Gewinnwarnung führen erneut zur Kursschwäche

Freitag, 15. Dezember 2000 08:42

An der Wall Street war es erneut ein Tag mit negativem Vorzeichen: Der Nasdaq Composite Index schloß den dritten Tag in Folge mit einem dicken Minus von 3,34% auf einem Schlussstand von 2.728,51 Punkten. Schlimmer aber traf es die Internetwerte. Nach der Genehmigung der Fusion von AOL und Time Warner war AOL einer der wenigen Internetwerte, der den gestrigen Handelstag mit einem Plus abschloß. Ansonsten beherrschten Kursverluste auf breiter Front das Bild. Dementsprechend verlor der führende Internetindex ISDEX deutlich an Boden: Der Index fiel um 5,92% auf einen Punktestand von 446,850. Von den 50 dort notierten Internetwerten schlossen nur sechs im Plus, der Rest mit zum Teil zweistelligen prozentualen Abschlägen wie 24/7 Media (Nasdaq: TFSM) mit –11,1%, Broadcom (Nasdaq. BRCM) mit –15,2%, Juniper Networks (Nasdaq: JNPR) mit –12% und Tibco Software mit –17%.

Auch die anderen Internet-Indices zeigen das gleiche Bild: Der Goldman Sachs Internet Index verlor 3,9%, nachdem er schon am Mittwoch um 5,2% abgesackt war. Der Amex Internet Index sank nach seinem 4%-Verlust am Mittwoch nochmals um 4,1%.

Zu allem Übel mußte auch noch Microsoft nachbörslich eine Gewinnwarnung ausgeben. Dies ist übrigens nur das zweite Mal in der langen Geschichte des Unternehmens, dass überhaupt eine Gewinnwarnung ausgegeben wurde. Microsoft gab bekannt, dass es die Gewinn- und Umsatzerwartungen um etwa 5% verfehlen werden. Schon während des regulären Handels fiel der Kurs des Redmonder Softwaregiganten um 3% auf $55. Nachbörslich verlor der Kurs nochmals und tendiert seither um $53.

Die Gewinnwarnung von Microsoft hat auch bei den anderen Technologiewerten zu deutlich schwächeren nachbörslichen Kursen geführt. Ob man deshalb für den heutigen Handelstag mit einem weiteren Sell-off rechnen muß, ist nicht ganz offensichtlich. Ähnlich wie bei Intel könnte der bereits nachbörslich eingesetzte Kursverlust dafür sorgen, dass nach einem schwachen Start die Kurse sich wieder erholen, weil die Marktteilnehmer der Meinung sind, dass in den sehr niedrigen Kursen bereits alle negativen Meldungen eingepreist sind.

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