Groupon steht vor weiterem Übergangsjahr

E-Commerce-Services

Dienstag, 25. Februar 2014 14:12
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(IT-Times) - Nach den Zahlen für das vierte Quartal 2013 und dem Ausblick für das erste Quartal 2014 steht fest: Das Jahr 2014 dürfte für den amerikanischen Daily-Deal-Spezialisten Groupon ein weiteres Übergangsjahr werden.

Zwar erwartet Groupon fürs laufende erste Quartal 2014 weiterhin einen hohen Umsatz von 710 bis 760 Mio. US-Dollar, allerdings wird dabei auf bereinigter Basis (Non-GAAP) noch mit einem Nettoverlust von zwei bis vier US-Cent je Aktie gerechnet. Hintergrund sind höhere Marketingausgaben. Analysten hatten an dieser Stelle eigentlich mit einem Gewinn gerechnet.

Groupon will in Suchmaschinenmarketing investieren
Um weiteres Umsatzwachstum zu erzeugen, muss Groupon (Nasdaq: GRPN, WKN: A1JMC2) weitere Investitionen ins Marketing vornehmen, erklärt Groupon CEO Eric Lefkofsky gegenüber der USA Today. Lefkofsky will Groupon zu einem echten lokalen E-Commerce Konzern aufbauen und dies kostet Zeit und Geld.

Die Investitionen sollen vor allem in den Bereich Suchmaschinenmarketing und Suchmaschinenoptimierung (SEO) fließen. Das heißt, Groupon wird mehr Keywords in Suchmaschinen wie Google und Microsofts Bing kaufen, gleichzeitig will Groupon seine Seiten optimieren, damit Groupon-Seiten in Suchergebnisseiten weiter oben erscheinen. Dadurch soll der organische Traffic auf Groupon steigen. Darüber hinaus kündigte Lefkofsky an, mehr Geld für Online-Anzeigenwerbung ausgeben zu wollen.

Marketing-Ausgaben sollen später auf Normalniveau sinken
Jedoch werden die Investitionen in das Marketing nicht dauerhaft so hoch bleiben, verspricht der Groupon-Manager. Die Hoffnung von Groupon ist es, dass Seitenbesucher von alleine wiederkommen, die schon einmal Online-Deals abgeschlossen haben. Groupon verdient sein Geld damit, Discount-Angebote (Groupons) von Geschäften und Restaurants anzubieten. Diesen Umsatz teilt das Unternehmen mit den Händlern.

Dabei will das Unternehmen insbesondere das Discount-Geschäft rund um Groupon Goods weiter vorantreiben. Groupon Goods ist mittlerweile ein 600 Millionen-Dollar-Geschäft und Groupon hofft natürlich dieses Geschäft weiter ausbauen zu können.

Groupon stärkt Angebot durch Zukäufe
Um weiter zu wachsen hatte sich Groupon zuletzt auch durch Zukäufe verstärkt. So wurde im Januar der koreanische Online-Marktplatz Ticket Monster übernommen, gleichzeitig wurde die Modeseite Ideeli US-Dollar aufgekauft. Die beiden Zukäufe ließ sich Groupon rund 300 Mio. Dollar kosten.

Mit den jüngsten Akquisitionen will Groupon seine Position als lokaler E-Commerce-Anbieter weiter festigen, wobei die Ticket-Seite Ticket Monster insbesondere das Groupon-Angebot Groupon Getaways (Reise-Deals) weiter stärken dürfte.

Kurzportrait
Die in Chicago ansässige und von CEO Andrew Mason im Jahre 2008 gegründete Groupon bietet täglich Gutschein- und Discount-Angebote (Daily Deals) auf seinen Webseiten und per Email an. Zuletzt verzeichnete das Unternehmen rund 44 Millionen aktive Kunden weltweit.

Groupon operiert dabei ist zwei Geschäftssegmenten heraus: Nordamerika und International. Insgesamt ist Groupon heute in 44 Ländern in mehr als 500 Märkten weltweit aktiv. Dabei arbeitet das Unternehmen mit mehr als 190.000 Geschäften (Bath & Body Works, The Body Shop, Hyatt Regency, InterContinental Hotels, Lions Gate, Redbox, Shutterfly und Zipcar usw.) weltweit zusammen, um tägliche Sonderangebote anbieten zu können. Typischerweise erhalten Interessenten 50 bis 70 Prozent auf den gewöhnlichen Preis. Ein Deal kommt dann zu Stande, wenn sich genügend Interessenten für den Deal interessieren und einen Kauf abschließen.

Groupon Now ist ein spezielles Feature für Händler, die auf Nachfrage bestimmte Deals anbieten können. Über Groupon Goods (verfügbar seit 2011) können Konsumenten direkt Gutscheine von der Groupon-Webseite kaufen. Durch Groupon Rewards können Konsumenten verschiedene Groupon-Deals (Boni) bei lokalen Geschäften durch häufige Besuche aktivieren. Ergänzt wird das Geschäft von GrouponLive (Event-Tickets) und Groupon Getaways (Reise-Deals).

Über Self-Service-Deals können Kooperationspartner und Händler eigene Deals auf ihrer eigenen Webseite starten. Groupon erhält dabei eine Provision vom Verkaufspreis, wenn ein Deal zu Stande kommt. Im Februar 2012 schluckte Groupon die Reiseseite Uptake.

Im Mai 2010 verstärkte sich Groupon durch eine Übernahme und kaufte den deutschen Marktführer CityDeal Europe GmbH. Zudem wurde der Spezialist Qpod übernommen. Ebenfalls in 2010 folgte die Übernahme von Ludic Labs. Ferner wurden die Unternehmen Mobly, Campfire Labs, die Shopping-Plattform Mertado und Adku aufgekauft. Im September 2012 schluckte Groupon den Spezialisten Savored sowie den App-Spezialisten Breadcrumb. In 2013 kaufte Groupon die Last-Minute Travel App SideTour. Im Januar 2014 schloss Groupon die Akquisition von Ticket Monster ab, gleichzeitig schluckte Groupon den Mode- und Bekleidungsshop ideeli.

Meldung gespeichert unter: Groupon

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