DivX auf dem Weg zum de facto Standard

Montag, 18. Dezember 2006 00:00

(IT-Times) Spätestens nachdem Milliarden-Deal mit Google und YouTube gilt der Bereich Online-Videoservices als heißes Eisen. Innerhalb zwei Jahren hatte sich das Startup YouTube an die Spitze der Online-Videoportale katapultiert. 1,6 Mrd. Dollar lies sich Google anschließend die Übernahme des Highflyers kosten.

Mit DivX (Nasdaq: DIVX<DIVX.NAS>, WKN: A0KFQE<N1V.FSE>) wagte sich Ende September der Video- und Codec-Spezialist DivX aufs Börsenparkett in New York. Nachdem die Papiere zu 16 US-Dollar bei den Anlegern platziert wurden, legten diese bis dato um knapp 80 Prozent zu. Hintergrund der Euphorie ist der Glaube an die langfristigen Wachstumsperspektiven des Unternehmens. Denn DivX ist bereits heute schon profitabel und erwirtschaftet ansehnliche Gewinne, wie das jüngste Quartal zeigt.

DivX ruft Videoportal Stage6 ins Leben

Im November rief DivX dann mit Stage6 sein eigenes Online-Videoportal ins Leben, dass es mit dem Google-Portal YouTube aufnehmen soll. Auch über Stage6 lassen sich Videos hochladen und mit anderen Nutzern teilen. Nutzer haben dabei Möglichkeit ihre Werke durch die Integration von Digital Right Management Techniken vor unerlaubten Kopieren zu schützen.

Im Rahmen einer langfristigen Strategie will DivX über sein neues Videoportal auch TV-Shows und Filme als kostenpflichtige Downloads anbieten. Bislang konnte DivX aber hierfür noch keinen größeren Partner vorweisen.

So stellt weiterhin das Lizenzgeschäft eine der Haupteinnahmequellen des Unternehmens dar. Mit mehr als 50 Mio. weltweit verkauften DivX-zertifizierten Geräten sieht sich das Unternehmen erst am Anfang eines viel versprechenden Marktes - und bereits als de facto Standard in einem lukrativen Markt. Schließlich tragen inzwischen 80 Prozent aller in Europa ausgelieferten DVD-Player das DivX-Logo.

Kurzportrait

Die im Jahre 2000 gegründete und im kalifornischen San Diego ansässige DivX gilt als führender Anbieter von Video-Kompressions- bzw- Dekompressionstechnik. Die Codec-Software des Unternehmens wurde eigenen Angaben zufolge bereits mehr als 250 Mio. Mal aus dem Internet geladen. Das Unternehmen sieht seine Software daher als de facto Standard im Web, wenn es um Video-Kompressionstechnologie geht.

Das weltweit sehr populäre Softwarebundle DivX Player Bundle besteht aus dem DivX Video Codec, sowie aus dem DivX Player und dem DivX Web Player, der sich speziell an Blogger und Webmaster richtet, um Videos auf Webseiten einzubinden. Mit DivX Pro bietet das Unternehmen aber auch eine erweiterte Profi-Software seiner Anwendung an. Diese wird ergänzt durch DivX for Mac, einer speziellen Software für Macintosh-Computer. Das Bundle DivX Create Bundle umfasst neben dem DivX Code, den DivX Player und dem DivX Web Player zusätzlich auch den DivX Converter, die es dem Anwender erlaubt, Daten anderer Mediaformate in ein DivX-Format via Drag&Drop zu konvertieren.

Mit seinem Open Video System (OVS) bietet das Unternehmen auch eine Lösung für Konzerne an. Durch den vollständigen gehosteten Service können Content-Anbieter Videoinhalte, die auf DivX-Technik basieren, über das Internet ausliefern. Über OVS sollen Content-Provider in der Lage sein, ihren eigenen Web-Shop im Netz zu etablieren und hierüber Online-Inhalte zu verkaufen.

Daneben bietet das Unternehmen vier Zertifizierungsprogramme für Hardware-Hersteller an. Zu den Kunden der Gesellschaft zählen neben Philips Electronics auch Samsung Electronics. Als Partner gelten unter anderem der US-Suchmaschinenspezialist Google sowie der Firefox-Entwickler Mozilla.

Im Frühjahr 2006 verstärkte sich DivX durch die Übernahme von Coporate Green, einem Anbieter von Community-Tools (flippol). Ende 2006 startete DivX die Video-Community-Seite Stage6.

Zahlen

Für das vergangene dritte Quartal 2006 meldet DivX einen Umsatzsprung auf 15,4 Mio. US-Dollar, was einem Plus von 83 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Der Nettogewinn zog dabei auf 3,1 Mio. Dollar oder zehn US-Cent je Aktie an, nach einem Plus von 763.000 Dollar oder zwei US-Cent je Aktie im Jahr vorher.

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