Dynamischer Investitionswettbewerb: Deutsches Breitband-Erfolgsmodell wird zum Vorbild für die USA

Breitbandausbau

Mittwoch, 28. Januar 2015 10:09
BREKO

Der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) begrüßt den Kurswechsel der USA beim Thema Breitbandausbau mit Highspeed-Glasfaser-Anschlüssen. Nur Vielfalt und Wettbewerb sowie die immer wichtiger werdende Zusammenarbeit mit Städten und Kommunen können den flächendeckenden Glasfaserausbau entscheidend voranbringen und Menschen und Unternehmen gleichzeitig attraktive Preise für ultraschnelle Internet-Anschlüsse garantieren.

Hintergrund: US-Präsident Barack Obama höchstselbst hat vor wenigen Tagen angekündigt („Community-based broadband solutions – The benefits of competition and choice for community development and highspeed internet access“), den ins Stocken geratenen Breitbandausbau in den Vereinigten Staaten – insbesondere außerhalb der Städte und Ballungsräume – wieder anzukurbeln. Dabei setzt Obama beim Thema Highspeed-Internet stark auf Städte und Kommunen sowie weitere Maßnahmen wie die Vergabe zinsgünstiger Kredite für den Netzausbau im ländlichen Raum sowie den Abbau lokaler / regionaler Monopole bereits vorhandener Carrier, damit Interessenten künftig die Wahl zwischen verschiedenen Netzbetreibern haben.

„Offensichtlich ist in den USA die Erkenntnis gereift: Die einseitige Fokussierung auf wenige große Player führt zu Monopolen und beschleunigt mitnichten den Breitbandausbau“, sagt BREKO-Präsident Norbert Westfal. „Aus diesem Grunde hat Europa die USA in puncto Verfügbarkeit von Glasfaseranschlüssen im vergangenen Jahr bereits überholt. Zudem belegen aktuelle Zahlen, dass die Preise für Breitbandanschlüsse in den USA zwischen 2012 und 2014 als Folge mangelnden Wettbewerbs sogar gestiegen sind – ein Szenario, das wir hierzulande bislang verhindern konnten und auch weiterhin verhindern wollen.“ Westfal betont: „In Deutschland zahlt man für einen Breitbandanschluss bislang gerade einmal die Hälfte dessen, was in den USA für die gleiche Leistung fällig wird.“

Der BREKO tritt hierzulande schon seit langem nachdrücklich für einen dynamischen Investitionswettbewerb ein, im Rahmen dessen der Wettbewerb zwischen allen Marktteilnehmern – insbesondere auch zwischen einer Vielzahl lokaler und regionaler Netzbetreiber sowie der Deutschen Telekom – den flächendeckenden Glasfaserausbau nachhaltig voranbringt. Schon bislang haben die alternativen deutschen Breitbandanbieter seit der Liberalisierung des TK-Markts nachweislich den überwiegenden Teil (rund 55 Prozent) der Gesamtinvestitionen geleistet.

„Die in Ballungsgebieten, insbesondere aber auch in ländlichen und unversorgten Regionen operierenden BREKO-Carrier finden – immer häufiger im Rahmen von Kooperationen mit Städten und Kommunen – innovative und individuelle Lösungen für die flächendeckende Versorgung mit modernen Glasfaseranschlüssen“, bekräftigt BREKO-Geschäftsführer Dr. Stephan Albers. „Im Rahmen solcher Kooperationen steht der eigenwirtschaftliche, also von Netzbetreibern finanzierte Ausbau, natürlich weiter im Vordergrund.“

Und auch aktuell unterstreichen die mehr als 115 Netzbetreiber des BREKO ihren Anspruch, mit der Umsetzung der BREKO Glasfaser-Offensive einen wesentlichen Beitrag zur Digitalisierung von Gesellschaft und Wirtschaft beizusteuern – was sich im zentralen Motto „Wir bauen die Netze“ konsequent widerspiegelt. So zeichnen die BREKO-Carrier zwischen Mitte 2013 und Mitte 2014 für 55 Prozent der neuen Highspeed-Anschlüsse außerhalb der Ballungszentren verantwortlich.

In diesem Jahr wollen die Netzbetreiber des BREKO weiteren rund 600.000 Haushalten einen Highspeed-Internet-Anschluss per FTTC zur Verfügung stellen. Doch die BREKO-Carrier bringen die ultraschnelle Glasfaser auch direkt bis ins Haus oder die Wohnung und planen, bis Ende 2015 mehr als 400.000 Haushalte mit FTTB- oder FTTH-Anschlüssen zu versorgen. Schon jetzt (Stand: Mitte 2014) stellen die BREKO-Netzbetreiber rund die Hälfte aller in Deutschland verfügbaren FTTB-/FTTH-Glasfaseranschlüsse.

„Deutschland ist ein hervorragendes Beispiel, wie dynamischer Investitionswettbewerb – insbesondere durch individuelle und innovative Lösungen lokaler und regionaler Netzbetreiber – den Breitbandausbau spürbar voranbringt. Dieses Erfolgsmodell, das nun auch die USA mit ihrem jüngst vollzogenen Kurswechsel als sinnvollste Strategie verfolgen, muss die Leitschnur für ganz Europa sein“, resümiert BREKO-Vizepräsident Johannes Pruchnow. „Diese Tatsachen haben wir auch dem EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, Guenther Oettinger, bei unseren jüngsten Gesprächen in Brüssel und Berlin deutlich aufgezeigt.“

Herzliche Grüße aus dem BREKO-Hauptstadtbüro,

Marc Kessler

Meldung gespeichert unter: Breitband

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