Facebook: Zuckerbergs Cash-Machine nimmt Fahrt auf - kein Ende des Wachstums in Sicht

Social Networking

Freitag, 25. Juli 2014 13:11
Facebook

(IT-Times) - Noch vor wenigen Tagen hatte die US-Notenbankchefin Janet Yellen vor der Überbewertung von Biotech- und Social Media-Aktien gewarnt. Facebook hat nunmehr gezeigt, dass man mit sozialen Medien durchaus Geld verdienen kann - und zwar nicht schlecht, wie die jüngsten Zahlen eindrucksvoll belegen.

Facebook konnte seinen Umsatz um 61 Prozent auf 2,9 Mrd. US-Dollar steigern. Der Umsatz mit Werbung kletterte um 67 Prozent auf 2,7 Mrd. Dollar, während das Mobile-Werbegeschäft sogar um 151 Prozent anzog. Der Nettogewinn verdoppelte sich gegenüber dem Vorjahr auf 791 Mio. Dollar, nachdem die durchschnittlichen Werbepreise um 123 Prozent gegenüber dem Vorjahr kletterten.

Insgesamt steuerte das Mobile-Werbegeschäft bereits 62 Prozent zu den gesamten Werbeeinnahmen bei. Facebook (Nasdaq: FB, WKN: A1JWVX) ist damit kein klassisches Internet-Unternehmen mehr, sondern ein Mobile-Gigant, der sein Geld hauptsächlich im mobilen Internet verdient.

Nutzer verbringen mehr Zeit auf Facebook
20 Prozent der Zeit, die Nutzer mit ihrem Smartphone oder Tablet im mobilen Internet verbringen, entfallen inzwischen auf Facebook, so die Marktforscher bei comScore. 829 Mio. Nutzer verwenden Facebook jeden Tag, die Zahl der Mobile-Nutzer erreichte per Ende Juni einen neuen Rekordwert von 1,07 Mrd. Mobile-Nutzer.

Dies soll aber noch nicht das Ende der Fahnenstange sein. Laut Facebook CEO Mark Zuckerberg verbringen US-Nutzer rund neun Stunden am Tag mit digitalen Medien, aber weniger als eine Stunde auf Facebook. Zuckerberg sieht in diesen Zahlen noch weiteres Wachstumspotenzial für Facebook.

Markt für Mobile-Werbung vor Explosion
Noch im Jahr 2012 war unklar, ob Facebook überhaupt mit Mobile-Werbung Geld verdienen kann. Inzwischen hat sich die Skepsis gegenüber dem Geschäftsmodell gelegt.

Die Marktforscher aus dem Hause Gartner gehen davon aus, dass der Markt für Mobile-Werbung in diesem Jahr ein Volumen von 18 Mrd. Dollar erreichen wird, in 2017 sollen sogar 41,9 Mrd. Dollar mit mobilen Werbeanzeigen umgesetzt werden. Facebook sitzt in der ersten Reihe, nur Google verdient derzeit noch mehr Geld mit Mobile-Werbung als Facebook.

Mobile Commerce als Zukunftsmarkt
Weiteres Potenzial ergibt sich für Facebook in einem Markt, den das Unternehmen noch gar nicht richtig erschlossen hat. Die Rede ist von Mobile Commerce. Immer mehr Konsumenten kaufen via Smartphone und Tablet im Internet ein.

Facebook hat erste zaghafte Schritte unternommen, um auch von diesem Trend zu profitieren. So experimentiert das Unternehmen derzeit mit einem „Shop Button“, der neben Kleinanzeigen von Unternehmen auf Facebook auftauchen soll.

Der Mobile Commerce Markt soll in den nächsten Jahren kräftig wachsen und von 204 Mrd. US-Dollar in 2014, auf 626 Mrd. US-Dollar in 2018 klettern, so das US-Brokerhaus Goldman Sachs. Ist Facebook in diesem Markt nur halb so erfolgreich, wie zuletzt im Mobile-Werbemarkt, dürften schnell neue Rekordmarken beim Umsatz und Gewinn fallen.

Kurzportrait

Die im Jahre 2004 gegründete und im kalifornischen Menlo Park ansässige Facebook gilt mit über 1,3 Milliarden registrierte Nutzer als das weltweit führende Social-Networking-Portal. Facebook betreibt eine Online-Plattform und stellt entsprechende Tools bereit, damit Nutzer mit Familienmitgliedern und Freunden jederzeit in Kontakt bleiben können.

Der Facebook Newsfeed ist das Hauptfeature innerhalb des Facebok-Profils, erhält der Nutzer damit stets aktuelle Informationen über Storys von Freunden, sowie anderen Quellen. Der Facebook Newsfeed beinhaltet sowohl Postings wie auch Fotos und Event-Updates, App-Updates und andere Aktivitäten. Jeder Nutzer kann seinen Newsfeed je nach eigener Interessenlage personalisieren.

Zudem fungiert Facebook auch als Foto-Sharing-Service. Nutzer können eine unbegrenzte Anzahl von Fotos hochladen und mit Freunden teilen. Gleiches gilt auch für Videos. Über Facebook Events können Nutzer Feiern und andere Veranstaltungen organisieren und Einladungen verwalten. Über Facebook Places können Nutzer ihren Standort mit Freunden teilen und sehen, wo sich Freunde oder Familienmitglieder gerade befinden.

Zudem bietet Facebook eine Reihe von Tools und ein API, so dass Entwickler ihre eigenen Social-Apps entwickeln können. Anfang 2012 verstärkte sich Facebook durch die Übernahme des Foto-Sharing-Tools Instagram für eine Mrd. Dollar. Später wurde die Design-Agentur Polt Peters aufgekauft. In 2013 wurden neben Mixtent, auch Mobile Technologies und Onavo übernommen. Anfang 2014 setzte Facebook seine Einkaufstour weiter fort und schluckte mit Little Eye Software Labs und Branch Media weitere Unternehmen. Zudem bot Facebook 19 Mrd. US-Dollar für den Mobile Instant Messenger WhatsApp, gleichzeitig übernahm Facebook den Virtual Reality Spezialisten Oculus VR. Mitte 2014 wurde der Spezialist LiveRail übernommen.

Facebook erzielte bislang den Großteil seiner Erlöse durch Online-Werbeeinahmen. Eine weitere Einnahmequelle sind Social-Games. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg kontrolliert auch nachdem IPO weiterhin die Mehrheit der Stimmrechte bei Facebook.

Meldung gespeichert unter: Social Commerce

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