Expedia will in Asien stärker wachsen

Montag, 19. Februar 2007 00:00
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(IT-Times) Im Jahr 2006 feierte der Online-Reiseanbieter Expedia (Nasdaq: EXPE, WKN: A0F41M) sein 10-jähriges Firmenbestehen. Die Erfolgsbilanz der ehemaligen Microsoft-Tochter ist beeindruckend. Im Jahr 2006 wickelte das Unternehmen Buchungen im Wert von 17 Mrd. Dollar ab und generierte einen freien Cashflow von 525 Mio. Dollar.

Doch die Zeiten waren schon mal besser. Insbesondere kleinere Wettbewerber wie Priceline.com wachsen derzeit vor allem im Heimatmarkt USA und in Europa schneller als Expedia. Mit der Umgestaltung von Webseiten, einer neuen Webekampagne und neuen landesspezifischen Webplattformen will Expedia wieder an Fahrt aufnehmen.

Expansion in Asien

Nachdem man drei neue skandinavische Expedia-Webseiten ins Leben gerufen hat, startete Expedia Ende November 2006 seine japanische Plattform (http://www.expedia.co.jp). Das Land der aufgehenden Sonne scheint besonders lukrativ, gilt der japanische Markt doch als der weltweit zweitgrößte Reisemarkt weltweit. Die Japaner stellten zuvor auch die größte Nutzergruppe außerhalb der USA, welche die nordamerikanischen Expedia-Seiten besuchte. Mit dem Start von Expedia.co.jp trägt das Unternehmen diesem Trend nun Rechnung. Der Launch in Japan sei darüber hinaus auch ein extrem wichtiger Teil in der langfristigen Wachstumsstrategie von Expedia, erklärt Expedia Asia Pacific Manager Barney Hartford.

Denn nachdem Start im Land der aufgehenden Sonne will Expedia im laufenden Jahr auch mit einer eigenen indischen Webplattform an den Start gehen. In China, wo Expedia durch seine mehrheitliche Beteiligung an der Nummer des Marktes eLong beteiligt ist, ist man eine Kooperationsvereinbarung mit der Hotelkette Jin Jiang Hotels eingegangen. Verfügbare Angebote aus mehr als 250 Jina Jiang Hotels werden demnach für Expedia-Nutzer zugänglich sein, heißt es. Wie es dagegen bei seiner chinesischen Beteiligung eLong weiter gehen soll, lies das Management zunächst offen. Kurzfristig werde sich an der aktuellen Beteiligungsstruktur nichts ändern, lies das Management im Rahmen der Quartalspressekonferenz verlauten…

Kurzportrait

Die ehemalige Microsoft-Tochter Expedia, ursprünglich im Jahre 1996 aus der Taufe gehoben, wurde im Jahre 2002 von IAC/InterActiveCorp übernommen, neu strukturiert und im Jahr 2005 wieder an die Börse geführt. Expedia, ansässig in Bellevue/Washington, bietet als Online-Reiseagentur einen Rund-um-Service, wobei Nutzer über das Internet Hotelreservierungen vornehmen, Flug-Tickets ordern, Mietautos reservieren, sowie Kreuzfahrten buchen können. Aber auch Konzertkarten und andere Pauschal-Reiseangebote bietet das Unternehmen über seine Online-Plattform an.

Durch die Übernahme von Travelscape.com im Jahre 2000 und der Fusion mit Hotels.com, kann Expedia heute auf ein umfangreiches Hotelnetz zurückgreifen. So arbeitet Expedia heute mit mehr als 70.000 Hotels, darunter mit großen Namen wie Hilton International, Mariott, Embassy, Clarion und Howard Johnson's zusammen. Travelscape.com gilt darüber hinaus als Spezialist für Las Vegas-Reisen. Hierfür betreibt die Gesellschaft ein eigens dafür eingerichtetes Buchungs- und Reservierungssystem. Um den Bereich Buchungstools zu verstärken, kaufte Expedia den Softwarespezialisten Newtrade Technologies. Gleichzeitig arbeitet das Unternehmen mit der IAC-Tochter Ticketmaster zusammen, um Kunden auch ergänzend zu Reisen auch Veranstaltungskarten (Konzerte etc.) anbieten zu können.

Neben den USA betreibt Expedia auch landesspezifische Online-Seiten in Kanada, Deutschland, Italien, den Niederlanden und in Großbritannien. Seit 2005 ist Expedia auch in Australien mit einer eigenen Webplattform am Start. Seit Ende 2006 ist man mit einer eigenen Webplattform im wichtigen japanischen Reisemarkt präsent. Durch die mehrheitliche Beteiligung (52 Prozent) an eLong ist Expedia auch im wichtigen chinesischen Markt aktiv. Nach eigenen Angaben erreicht das Unternehmen mit seinem Angebot aktuell weit mehr als zehn Mio. Touristen und Interessierte weltweit.

Unter dem Dach von Expedia hat der Mutterkonzern IAC nicht nur Hotels.com, sondern auch den Touristikdienst Hotwire und TripAdvisor zusammengeführt.

Zahlen

Für das vergangene vierte Quartal 2006 meldet Expedia einen Umsatzanstieg auf 531,3 Mio. US-Dollar, ein Zuwachs von 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Insgesamt zog das Buchungsvolumen um sieben Prozent auf 3,7 Mrd. Dollar an. Dabei konnte Expedia einen Gewinn von 67,1 Mio. Dollar oder 20 US-Cent je Aktie realisieren, nach einem Plus von 25,2 Mio. Dollar oder sieben US-Cent je Aktie im Jahr vorher.

Ausgenommen außergewöhnlicher Sonderbelastungen ergibt sich für das jüngste Quartal ein operativer Gewinn von 28 US-Cent je Aktie, womit Expedia die Erwartungen der Analysten um drei US-Cent übertreffen konnte. An der Wall Street hatte man im Vorfeld zunächst nur mit Einnahmen von 518,2 Mio. Dollar sowie mit einem Nettogewinn von 25 US-Cent je Aktie kalkuliert.

Für das Jahr 2006 meldet Expedia einen Jahresumsatz von 2,24 Mrd. Dollar, nach Einnahmen von 2,12 Mrd. Dollar in 2005. Auf Jahressicht kletterte der Gewinn auf 244,9 Mio. Dollar oder 70 US-Cent je Aktie im Jahr vorher. Im Gesamtjahr 2006 konnte man einen freien Cashflow von 525 Mio. Dollar generieren, nach 807 Mio. Dollar im Jahr vorher.

Meldung gespeichert unter: Online-Reisen

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