Gesundheitswesen investiert in IT

Montag, 13. September 2010 14:55
BITKOM

- Investitionen klettern bis 2014 auf knapp 5 Milliarden Euro

- Ausgaben für Software und IT-Services steigen um jährlich acht Prozent

Berlin, 13. September 2010

Bis 2014 sollen die Investitionen in moderne Informationstechnologien im deutschen Gesundheitswesen von 4,2 Milliarden Euro in diesem Jahr auf 5 Milliarden Euro steigen. Hauptgrund ist der Druck zu mehr Effizienz, wie der Hightech-Verband BITKOM unter Berufung auf eine aktuelle Studie des Münchener Marktforschungsinstituts Pierre Audoin Consultants (PAC) berichtet. „Die kontinuierlich steigenden Kosten im deutschen Gesundheitssystem können durch IT-Lösungen deutlich begrenzt oder sogar zurückgefahren werden“, sagte BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer. „Eine moderne IT hilft gleichzeitig, die medizinische Versorgung zu verbessern und sie entlastet Ärzte und Pflegepersonal von bürokratischen Aufgaben.“

Allein im Bereich Software und IT-Services erwarten die PAC-Experten von 2010 bis 2014 ein Wachstum der jährlichen Investitionen um durchschnittlich 7,8 Prozent von 1,25 Milliarden Euro auf 1,7 Milliarden Euro. Bei den Ausgaben für IT-Hardware rechnet PAC mit einem Anstieg von 720 Millionen Euro in diesem Jahr auf 780 Millionen Euro im Jahr 2014. Dies entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von gut zwei Prozent. „Vor allem der Markt für Standardsoftwarelösungen verfügt über hohes Wachstumspotenzial“, sagte PAC-Direktor Martin Barnreiter.

Großes Modernisierungspotenzial gibt es aus BITKOM-Sicht dabei im Informationsaustausch zwischen Versicherern, Krankenhäusern und nieder-gelassenen Ärzten. Außerdem werde die Gesundheitskarte kommen, wenngleich zunächst nur in abgespeckter Form, also mit Versicherungsdaten, Foto und Adresse, ohne elektronisches Rezept und digitale Patientenakte. Dennoch werden Standard-Softwarelösungen, die einen reibungslosen Informationsaustausch zwischen den verschiedenen Institutionen ermöglichen, eine entscheidende Rolle dabei spielen, das deutsche Gesundheitssystem leistungsfähiger und effizienter zu machen. Mit der verbindlichen Regelung für den Online-Abgleich von Stammdaten von Krankenversicherten habe der Gesetzgeber dazu im Juli eine dringend notwendige Regelung eingeführt, sagte Scheer.

Ansprechpartner

Ralf Beunink

Pressesprecher

Public Sector & Neue Märkte

Meldung gespeichert unter: BITKOM

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