EIAA: 50 Prozent der Frauen kaufen Kleidung online

Donnerstag, 24. Januar 2008 17:29

EIAA Mediascope Europe 2007

- Deutsche Internetnutzerinnen liegen mit über 177 Millionen online gekauften Artikeln pro Halbjahr weit über europäischem Durchschnitt
- Jeder zweite männliche Online-Shopper aus Deutschland bevorzugt Elektrogeräte und -zubehör aus dem Internet
- Der durchschnittliche europäische Online-Shopper gibt innerhalb von sechs Monaten 747 Euro im Internet aus

LONDON, 24. Januar 2008 - Der Einkaufsbummel im Internet ist unter deutschen Frauen bereits genauso beliebt wie die Shoppingtour durch die Lieblingsgeschäfte der Stadt. Vor allem bei Fashionartikeln liegen die Online-Boutiquen im Internet voll im Trend: Nahezu jede zweite deutsche Online-Shopperin (44 Prozent) kauft ihre Kleidung mittlerweile im Netz. Damit gehören Modeprodukte neben Büchern (55 Prozent) zu den beliebtesten Einkaufsartikeln der deutschen Internetnutzerinnen. Das hat die von der EIAA (European Interactive Advertising Association), dem Branchenverband der pan-europäischen Online-Vermarkter, in Auftrag gegebene Studie "Mediascope Europe 2007" für einen Zeitraum von sechs Monaten ergeben. Befragt wurden im Rahmen dieser Studie über 7.000 Internetnutzer in ganz Europa, davon mehr als 1.000 in Deutschland. Für Deutschland hat die Umfrage ergeben, dass bereits 79 Prozent der deutschen Internetnutzerinnen im Internet einkaufen. Dabei erwerben sie innerhalb eines halben Jahres über 177 Millionen Artikel. Die deutschen Online-Shopperinnen liegen damit weit über dem europäischen Durchschnitt (64 Millionen). Nur in Großbritannien kaufen die Frauen europaweit mehr Artikel im Internet ein (243 Millionen). Für ihren Einkauf informieren sich über die Hälfte aller deutschen Internet-Shopper und -Shopperinnen (54 Prozent) auf den Websites bekannter Markenartikler (Europa: 55 Prozent). Die Markenwelten im Internet sind für die Kaufentscheidung damit genauso wichtig wie das Geschäft in der Stadt (56 Prozent). Die männlichen deutschen Online-Shopper zieht es dabei vor allem auf die Websites der Technikanbieter: Elektrogeräte und -zubehör stehen bei ihnen gemeinsam mit Büchern (jeweils 51 Prozent) ganz oben auf dem Einkaufszettel. Aber auch für offline getätigte Einkäufe spielt das Internet eine zunehmend wichtige Rolle als Informationsquelle.

Deutsche Internetnutzer gehören zu den aktivsten Online-Shoppern in Europa

Deutsche Internetnutzer kaufen im europäischen Vergleich sehr häufig im Web ein und bestellten im relevanten Zeitraum von sechs Monaten über 341 Millionen Artikel. Nur die Briten griffen öfter im Internet zu (486 Millionen Artikel). Die deutschen User liegen damit deutlich über dem europäischen Durchschnitt von 132 Millionen Artikeln. Insgesamt befindet sich der deutsche Internetsurfer mit einem durchschnittlichen Warenwert von 558 Euro im europäischen Mittelfeld. Der europäische Durchschnittsnutzer kauft für 747 Euro im Internet ein. Vor allem in Norwegen (1.203 Euro), UK (1.195 Euro) und Dänemark (1.170 Euro) geben die Internetnutzer für ihre Online-Einkäufe deutlich mehr Geld aus.

Die Top 10 der Online-Shopping-Artikel

Besonders beliebt sind bei den deutschen Internetnutzern Elektronik-Artikel: Knapp drei Viertel (71 Prozent) der Befragten recherchieren hierzu online. Fast jeder Zweite (45 Prozent) kauft Elektronikgeräte und -zubehör auch über das Internet. Gleichauf in der Beliebtheit liegen Bücher, über die sich nahezu zwei Drittel (63 Prozent) der deutschen User online informieren. Über die Hälfte von ihnen (52 Prozent) bestellt Bücher im Internet. Ebenfalls gefragt sind Urlaubsreisen: 69 Prozent der befragten deutschen Nutzer recherchieren online nach entsprechenden Urlaubsangeboten. Mehr als ein Drittel (35 Prozent) bucht die Reisen auch online. Auf den weiteren Plätzen der Top 10 der beliebtesten Online-Angebote folgen Kleidung, Konzertkarten, CDs, Autos, Handys und Kinotickets. In Europa liegen Reisetickets (74 Prozent Recherche, 54 Prozent Online-Kauf) ganz vorne. Es folgen Urlaubsangebote (73 Prozent, 42 Prozent), Elektronikgeräte (58 Prozent, 33 Prozent), Bücher (54 Prozent, 40 Prozent) und Eintrittskarten für Konzerte oder andere Veranstaltungen (49 Prozent, 38 Prozent).

"Das Internet etabliert sich immer stärker sowohl als Shoppingkanal als auch als entscheidende Informationsquelle zur Vorbereitung von Kaufentscheidungen im Alltag der europäischen Internetnutz", so René Lamsfuß, Leiter Marktforschung United Internet Media und Mitglied der EIAA Researcher Group. "Die EIAA-Studie zeigt deutlich, dass vor allem Marken-Websites einen steigenden Einfluss auf das Kaufverhalten haben. Für werbetreibende Unternehmen ist das Internet damit zu einem unverzichtbaren Marketingkanal geworden, an dem sie nicht mehr vorbeikommen."

Meldung gespeichert unter: EIAA

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