First Solar setzt auf höhere Wirkungsgrade und Community-Solar

Dünnschichtmodule

Freitag, 12. Dezember 2014 14:15
First Solar

(IT-Times) - First Solar Aktien kamen in diesem Jahr kräftig unter die Räder. Trotz steigender Umsätze sank der Aktienkurs des weltweit führenden Dünnschicht-Solarspezialisten um rund 25 Prozent. Hintergrund ist insbesondere eine schwächere Gewinnentwicklung, die vor allem im dritten Quartal 2014 hinter den Erwartungen zurückblieb.

Steigende Gewinne in 2015 erwartet
Doch für 2015 rechnen die Analysten bei S&P Capital IQ mit einer Besserung der Ertragssituation. Nach Schätzungen der Analysten dürfte der Gewinn in 2015 um rund 68 Prozent auf 4,46 Dollar je Aktie klettern, nach etwa 2,66 Dollar je Anteil in 2014.

Der Optimismus der Analysten ist nicht unbegründet, denn First Solar (Nasdaq: FSLR, WKN: A0LEKM) hat in Sachen Wirkungsgrad in den letzten Monaten aufgeholt und hat auch für die kommenden Jahre in diesem Punkt ehrgeizige Ziele. Dünnschichtmodule waren zwar schon immer günstiger als traditionelle kristalline Solarmodule, der Schwachpunkt war bislang jedoch der niedrigere Wirkungsgrad von 10 bis 11 Prozent.

First Solar erzielt große Fortschritte beim Wirkungsgrad
Inzwischen haben die Dünnschichtmodule aus dem Hause First Solar einen Wirkungsgrad von 14,2 Prozent erreicht, ein Zuwachs von 20 Basispunkten gegenüber dem Vorquartal. Bis Jahresende soll der Wirkungsgrad auf 14,4 Prozent klettern. Im nächsten Jahr sollen CdTe-basierte Module dann einen Wirkungsgrad von 15,9 Prozent erreichen, bis Ende 2017 ist ein Wirkungsgrad von 17,2 Prozent geplant.

Zwar entwickeln auch traditionelle Solarhersteller ihre Module weiter und erzielen Fortschritte beim Wirkungsgrad, doch dabei gilt es zu beachten, dass First Solar daneben auch seine Kosten auf unter 0,40 Dollar pro Watt drücken konnte.

First Solar steigt bei Clean Energy Collective ein
Wie in dieser Woche bekannt wurde, wagt First Solar im US-Wohnungsmarkt einen neuen Vorstoß. Hierfür beteiligt sich das Unternehmen mit einer nicht genannten Summe an der Clean Energy Collective (CEC). First Solar und CEC wollen gemeinsam Community-Solarprojekte entwickeln. Das heißt, dass sich mehrere Verbraucher und auch Geschäftskunden zusammentun, um gemeinsam Solarprojekte umzusetzen. Dadurch können Wohnungs- als auch Geschäftskunden Solarstrom beziehen, ohne selbst Module auf dem Dach zu installieren.

First Solar sieht im Bereich der Community-Solarprojekte großes Potenzial, denn oft eignet sich ein Hausdach von der Ausrichtung oder Verschattung her nicht für Solarmodule, andere Hauseigentümer fehlt dagegen oft das Kapital, um großflächige Solaranlagen zu installieren. Die Lösung sind Community-basierte Solarprojekte. First Solar schätzt, dass nur 20 bis 25 Prozent der US-Häuser für Solarmodule geeignet sind, jedoch dürfte der Markt für Community-Solarprojekte signifikant größer sein als der Markt für Dachanlagen auf Wohnungen, so First Solar CEO Jim Hughes.

Kurzportrait

Die in Tempe/Arizona ansässige First Solar wurde im Jahre 1999 gegründet und gilt als einer der führenden Solarkonzerne in Amerika. Das Unternehmen hat sich auf die Produktion von Solarmodulen auf Basis von Cadmium Telluride (CdTe) spezialisiert und gilt in diesem Bereich als führend. Heute operiert First Solar aus zwei Geschäftsbereichen heraus: Komponenten und Systeme.

Schon im Jahr 2002 nahm First Solar die Produktion von Dünnschichtsolarmodulen auf Basis von Cadmium Telluride (CdTe) auf. First Solar hat sich bewusst für den Einsatz von CdTe entschieden, da CdTe ein Halbleiter mit direkter Bandlücke ist und somit in der Lage ist, Sonnenenergie effizienter in elektrische Energie zu wandeln. Darüber hinaus lassen sich durch den Einsatz von CdTe einfache Zellstrukturen und Prozesse auch Produktionskosten minimieren. Daneben ist CdTe für die Produktion aufgrund der hohen Verfügbarkeit reichlich vorhanden, so dass das Material auch für die Massenproduktion geeignet ist.

Ende 2007 verstärkte sich First Solar durch die Übernahme des US-Solarspezialisten Turner Renewable Energy LLC. Das Unternehmen entwickelt Solarprojekte im Auftrag für Kunden in den USA. Nach der Übernahme durch First Solar tritt das Unternehmen unter dem Namen First Solar Electric LLC auf.

Im Frühjahr 2010 übernahm First Solar den US-Solarprojektierer NextLight Renewable Power. Im Januar 2011 schluckte First Solar den Spezialisten RayTracker. Im Januar 2013 kaufte First Solar den Solarspezialisten Solar Chile und das Solar-Startup TetraSun. Mitte 2013 kaufte First Solar das Solarmodul-Geschäft inklusive Technik-Assets von General Electric (GE).

Durch den Bau neuer Fertigungsanlagen in den USA, Europa (Frankfurt/Oder) und Asien (Malaysia) hat First Solar seine Produktionskapazitäten zuletzt stetig ausgebaut und seine Produktionskosten weiter drücken können.

Markt und Wettbewerb

Meldung gespeichert unter: Solarmodule

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