Equinix: Sicherheit ist Trumpf

Montag, 18. Juni 2007 18:31
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(IT-Times) Das Geschäft mit Datensicherheit boomt. Bestes Beispiel ist der amerikanische IT-Infrastrukturspezialist Equinix (Nasdaq: EQIX, WKN: 165241). Das Unternehmen bietet Unternehmen Stellplätze für Server in seinen Hochsicherheits-Rechenzentren an. Neutrale IP-Center sollen die Server der Firmenkunden vor verschiedenen Naturkatastrophen, aber auch vor Zwischenfällen militärischer und terroristischer Art schützen.

Nur die wenigsten Firmen können sich eigene Sicherheitsbunker für ihre Server leisten und sind daher auf die Dienste von Equinix angewiesen, dessen IBX-Center einem Fort Knox für Server gleichen. Entsprechend groß ist die Nachfrage nach den Serviceleistungen von Equinix. Im vergangenen Jahr summierte sich der Umsatz auf knapp 287 Mio. Dollar - ein Plus von rund 30 Prozent. Noch schreibt das Unternehmen rote Zahlen, da man vor allem in den weiteren Ausbau seiner IBX-Center investiert, um das starke Wachstum bewältigen zu können. Allein im jüngsten Quartal summierten sich die Kapitalinvestitionen auf 67,1 Mio. Dollar. Weitere 90 Mio. Dollar sollen in den Ausbau der bestehenden Rechenzentren in Silicon Valley fließen, teilte das Unternehmen erst in der Vorwoche mit.

Trotz roter Zahlen kennt der Equinix-Aktienkurs derzeit nur eine Richtung und zwar den nach oben. Wurden die Papiere Anfang 2006 noch bei knapp über 40 Dollar gehandelt, müssen heute fast 90 Dollar für die Titel bezahlt werden. Der Grund hierfür liegt unter anderem in dem rasanten Wachstum des Marktes für professionellen Datenschutz, der längst auf mehrere Milliarden US-Dollar taxiert wird. Gleichzeitig dürften sich die Investitionen und Expansionsvorhaben von Equinix schon im nächsten Jahr auszahlen: Analysten rechnen im nächsten Jahr bereits mit einem Überschreiten der Umsatzmarke von 450 Mio. Dollar und mit nachhaltig schwarzen Zahlen.

Kurzportrait

Die im kalifornischen Foster City ansässige Equinix Inc gilt als führender Anbieter von IT-Infrastruktur-Lösungen. Das im Jahre 1998 gegründete Unternehmen bietet neben Colocation Services, auch Interconnection Dienste und IT-Infrastrukturservices an.

Das Unternehmen bietet insbesondere Großunternehmen an, ihre Server in den neutralen Hochsicherheits-Rechenzentren zu stellen. Inzwischen betreibt Equinix zehn solcher IBX-Zentren (Internet Business Exchanges) in den USA und in Asien. Vor allem die IBX-Center in Kalifornien sollen in den nächsten Jahren noch weiter ausgebaut werden.

Die zwischen 20 bis 50 Mio. Dollar teuren IBX-Center entsprechen höchsten Sicherheitsstandards. Die aus Beton und Kevlar bestehenden IBX-Center sind gegen jede Art von Naturkatastrophen gewappnet, wobei sogar kleinere Atombomben den Gebäuden nichts anhaben können. Auch im Gebäudeinneren sorgen höchste Sicherheitsstandards dafür, dass keine Firmen- und Kundendaten in unbefugte Hände geraten. Biometrische Scanner, neueste Überwachungskameras und äußerst widerstandsfähige Sicherheitstüren mit Sicherheitscodes lassen die IBX-Center wie ein zweites Fort Knox erscheinen.

Die hohen Sicherheitsstandards sind jedoch notwendig, bilden die Server innerhalb der IBX-Center eine Art Knotenpunkt für IP-Netze. Namhafte Großkonzerne haben inzwischen ihre Server in den Rechenzentren von Equinix stehen. Zu den Equinix-Kunden gehören unter anderem Akamai, IBM, AOL, Amazon.com, Electronic Arts, Fox Interactive Media, Google, Microsoft, die NASA, als auch Salesforce.com, Sony und Yahoo.

Daneben will Equinix auch die Kommunikation und den reibungslosen Datenaustausch zwischen den einzelnen Kunden fördern, um den Firmen entsprechende Synergieeffekte zu ermöglichen.

Nachdem Börsengang hielt STT Communications, eine Tochter der Singapore Technologies, noch eine Beteiligung von 15 Prozent an Equinix.

Zahlen

Für das vergangene Märzquartal meldete Equinix einen Umsatzanstieg auf 85,1 Mio. US-Dollar, ein Zuwachs von 31 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Einnahmen im Bereich Colocation, Interconnection und Managed Services steuerten 80,9 Mio. Dollar zum Gesamtumsatz bei.

Insgesamt verzeichnete Equinix im jüngsten Quartal einen Nettoverlust von 4,5 Mio. US-Dollar oder 15 US-Cent je Aktie, womit Equinix zunächst die Erwartungen der Analysten verfehlte. An der Wall Street hatte man ursprünglich mit einem Nettoverlust von nur sechs US-Cent je Aktie kalkuliert.

Die Verwaltungs- und Administrationskosten kletterten im jüngsten Quartal um 12 Prozent auf 31,5 Mio. Dollar. Insgesamt summierten sich die Kapitalausgaben im ersten Quartal auf 67,1 Mio. Dollar.

Meldung gespeichert unter: Equinix

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