Googles Dominanz bröckelt - doch der Smart Home Markt bietet Chancen

Suchmaschinen und Smart Home

Donnerstag, 8. Januar 2015 13:48
Google

(IT-Times) - Was ist bei Google los, fragen sich viele Anleger zu Jahresbeginn. Nach einem schwachen Jahr 2014 dümpeln Google-Aktien zu Jahresbeginn rund um die Marke von 500 US-Dollar und sind damit weit entfernt vom Allzeithoch, das im Februar 2014 bei über 600 US-Dollar lag.

Google sieht sich in 2015 gleich mehreren Herausforderungen gegenüber. Zum einen dürfte sich das Wachstum im Kerngeschäft noch weiter verlangsamen und die Werbepreise weiter sinken, zum anderen scheint die Dominanz von Google im Suchmaschinenbereich langsam zu bröckeln.

Googles Dominanz bröckelt
Erstmals seit 2009 hat Google (Nasdaq: GOOG, WKN: A0B7FY) im Dezember in den USA deutlich an Marktanteile verloren, heißt es bei StatCounter. Die Marktanalytiker sprechen Google im Dezember „nur“ noch einen Marktanteil von 75,2 Prozent zu, nach 79,3 Prozent im Jahr vorher, während Yahoo! seinen Marktanteil von 7,4 auf 10,4 Prozent steigern konnte, so StatCounter. Microsofts Bing schreiben die Marktanalytiker immerhin einen Marktanteil von 12,5 Prozent zu.

Mobile Betriebssysteme: Setzt Apple künftig auf Google-Alternativen?
Auch im Bereich mobiler Betriebssysteme zeichnet sich eine Sättigung ab. Android hat scheinbar in den letzten Monaten des Jahres 2014 Markanteile verloren, Apple konnte dank dem neuen iPhone 6 aufholen.

Auch könnte sich Apple Anfang 2015 von Google als Default-Suchmaschine im Safari-Browser trennen, der entsprechende Kontrakt mit Google läuft offenbar zu Jahresbeginn aus. Bei Nomura sieht man die Gefahr, dass sich Apple für die Google-Konkurrenz entscheidet, nachdem sich Apple bereits bei seiner Mapping-Software von Google verabschiedet hat.

Google hofft auf den großen Smart Home Boom
Um seine Umsatzbasis stärker zu diversifizieren investiert Google schon länger in das Internet der Dinge. 3,2 Mrd. US-Dollar hat sich Google die Übernahme von Nest kosten lassen, weitere 550 Mio. Dollar flossen in Dropcam, zudem wurde mit Revolv ein weiteres Start-up in diesem Bereich übernommen.

Vor allem Revolv bringt Google in eine aussichtsreiche Position, erhält der Suchmaschinenanbieter damit eine App, die nahezu alle Smart Home Geräte steuern kann. Dies war bislang das große Problem der Internet of Things (IoT) Branche, da die unterschiedlichen Geräte untereinander nicht kompatibel waren bzw. nicht kommunizieren konnten.

Die Marktforscher aus dem Hause IDC sehen derweil großes Potenzial im Internet of Things (IoT) Markt, dürfte dieser von 1,9 Billionen US-Dollar in 2013 auf 7,1 Billionen Dollar in 2020 wachsen. Allein der Markt für Smart Home Geräte dürfte dann von 60 Mrd. US-Dollar im Vorjahr auf rund 490 Mrd. US-Dollar in 2019 klettern.

Google gilt als „First Mover“ als ein Nutznießer dieser Entwicklung, könnte das Unternehmen dadurch seine Abhängigkeit vom Suchmaschinengeschäft reduzieren.

Kurzportrait
Die Internet-Suchmaschine Google, gegründet im Jahre 1998 und ansässig im kalifornischen Mountain View, gilt als die weltweit meistgenutzte Suchmaschine. Google setzt dabei auf einen Algorithmus, der Web-Seiten aufgrund ihrer Popularität an prominenter Stelle listet. Haupteinnahmequelle ist jedoch das Werbeprogramm Google AdWords und das Werbenetzwerk Google AdSense.

Mit Google Books will das Unternehmen auch das Durchsuchen ganzer Bücher ermöglichen. Mit Google Product Search bietet das Unternehmen einen Preisvergleichsservice an. Mit Google Desktop Search will die Suchmaschine auch den Heim-PC der Nutzer erobern.

Mit Gmail ist das Unternehmen mit einem kostenfreien Email-Webservice am Start. Mit Google Base stieg das Unternehmen im Herbst 2005 in den Markt für Kleinanzeigen ein. Daneben ist das Unternehmen mit Google Finance im Online-Finanzbereich aktiv. Mit Google CheckOut brachte das Unternehmen Mitte 2006 einen eigenen Online-Zahlungsdienst auf den Markt. Seit Mitte 2011 ist Google mit Google+ auch mit einem eigenen Social-Networking-Service am Start.

Mit der Übernahme des Blogging-Spezialisten Blogger.com stieg Google in den Blogging-Markt ein. Im Herbst 2006 übernahm man schließlich die führende Online-Videoseite YouTube.com. Im Jahr 2007 wurde der Online-Werbespezialist DoubleClick übernommen. Gleichzeitig kaufte Google eine ganze Reihe weiterer Firmen auf. Im Frühjahr 2011 erhielt Google zudem grünes Licht für die geplante Übernahme von ITA Software. In 2012 kaufte Google weitere Startup-Firmen wie Wildfire, VirusTotal und Nik Software dazu. Mit FlexyCore, SCHAFT und der Roboter-Firma Boston Dynamics folgten weitere Zukäufe. Anfang 2014 kaufte Google den Connected Device Spezialisten Nest. Mit Zync, Lynx Design, Input Factory, Dropcam und Revolv wurden weitere Firmenzukäufe getätigt. Im Gegenzug verkaufte Google die in 2012 übernommene Motorola Mobility an Lenovo.

Meldung gespeichert unter: Suchmaschinen

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