 2:1 bzw. 200 Prozent. Mit anderen Worten: Das Fremdkapital sollte nicht mehr als das Doppelte des EK betragen.

Meldung gespeichert unter: SolarWorld

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