Erst sechs von zehn Senioren haben ein Handy

Dienstag, 28. September 2010 09:51
BITKOM

Prof. Scheer: „Mobiltelefon gerade für Ältere von Vorteil“

Mehr Flexibilität und Sicherheit

BITKOM gibt Tipps zur Geräte- und Tarifwahl

Berlin, 28. September 2010 Erst 61 Prozent der Bundesbürger ab 65 Jahren haben ein Handy. Das hat der Hightech-Verband BITKOM zum „Internationalen Tag der älteren Menschen“ mitgeteilt, der auf Beschluss der Vereinten Nationen jährlich am 1. Oktober begangen wird. „Viele Senioren haben die Vorteile eines Handys schon kennen gelernt, denn gerade für Ältere kann es sich als besonders nützlich erweisen“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. „Im Vergleich zu jüngeren Nutzern gibt es aber noch Nachholbedarf. Manche ältere Menschen trauen sich an Handys nicht heran, obwohl es spezielle Angebote für Senioren gibt.“ Insgesamt besitzen 85 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren ein Handy. Das entspricht 61 Millionen Menschen, wie aus einer Erhebung des Instituts Forsa im Auftrag des BITKOM hervorgeht. Der Trend geht dabei zum Zweit- und Dritthandy, so dass BITKOM mit 111 Millionen Mobilfunk-Anschlüssen in Deutschland bis Ende 2010 rechnet.

„Das Handy bringt nicht nur Flexibilität, sondern auch mehr Sicherheit in den Alltag. Das ist gerade für ältere und gesundheitlich beeinträchtigte Menschen von Vorteil“, so BITKOM-Präsident Scheer. Der Handymarkt bietet eine breite Palette an Geräten, die auf Bedürfnisse unterschiedlicher Nutzergruppen zugeschnitten sind und sich zum Teil sehr gut für Senioren eignen. Daneben gibt es spezielle Seniorenhandys mit einer Notruftaste oder besonders einfacher Bedienung. BITKOM erwartet, dass sich das Angebot weiterentwickelt. Im Hinblick auf ältere Nutzer gebe es Potenzial für drei Arten von Handys: Mobiltelefone mit besonders einfacher Bedienung, Geräte mit Notfall- und Ortungsfunktionen sowie solche mit medizinischen Zusatzfunktionen.

BITKOM gibt Tipps, worauf ältere Kunden bei der Auswahl von Handy und Mobilfunktarif achten können:

1. Spezielle Seniorenhandys

Es gibt inzwischen eine Vielzahl von Seniorenhandys, die von spezialisierten Anbietern auf den Markt gebracht wurden. Sie haben in der Regel ein gut ablesbares Display mit großer Schrift sowie größere Tasten. So klappt die Bedienung auch, wenn die Augen schon nach-gelassen haben. Häufig haben die Geräte eine spezielle Notruftaste. Bei einigen Geräten kann der Notruf so eingestellt werden, dass zuerst Angehörige angewählt werden und anschließend der Rettungsdienst, falls kein Familienmitglied antwortet. Einzelne Modelle haben sogar ein GPS-Modul, mit dem verletzte oder vermisste Personen geortet werden können. Manche Seniorenhandys bieten zudem spezielle Kurzwahl-Tasten für den schnellen Draht zu Angehörigen oder dem Hausarzt. Oft haben Seniorenhandys ein reduziertes Benutzermenü und bieten nur wenige Zusatzfunktionen wie SMS und Wecker. So manches neuere Modell sieht trotz größerer Abmessungen schick aus.

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