Es wird eng für Conergy und den ehemaligen Vorstand

Montag, 29. Juni 2009 18:29
Conergy

HAMBURG (IT-Times) - Die Probleme beim Hamburger Solarspezialisten Conergy AG (WKN: 604002) spitzen sich weiter zu. Die Anleger bestehen auf Schadensersatz wegen angeblicher Bilanzfälschungen und Insiderhandel, berichtet das Handelsblatt in der heutigen Online-Ausgabe.

Die Klagen richten sich gegen den früheren Vorstandschef Hans-Martin Rüter und Ex-Finanzvorstand Heiko Piossek. Sie sollen erst mit Verspätung über die tatsächliche Ergebnislage des Solarunternehmens informiert haben. So hatte das Unternehmen am 25. Oktober 2007 die Erwartung für das Geschäftsjahr zusammengestrichen. Das Unternehmen begründete die Korrektur mit Verzögerungen von Silizium- und Modullieferungen.

Die Kläger sehen sich jedoch getäuscht und fordern Schadensersatz in Höhe von insgesamt 3,5 Mio. Euro. Auch weitere Vorwürfe stehen im Raum. Das Unternehmen soll die Aktionäre über Falschbilanzierungen im Ungewissen gelassen haben. So hatte Conergy den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2006 und für das erste Halbjahr 2007 nachträglich korrigieren müssen. Die Bilanz war künstlich aufgebläht worden, indem Umsätze mit Tochtergesellschaften als externe Erlöse verbucht worden waren.

Conergy weist die Schadensersatzklagen jedoch zurück. Gründer und ehemaliger Vorstandschef Rüter erklärte, dass es eine bewusste Falschdarstellung nie gegeben habe. Im April 2009 hatte die BaFin der Conergy AG mitgeteilt, dass sie von der Einleitung eines formellen Ordnungswidrigkeitenverfahrens abgesehen habe. Die Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit dennoch gegen elf Beschuldigte. Erst kürzlich waren Büros und Privaträume durchsucht und Unterlagen beschlagnahmt worden.

Meldung gespeichert unter: Conergy

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