Förderkürzungen bremsen Nachfrge nach Solarstromanlagen

Donnerstag, 16. Juni 2011 13:00

Frühjahrszahlen deuten auf starke Marktabkühlung / Bundesverband Solarwirtschaft warnt vor weiteren Einschnitten bei der Solarstrom-Förderung / Jedem Haushalt steht eine Gutschrift von etwa zehn Euro zu, da weniger Photovoltaikanlagen gefördert werden als prognostiziert

Berlin, den 16. Juni 2011 – In diesem Jahr werden in Deutschland voraussichtlich erheblich weniger neue Solarstromanlagen ans Netz gehen als angenommen. Nach übereinstimmenden Informationen des Bundesumweltministeriums und des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) hat sich die Nachfrage nach Photovoltaikanlagen im Frühjahr dieses Jahres deutlich abgekühlt. Das Bundesumweltministerium beziffert den Zubau an neu installierten Solarstromanlagen für die Monate März bis Mai auf 700 Megawattpeak (MWp) – das wären auf das gesamte Jahr 2011 hochgerechnet lediglich 2,8 Gigawattpeak. Vor diesem Hintergrund warnt der Bundesverband Solarwirtschaft vor weiteren Einschnitten bei der Solarstromförderung, wie sie aktuell im Bundestag diskutiert werden. Aufgrund des geringen Marktwachstums stehen den Verbrauchern zudem Gutschriften für zu viel gezahlte Stromkosten in Höhe von 800 Millionen Euro zu.

„Der deutliche Marktrückgang in den vergangenen Monaten zeigt, dass keinerlei Spielraum mehr für eine noch schnellere Absenkung der Solarstromförderung besteht“, erklärt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar. „Wir warnen die Bundesregierung ausdrücklich davor, der Solarwirtschaft jetzt weitere Kürzungen aufzuerlegen. Das könnte großen Teilen der Branche das Genick brechen und würde die Energiewende ausbremsen“, so Körnig. In den vergangenen zweieinhalb Jahren ist die Solarstromförderung für Neuanlagen von der Bundesregierung in fünf Schritten bereits nahezu halbiert worden. Im Rahmen der aktuellen Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) werden gegenwärtig im Bundestag weitere Kürzungen erwogen.

Meldung gespeichert unter: BSW-Solar

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