Facebook wächst mit Instagram und WhatsApp

Soziale Netze

Mittwoch, 7. Januar 2015 14:44
Facebook

(IT-Times) - Im Herbst 2014 hatte Facebook seine Anleger noch mit einem massiven Investitionsprogramm geschockt, inzwischen ist der erste Schreck verflogen, insbesondere Analysten trauen dem Unternehmen auch in 2015 weitere Kurszuwächse zu.

Der Grund sind hohe Wachstumszahlen bei den zugekauften Unternehmen. Der für 22 Mrd. US-Dollar aufgekaufte Mobile Messaging Dienst WhatsApp hat die Marke von 700 Millionen Nutzern überwunden, der Foto-Sharing-Dienst Instagram hat jüngst die Marke von 300 Millionen Nutzern genommen.

Als Facebook (Nasdaq: FB, WKN: A1JWVX) im Jahr 2012 Instagram für 1,0 Mrd. US-Dollar gekauft hat, wurde CEO Mark Zuckerberg noch Disziplinlosigkeit unterstellt. Der Facebook-Gründer hatte 1,0 Mrd. Dollar für ein Mini-Start-up mit 13 Mitarbeitern bezahlt. Doch drei Jahre später taxiert man den Wert von Instagram bei der Citigroup auf 35 Mrd. US-Dollar - damit hat sich die Investition von Facebook bereits vervielfacht.

Instagram soll 2,0 Mrd. Dollar zum Umsatz beisteuern
Zudem scheinen weitere Wertzuwächse vorprogrammiert. Bei Instagram hat die Monetarisierung gerade erst begonnen. Gut 2,0 Mrd. Dollar könnte Instagram bereits in 2014 zum Umsatz und damit 25 Prozent zu den Gesamteinnahmen beisteuern, rechnet man bei der Citigroup vor.

Sollte Instagram die Zahl seiner Nutzer per Ende des Fiskaljahres 2015 auf 420 Mio. Nutzer steigern, seien sogar 2,7 Mrd. US-Dollar an Umsatzbeitrag durch Instagram drin, so der Branchendienst Bidness ETC mit Verweis auf die Berechnungen der Citibank.

WhatsApp wächst schneller als erwartet
Noch dramatischer scheint die Entwicklung bei der übernommenen WhatsApp. Die Zahl der monatlichen aktiven Nutzer hat sich in den vergangenen drei Jahren vervielfacht. Erst im Herbst 2012 hatte die Zahl der monatlich aktiven Nutzer die Marke von 100 Millionen überschritten, seither ist WhatsApp explosionsartig gewachsen und verzeichnet nunmehr 700 Millionen aktive Nutzer im Monat.

Damit scheint die langfristige Facebook-Ziel von einer Milliarde WhatsApp-Nutzer keine Utopie mehr. Während Facebook bei Instagram weitere Schritte zur Monetarisierung eingeleitet hat, ist WhatsApp de facto noch gar nicht monetarisiert. Die mobile Messaging-Plattform ist im ersten Jahr kostenlos, im zweiten Jahr fällt eine Gebühr von 0,99 Dollar an.

Anleger dürften gespannt sein, welchen Weg Facebook bei der Monetarisierung bei WhatsApp einschlägt. Von einer Anhebung der Nutzungsgebühr bis zur Einführung digitaler Sticker oder eines mobilen Zahlungsdienstes scheint alles möglich. Dann könnte auch WhatsApp schon in wenigen Jahren Milliarden in die Kassen von Facebook spülen.

Kurzportrait

Die im Jahre 2004 gegründete und im kalifornischen Menlo Park ansässige Facebook gilt mit über 1,3 Milliarden registrierten Nutzern als das weltweit führende Social-Networking-Portal. Facebook betreibt eine Online-Plattform und stellt entsprechende Tools bereit, wodurch Nutzer mit Familienmitgliedern und Freunden jederzeit in Kontakt bleiben können.

Der Facebook Newsfeed ist das Hauptfeature innerhalb des Facebok-Profils, enthält dieser sowohl Postings wie auch Fotos und Event-Updates, App-Updates und andere Aktivitäten. Jeder Nutzer kann seinen Newsfeed je nach eigener Interessenlage personalisieren.

Nutzer können eine unbegrenzte Anzahl von Fotos hochladen und mit Freunden teilen. Gleiches gilt auch für Videos. Über Facebook Events können Nutzer Feiern und andere Veranstaltungen organisieren und Einladungen verwalten. Über Facebook Places können Nutzer ihren Standort mit Freunden teilen und sehen, wo sich Freunde oder Familienmitglieder gerade befinden.

Zudem bietet Facebook eine Reihe von Tools und ein API an, so dass Entwickler ihre eigenen Social-Apps entwickeln können. Anfang 2012 verstärkte sich Facebook durch die Übernahme des Foto-Sharing-Tools Instagram für 1,0 Mrd. Dollar. Später wurde die Design-Agentur Polt Peters aufgekauft. In 2013 wurden neben Mixtent, auch Mobile Technologies und Onavo übernommen. Anfang 2014 setzte Facebook seine Einkaufstour weiter fort und schluckte mit Little Eye Software Labs und Branch Media weitere Unternehmen. Zudem schluckte Facebook für 22 Mrd. US-Dollar den Mobile Instant Messenger WhatsApp, gleichzeitig übernahm Facebook den Virtual Reality Spezialisten Oculus VR. Mitte 2014 wurde der Spezialist LiveRail übernommen. Anfang 2015 folgte die Übernahme von Wit.ai.

Facebook erzielte bislang den Großteil seiner Werbeeinahmen durch Mobile-Werbung. Eine weitere Einnahmequelle sind Social-Games. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg kontrolliert auch nachdem IPO weiterhin die Mehrheit der Stimmrechte bei Facebook.

Markt und Wettbewerb

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