Energieeffizienz in Rechenzentren hilft beim Sparen

Freitag, 12. Juni 2009 12:28

(IT-Times) - Man kennt diese Vokabel als Privatperson vom letzten Kauf seines Kühlschranks, vom Waschmaschinenkauf und auch beim Autokauf spielt sie eine Rolle: Die Energieeffizienz. Ein sperriges Wort, das ausdrücken soll, in welchem Verhältnis Leistung (Kühlleistung, Waschleistung oder Fahrleistung) zur eingesetzten Energie (Strom, Wasser, CO2-Ausstoß) stehen. Im B2B-Bereich ist das Stichwort Energieeffizienz bei Kaufentscheidungen längst zu einem schlagkräftigen Argument geworden.

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Investitionen in die Energieeffizienz amortisieren sich rasch

Allein in Deutschland wurde in Rechenzentren im vergangenen Jahr Strom im Wert von 1,1 Milliarden Euro verbraucht. Das bedeutet nach Berechnungen des <img alt="undefined" src="fileadmin/img/icons/external_link_new_window.gif"></img>Borderstep Instituts für Innovation und Nachhaltigkeit, dass vier mittelgroße Kohlekraftwerke für die Versorgung von Rechenzentren und Serveranlagen notwendig sind. In verschiedenen Szenarien wurde ermittelt, dass kleine und mittlere Unternehmen (KMU) rund 399 Mio. Euro an Stromkosten bezahlen müssten. Durch den Wechsel auf eine energieeffiziente IT könnten diese Kosten rasch um bis zum 20 Prozent reduziert werden.

Der gezielte Einsatz von ITK hilft, Energie in vielen anderen Branchen zu sparen: Stromnetze können mit IT gleichmäßiger ausgelastet, Produktionsprozesse effizienter organisiert und LKW-Flotten ohne Leerfahrten optimal eingesetzt werden. Telekommunikationsleistungen können Verkehrsleistungen substituieren. Die Unternehmensberatung McKinsey erwartet in der eigenen SMART 2020-Studie im Auftrag der britischen Climate Group, dass im Jahr 2020 weltweit durch ITK bis zu 7,8 Milliarden Tonnen CO2 eingespart werden können - fünf Mal mehr als durch sie entstehen. Der Netto-Effekt für das Klima ist eindeutig positiv.

Der Branchenverband BIKOM hat die kostenlos herunterladbare Broschüre <img alt="undefined" src="fileadmin/img/icons/external_link_new_window.gif"></img>"Energieeffizienz-Analysen in Rechenzentren" veröffentlicht, die durch Checklisten und Erläuterung von Messverfahren vor allem für die Praxis besonders gut geeignet ist. Dieser Leitfaden richtet sich an Energieberater und an die Betreiber von Rechenzentren. Das Spannende daran: Da die Fragestellung zu Energieeffizienz in Rechenzentren noch in den Kinderschuhen steckt, gibt es hier Einsparpotenziale, die schnell zu einem Return on Investment führen - die sogenannten niedrig hängenden Früchte.

Das Fraunhofer Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT hebt in der Studie <img alt="undefined" src="fileadmin/img/icons/external_link_new_window.gif"></img>„Ökologischer Vergleich der Klimarelevanz von PC und Thin Client Arbeitsplatzgeräten 2008“ hervor, dass nicht allein die Kosten während des Betriebs von Servern und IT-Systemen als relevante Größen einbezogen werden dürfen. Auch die Lebensphasen Produktion, und Recycling und Entsorgung sollten berücksichtigt werden. Und damit ergibt sich schon bei einer relativ geringen Ausstattung von Arbeitsplätzen eine hohes Einsparpotenzial, wenn man verstärkt auf Grüne IT setzt – sowohl betriebs- als auch volkswirtschaftlich.

Externe Berater und Branchenverbände helfen bei Unsicherheiten

Der Branchenverband BITKOM betonte bereits im Frühjahr, dass sich Unternehmen kostenlos in Sachen umweltfreundliche und energieeffiziente Nutzung von Computern, Rechenzentren oder Kommunikationstechnik beraten lassen können. Ergänzend unterstützt wird das Ganze vom Bundesumweltministerium (BMU) und der KfW Bankengruppe. Ziel sei es, bei der Ideenfindung, Planung, Durchführung und Kommunikation von Projekten rund um Green IT und Energieeffizienz zu helfen. Letztlich ein guter Weg, um das Thema in die Öffentlichkeit zu tragen. Dass hierbei allerdings insbesondere Leuchtturmprojekte als Beispiele vorgeführt werden zeigt, dass sich das Ministerium ein wenig selbst auf die Schulter klopft. Und die KfW wäre sicher nicht mit an Bord, wenn im gleichen Atemzug nicht über deren Förderprogramme informiert würde. Und doch: Die Hoffnungen auf Green IT sind immens, die Unsicherheit ist aber noch groß, so dass solche Beratungs-Intitiativen den Unternehmen und den Entscheidern eine Hilfestellung geben können.

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