FTD-Studie: Vielen Internetfirmen droht Liquiditätsengpass

Montag, 4. Dezember 2000 12:17

Nach einer von der Universität Witten-Herdecke im Auftrag der Financial Times Deutschland durchgeführten Studie über Internet- und Biotechnologieunternehmen am Neuen Markt, stehen knapp die Hälfte der untersuchten Unternehmen vor Liquiditätsproblemen und können nur schwer neues Kapital aufnehmen.

Gegenstand der Untersuchungen waren 68 Unternehmen, davon seien 31 Firmen bzw. 46 % stark gefährdet. Unter anderem befänden sich 16 der insgesamt 30 analysierten Internet-Dienstleister in einer angespannten Liquiditätssituation und hätten starke Probleme, weiteres Kapital zu beschaffen. Die restlichen 14 Unternehmen seien so genannte Internet-Enabler. Sie lieferten Werkzeug und Infrastruktur für Online-Dienstleister. Neu an dieser Studie sei vor allem, dass berücksichtigt werde, wie gut die Möglichkeiten der Gesellschaften für die Aufnahme von zusätzlichen liquiden Mitteln seien. Auch sei es nicht Ziel der Untersuchung gewesen eine "Todesliste" zu erstellen, sondern vielmehr, betroffenen Unternehmen Handlungsstrategien zur Verbesserung ihrer Lage aufzuzeigen.

Dazu wurden die Firmen in die Gruppen stark, mittelmäßig und geringgefährdet aufgeteilt, und Strategieempfehlungen dieser Einstufung angepasst. Besonders gut schneiden dabei Biotechnologie-Unternehmen ab, da diese noch immer in der Gunst der Anleger stünden. Internet-Werte seien indes bei Investoren in Ungnade gefallen. Der Erfolg der Gesellschaften hänge vor allem auch von den Möglichkeiten ab, sich neues Kapital zu beschaffen. Vorraussetzung dafür seien jedoch positive Kursentwicklungen und Analystenschätzungen. Die Ernüchterung im Internetbereich führt deshalb bei vielen Internet-Gesellschaften zu einer verschärften Situation. Erstaunlicherweise würden die Enabler bei Analysten durchweg schlechter abschneiden als die Dienstleister. Grund seien vor allem hohe Abschreibungen, die diese vor sich herschöben. Normalerweise sei man bisher aber von der umgekehrten Situation ausgegangen.

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