Gigabell wird vom Neuen Markt ausgeschlossen!

Donnerstag, 22. Februar 2001 12:42

Die Talfahrt am Neuen Markt hat auch am Mittwoch kein Ende gefunden. Am Nachmittag hatte das Börsenbarometer mit 2.202,74 Zählern den niedrigsten Stand seit Oktober 1998 erreicht. Bei Handelsschluss notierte der Nemax All-Share 2,92 Prozent leichter bei 2.251,33 Zählern, während der Nemax 50 um 3,03 Prozent auf 2.147,89 Zähler nachgab. Der DAX beendete den Handel bei einem Stand von 6.347,99 Zählern und damit einem Minus von 1,61 Prozent. Die unerwartet stark gestiegenen US-Verbraucherpreise hätten Spekulationen ausgelöst, dass die US-Notenbank die Zinsen wegen der beschleunigten Inflation zunächst nicht weiter senken werde.

Die Aktie der Telefongesellschaft Gigabell stürzte um 29,58 Prozent auf 1,00 Euro ab. Der Neue-Markt-Ausschuss schließt Gigabell vom Handel aus, nachdem die Deutsche Börse bereits in der letzten Woche ein Verfahren zum Ausschluss eingeleitet hatte. Grund: Gigabell hatte keinen Bericht zum dritten Quartal des vergangenen Geschäftsjahres vorgelegt und damit gegen die Regeln des Neuen Marktes verstoßen. Die Aktie wird am morgigen Freitag zum letzten Mal gehandelt werden.

Das Softwareunternehmen Brokat musste bekannt geben, dass es nach wie vor tief in den roten Zahlen steckt. Daraufhin brach die Aktie am Morgen bis auf 11,13 Euro ein. Bis Handelsschluss verteuerten sich die Papiere dann um 3,89 Prozent auf 17,30 Euro.

Dialog Semiconductor fielen im Tagesverlauf bis auf 6,20 Euro, und beendeten den Handel schließlich bei 6,85 Euro. Der Chipanbieter hatte im Geschäftsjahr 2000 seinen Gewinn mehr als verdreifacht. Der Kurs von Elmos Semiconductor stieg um 2,76 Prozent auf 30,50 Euro. Gewinnmitnahmen ließen den Kurs von Carrier 1 um 10,91 Prozent auf 19,00 Euro fallen. Am Dienstag hatte das Unternehmen nach Vorlage seiner Geschäftszahlen noch um fast 4 Prozent zugelegt.

Um 1,18 Prozent auf 0,84 Euro verbilligten sich Letsbuyit.com. Das Unternehmen zog in den Niederlanden sein Schuldenmoratorium zurück, nachdem eine Finanzspritze das Überleben des Einkaufsportals gesichert hatte.

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