Fluggastrechte auf dem Smartphone

Mittwoch, 5. September 2012 12:59
BITKOM

- Bei Streiks gibt es keine Entschädigung - App gibt Auskunft über Rechte von Flug- und Bahnreisenden  

Berlin, 5. September 2012

Tausende Fluggäste waren bereits vom Arbeitskampf der Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo bei der Lufthansa betroffen, am Freitag sollen die Ausstände ausgeweitet werden. Wenn der Flieger in so einem Fall nicht startet, aber auch, wenn am Urlaubsort das Gepäck nicht ankommt oder die Fluggesellschaft den Rückflug um einen halben Tag verschiebt, stellt sich die Frage, ob der Reisende das Recht auf eine Entschädigung hat. In einem solchen Fall kann das Smartphone mit der App „Your Passenger Rights“ helfen. Die App wurde von der EU-Kommission herausgegeben und ist für iPhone, Android-Handys, Windows-Phone-Geräte sowie Blackberrys verfügbar. Einer ihrer Vorteile: Während Informationsbroschüren in der Regel nicht greifbar sind, wenn man sie dringend braucht, ist das Smartphone meist dabei.  

Für Flug- und Bahnreisende werden in der App übersichtlich in Kategorien wie „Vor einer Reise“, „Service“ oder „Gepäck“ knapp und allgemeinverständlich die wichtigsten rechtlichen Fragen beantwortet. Dort erfährt man zum Beispiel, dass man sich binnen 21 Tagen schriftlich bei seiner Airline beschweren muss, wenn ein Koffer zu spät ankommt, und maximal 1.220 Euro Schadenersatz bekommt. Wenn ein Flug ausfällt, so wird je nach Flugentfernung eine Entschädigung zwischen 125 und 600 Euro fällig – allerdings nicht, wenn der Grund „die Durchführung des Flugs beeinträchtigende Streiks“ sind. Die gestrandeten Lufthansa-Kunden gehen somit leer aus.  

Apps sind Programme, die sich Smartphone- oder Tablet-Nutzer aus dem Internet auf ihr Gerät laden können und die sich in aller Regel sehr einfach bedienen lassen. Nach Berechnungen des BITKOM gibt es weltweit rund 1,3 Millionen verschiedener Apps für die unterschiedlichen Smartphone-Betriebssysteme. Der Markt für mobile Anwendungen erlebt derzeit einen regelrechten Boom: Der Umsatz mit Apps betrug 2011 in Deutschland rund 210 Millionen Euro. Das sind 123 Prozent mehr als noch ein Jahr davor. Die Aussichten für den noch jungen Markt sind dabei sehr gut, denn auch die Anzahl der kompatiblen Geräte wächst: Während 2010 noch 7,4 Millionen Smartphones in Deutschland verkauft wurden, waren es im vergangenen Jahr schon 11,8 Millionen. Zurzeit sind in Deutschland 23,6 Millionen Smartphones als Erstgerät im Einsatz.  

Meldung gespeichert unter: BITKOM

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