Electronic Arts - die Zukunft ist digital und mobil

Spiele & Konsolen

Donnerstag, 8. November 2012 14:09
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(IT-Times) - Der US-Spielentwickler Electronic Arts (EA) tut sich weiter schwer bei der Umstellung seines Geschäftsmodells. Noch ist das Unternehmen zu stark abhängig vom Verkauf traditioneller PC- und Konsolen-Spiele - doch es gibt erste Lichtblicke.

Digital-Geschäft boomt
Im jüngsten Quartal hatte Electronics Arts (Nasdaq: EA, WKN: 878372) die Gewinnerwartungen des Marktes leicht übertreffen können. Mit ein Grund für das positive Abschneiden war das digitale Geschäft mit Online-Games und Downloads. Hier kletterten die Umsätze im jüngsten Quartal auf 324 Mio. Dollar, nach 234 Mio. Dollar im Jahr vorher. Dabei profitierte EA eigenen Angaben nach von Online-Versionen seiner Spiele "Battlefield" und "FIFA".

Allein FIFA generierte im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 115 Mio. US-Dollar an Umsätzen für EA. Daneben konnte EA mehr als zwei Millionen Battlefield 3 Premium-Abos verkaufen. Im Mobile-Bereich kann EA ebenfalls Erfolge vorweisen. Die Umsätze mit Mobile-Spielen legten um 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Das von EA entwickelte Simpsons-Spiel "Simpsons: Tapped Out" für iOS befindet sich seit Wochen in den Top-Charts für iPhone-Spiele.

13 neue Spiele für Google Nexus Geräte
Auch sonst geht EA im Mobile-Bereich in die Offensive. In der Vorwoche stellte EA 13 neue Spiele für die Google-Geräte Nexus 4 (Smartphone) und Nexus 10 (Tablet) vor, darunter Kracher wie "Need for Speed: Most Wanted", "The Sims FreePlay", "Tetris Free" und "World Series of Poker".

Derzeit sind insgesamt 20 Spiele-Titel aus dem Hause EA für den Nexus 7 Tablet verfügbar, heißt es bei EA. Der Bereich gilt als großer Zukunftsmarkt, dürfte der mobile Spielemarkt in den nächsten Jahren um jährlich 16,6 Prozent wachsen und im Jahr 2014 die Marke von 18 Mrd. US-Dollar erreichen (Quelle: Research and Markets).

Exklusivabkommen mit Nazara Technologies
Um im vielversprechenden afrikanischen Mobile-Spielemarkt weiter Fuß zu fassen, schloss EA jüngst ein exklusives Vertriebsabkommen mit dem Mobile-Spielevermarkter Nazara Technologies.

Nazara wird EA Mobile-Games an mehr als 770 Mobile-Kunden in ganz Afrika vermarkten. So sollen EA-Spiele wie "Need for Speed" und "FIFA 13" über die Java- und Android-Plattform "N Play", die von Nazara betrieben wird, zur Verfügung gestellt werden. Es ist nicht das erste Mal, dass Nazara und EA zusammenarbeiten, zuvor hatte Nazara bereits EA-Spiele an Kunden im Mittleren Osten und Indien gebracht.

Kurzportrait

Electronic Arts (EA), ansässig im kalifornischen Redmond, entwickelt seit 1982 Computerspiele. Dabei spezialisiert sich das Unternehmen nicht nur auf eine Plattform, sondern bietet Spiele sowohl für den PC, als auch für andere Plattformen aus dem Hause Sony, Nintendo und Microsoft an. Vor allem durch legendäre Titel wie Madden NFL, SimCity, und Ultima Online machte sich das Unternehmen einen Namen. Das Haus publiziert seine populären Titel unter den Labels EA Sports, EA Games, sowie unter EA Play.

Zudem beteiligte sich EA an dem schwedischen Entwicklerstudio Digital Illusions - das Studio wurde Ende 2004 vollständig übernommen. Gleichzeitig schloss EA im Oktober die Übernahme von Criterion Software ab. Anfang 2005 beteiligte sich EA mit 19,9 Prozent an dem französischen Spielentwickler Ubisoft. Ende 2005 übernahm man den führenden Entwickler von Mobilfunkspielen Jamdat Mobile. Jamdat wurde inzwischen in die Einheit EA Mobile integriert. Mitte 2006 kaufte EA den Online-Rollenspielspezialisten Mythic Entertainment, aus der die Einheit EA Mythic hervorging. Ende 2006 schluckte EA das auf die Wii-Konsole spezialisierte Entwicklerstudio Headgate Studios. Im Frühjahr 2007 beteiligte sich EA mit 15 Prozent an dem chinesischen Online-Spielespezialisten The9, nachdem man sich bereits 19 Prozent der Anteile an dem südkoreanischen Online-Spielespezialisten Neowiz sicherte. Mitte 2007 eröffnete EA ein eigenes Büro in Moskau, um den russischen Markt besser bedienen zu können. Ende 2007 übernahm EA mit BioWare und Pandemic zwei weitere Entwicklerstudios. Später kaufte EA mit Hands-On-Mobile und ThreeSF erneut zu. Ende 2008 übernahm EA das südkoreanische Entwicklerstudio J2M. Ende 2009 wurde das Social-Gaming-Portal Playfish übernommen. Im Frühjahr 2011 schluckte EA den iPhone-Spielehersteller Firemint. Im Sommer 2011 wurde der Spielentwickler PopCap Games aufgekauft.

Ferner vertreibt das Unternehmen über 4.000 Spieletitel von Drittanbietern. Über das Internet-Portal EA.com bietet das Unternehmen nicht nur einen kostenlosen Online-Spieledienst an, sondern auch gebührenpflichtige Services.

Daneben betreibt das Unternehmen die Tochter und Spieleplattform pogo.com im Internet. Pogo.com versteht sich als eine Online-Spielgemeinschaft. Gleichzeitig betreibt EA aber auch den Game Channel im Rahmen des Online-Angebots von AOL.

Zahlen

Für das vergangene zweite Fiskalquartal 2013 meldete EA einen Umsatz von 711 Mio. US-Dollar, nach 715 Mio. Dollar im Jahr vorher. Dabei musste der Spielentwickler einen Verlust von 381 Mio. US-Dollar oder 1,21 Dollar je Aktie ausweisen, nach einem Minus von 340 Mio. Dollar oder 1,03 Dollar je Aktie im Jahr vorher. Der angepasste Umsatz summierte sich auf 1,08 Mrd. Dollar und der angepasste Nettogewinn auf 15 US-Cent je Aktie, womit EA die Gewinnerwartungen der Wall Street um vier Cent je Aktie übertreffen konnte.

Meldung gespeichert unter: Electronic Arts

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