Electronic Arts auf Erholungskurs - Aktien auf 5-Jahreshoch

US-Spielentwickler sieht sich wieder im Aufwind

Dienstag, 6. August 2013 13:43
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(IT-Times) - Nachdem Horror-Jahr 2012 scheint der US-Spielentwickler Electronic Arts (EA) die Wende eingeleitet zu haben. EA-Aktien notieren inzwischen auf 5-Jahreshoch, nachdem das Unternehmen seine digitalen Erlöse weiter steigern und die Abhängigkeit vom Geschäft mit abgepackten PC-Spielen weiter reduzieren konnte.

Pünktlich zum 25-jährigen Geburtstag der Madden NFL Football-Reihe scheint EA wieder auf Kurs. In den nächsten fünf Jahren will Electronic Arts (Nasdaq: EA, WKN: 878372) die Mehrheit seines Umsatzes mit digitalen Downloads erwirtschaften. Die Online-Verkäufe zogen im jüngsten Quartal bereits um 17 Prozent auf 378 Mio. US-Dollar an. Erfolge feierte EA vor allem mit digitalen Titeln wie „Simpsons: Tapped Out“ und „Real Racing“.

Spielevermarktung über die Cloud
Damit das Geschäft noch schneller wächst, schloss EA jüngst einen Deal mit der Tokioter Cloud-Gaming-Firma G-cluster. Im Rahmen der Kooperation wird EA künftig high-end Spiele direkt zum Konsumenten über G-clusters Cloud-Service ins Wohnzimmer liefern.

Das Besondere an dem Cloud-Service. Der Spieler braucht keine Konsole mehr und kann das Game direkt über den Fernseher genießen, wenn dieser über einen Breitbandanschluss verfügt.

Für EA ist der Deal ein großer Schritt nach vorn, hat der Spielentwickler bis dato darauf verzichtet, Cloud-Spiele über Services wie OnLive anzubieten. Bei G-cluster ist man zuversichtlich, dass man EA dabei helfen wird, neue Kunden zu finden. Welche Spiele im Detail über G-cluster verfügbar sein werden, soll später bekannt gegeben werden, wie die Financial Post berichtet.

EA schließt EA Phenomic
Unterdessen gehen bei EA die Aufräumarbeiten weiter, um weiter Kosten zu sparen. Jüngstes Opfer ist das Entwicklerstudio EA Phenomic, welches im Juli geschlossen wurde, so der Branchendienst GamesIndustry International. Betroffen von der Schließung sind etwa 60 Entwickler. Das Studio zeichnete für Titel wie Comand & Conquer: Tiberium Alliances und Spellforce verantwortlich.

EA kaufte das Studio Phenomic Game Development in 2006 benannte das Game-Haus in EA Phenomic um. Die Schließung von EA bedeutet jedoch nicht die Abkehr vom Strategy-Segment oder free-to-play Spiele, beschwichtigt EA. Stattdessen will sich EA auf wenige Flagschiff-Titel für die kommende Konsolengeneration konzentrieren.

EA-Spiele für Xbox One & Co werden teurer
Noch in diesem Jahr werden mit der PlayStation 4 (PS4) von Sony und der Xbox One von Microsoft zwei neue Spielekonsolen auf den Markt kommen und das Geschäft der Game-Hersteller beflügeln.

Der in England ansässige Spielehändler GAME hat bereits bestätigt, dass EA die Preise für seine Spiele für die kommende Konsolengeneration (PS4, Xbox One) anheben wird. Statt 39,99 britische Pfund, sollen die neuen EA-Spiele für die Xbox One & Co künftig 54,99 Pfund kosten, berichtet Tech Radar.

Offiziell bestätigen wollte EA die höheren Preise noch nicht. Allerdings dürften kommende Spiele wie FIFA 14 und Battlefield 4, die im Herbst 2013 auf den Markt kommen werden, sicherlich nicht billiger werden.

Kurzportrait

Electronic Arts (EA), ansässig im kalifornischen Redmond, entwickelt seit 1982 Computerspiele. Dabei spezialisiert sich das Unternehmen nicht nur auf eine Plattform, sondern bietet Spiele sowohl für den PC, als auch für andere Plattformen aus dem Hause Sony, Nintendo und Microsoft an. Vor allem durch legendäre Titel wie Madden NFL, SimCity, und Ultima Online machte sich das Unternehmen einen Namen. Das Haus publiziert seine populären Titel unter den Labels EA Sports, EA Games, sowie unter EA Play.

Zudem beteiligte sich EA an dem schwedischen Entwicklerstudio Digital Illusions - das Studio wurde Ende 2004 vollständig übernommen. Gleichzeitig schloss EA im Oktober die Übernahme von Criterion Software ab. Anfang 2005 beteiligte sich EA mit 19,9 Prozent an dem französischen Spielentwickler Ubisoft. Ende 2005 übernahm man den führenden Entwickler von Mobilfunkspielen Jamdat Mobile. Jamdat wurde inzwischen in die Einheit EA Mobile integriert. Mitte 2006 kaufte EA den Online-Rollenspielspezialisten Mythic Entertainment, aus der die Einheit EA Mythic hervorging. Ende 2006 schluckte EA das auf die Wii-Konsole spezialisierte Entwicklerstudio Headgate Studios. Mitte 2007 eröffnete EA ein eigenes Büro in Moskau, um den russischen Markt besser bedienen zu können. Ende 2007 übernahm EA mit BioWare und Pandemic zwei weitere Entwicklerstudios. Später kaufte EA mit Hands-On-Mobile und ThreeSF erneut zu. Ende 2008 übernahm EA das südkoreanische Entwicklerstudio J2M. Ende 2009 wurde das Social-Gaming-Portal Playfish übernommen. Im Frühjahr 2011 schluckte EA den iPhone-Spielehersteller Firemint. Im Sommer 2011 wurde der Spielentwickler PopCap Games aufgekauft.

Ferner vertreibt das Unternehmen über 4.000 Spieletitel von Drittanbietern. Dieses Geschäft trug in der Vergangenheit etwa ein Fünftel des gesamten Umsatzvolumens von EA. Über das Internet-Portal EA.com bietet das Unternehmen nicht nur einen kostenlosen Online-Spieledienst an, sondern auch gebührenpflichtige Services.

Daneben betreibt das Unternehmen die Tochter und Spieleplattform pogo.com im Internet. Pogo.com versteht sich als eine Online-Spielgemeinschaft. Die Plattform verzeichnet inzwischen mehr als 1,7 Million registrierte Nutzer weltweit. Gleichzeitig betreibt EA aber auch den Game Channel im Rahmen des Online-Angebots von AOL.

Zahlen

Meldung gespeichert unter: Electronic Arts

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