Dezentraler Breitbandausbau lässt weiße Flecken verschwinden

Freitag, 23. November 2012 15:14
BREKO

Rund 300 Gäste aus der TK-Branche, Politik, Wissenschaft und Medien besuchten die BREKO-Jahrestagung in Berlin. Auf dem gestrigen Event drehte sich alles um den regionalen und kommunalen Breitbandausbau; auch das topaktuelle Thema Vectoring wurde heiß diskutiert. Den frischgedruckten Breitband Kompass 2013 Plus gab es gratis dazu.

Bonn / Berlin: 23. November 2012: Schnelles Internet vor Ort bringen. Innovative Geschäftsmodelle umsetzen. Geeignete Finanzierungsmöglichkeiten finden. Auf der gestrigen Jahrestagung des Bundesverbandes Breitbandkommunikation e.V. (BREKO) in Berlin drehte sich alles um den kommunalen und regionalen Breitbandausbau und aktuelle Branchen- und Markt-Trends. BREKO-Präsident Ralf Kleint und Vizepräsident Johannes Pruchnow begrüßten rund 300 Gäste aus TK-Branche, Politik, Wissenschaft und Medien. Hans-Joachim Otto, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, schilderte in einem Impulsstatement die Sicht der Bundesregierung auf die Branche und sprach dabei auch das Thema Vectoring an. Er machte deutlich, dass aus seiner Sicht Vectoring eine innovative Technologie ist, die unter wettbewerbskonformen Marktbedingungen geeignet ist, das Erreichen der Breitbandziele der Bundesregierung zu unterstützen.

Dr. Wolfgang Spahn, Geschäftsführer der KEYMILE, die die Veranstaltung gesponsort hat, zeigte unter dem Titel „Evolution der Breitbandnetze“ die Entwicklungsstufen von VDSL, FTTH und FTTB auf und verdeutlichte damit, dass die Breitbandziele der Bundesregierung nur über die von den BREKO-Mitgliedern verfolgte Multi-Access-Strategie erreicht werden können. Der stellvertretende Vorsitzende der schleswig-holsteinischen CDU, Ingbert Liebing, MdB signalisierte anschließend, dass die Politik sich künftig für geeignete Investitions- und Förderprogramme einsetzen wird – der BREKO hatte auf das Fehlen solcher Programme wiederholt aufmerksam gemacht. In allen Vorträgen und Diskussionen wurde deutlich, dass der Breitbandausbau dezentral, schrittweise und bedarfsgerecht erfolgt – insbesondere in dünn besiedelten Regionen spielt zudem Open Access eine wichtige Rolle. Dies zeigt sich auch im Breitband Kompass 2013 Plus, der auf der Jahrestagung präsentiert wurde und ab sofort auf der BREKO-Homepage zur Verfügung steht. Darin hat der Verband die erfolgreichen Ausbauprojekte seiner Mitgliedsunternehmen zusammengefasst.

Auch das derzeit in Branche und Medien heiß diskutierte Vectoring kam bei der BREKO-Jahrestagung noch einmal auf den Tisch: Auf dem hochkarätig besetzten Podium diskutierten unter anderem Dr. Iris Henseler-Unger (Bundesnetzagentur), Ralf Kleint (BREKO) und Dr. Dido Blankenburg (Telekom Deutschland). Dabei machte Kleint seine Forderung deutlich: „Der Einsatz von Vectoring geht auf gar keinen Fall im Alleingang der Deutschen Telekom. Die innovative Technologie muss für alle Marktteilnehmer wettbewerbskonform zur Verfügung gestellt werden.“ Und Johannes Pruchnow (Vizepräsident BREKO) ergänzte: „Wir werden als Verband alles daran setzen, dass Vectoring von alternativen Wettbewerbern für den Breitbandausbau in Deutschland genutzt werden kann.“ An verschiedenen Stellen dieses Panels wurde klar, dass noch eindeutig zu klären ist, was die Technik kann. Die Vizepräsidentin der Bundesnetzagentur sah es als ein wünschenswertes Ergebnis des nächsten NGA-Forums an, wenn die Wettbewerber und die Deutsche Telekom AG sich auf einen gemeinsamen Feldtest einigen könnten. Generell pointierte sie: „Ein konstruktives Gespräch zwischen beiden Seiten kann ein eventuelles Beschlusskammerverfahren beschleunigen“ und fügte hinzu: „Der Wettbewerb hat bislang Investitionen getrieben. Das ich sehe ich auch zukünftig so.“

Zum Abschluss der Jahrestagung sah BREKO-Geschäftsführer Dr. Stephan Albers den Breitbandausbau auf einem guten Weg: „Ich bin immer wieder beeindruckt, wie ideenreich, individuell und engagiert der Breitbandausbau in den Regionen vorangetrieben wird – dies zeigt nicht zuletzt der neue BREKO Breitband Kompass 2013 Plus, der fast doppelt so dick ist wie vor einem Jahr. Die erfolgreichen Geschäftsmodelle der alternativen Carrier machen deutlich, dass die besten Breitbandlösungen im Wettbewerb erbracht werden.“

Über den BREKO:

Der Bundesverband Breitbandkommunikation e. V. (BREKO) repräsentiert den Großteil der Festnetzwettbewerber der Telekom Deutschland. Unsere Mitglieder vermarkten ihre Produkte vor allem auf Basis eigener Infrastruktur in Kombination mit dem entbündelten Teilnehmeranschluss (TAL) der Telekom Deutschland; vermehrt bieten sie aber auch eigene hochleistungsfähige Glasfaseranschlüsse direkt zum Kunden (FTTH/B) an.

Meldung gespeichert unter: BREKO

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