Comcast und General Electric formen Joint-Venture - Vivendi freut‘s

Mittwoch, 2. Dezember 2009 12:57
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NEW YORK (IT-Times) - Der geplante Verkauf der Anteile des französischen Medien- und Telekommunikationskonzerns Vivendi S.A. an NBC Universal wird nun mit immer mehr Einzelheiten unterfüttert. Die am Deal beteiligten Unternehmen schwiegen allerdings bislang zu den Medienberichten. Bei NBC Universal handelt es sich um ein Tochterunternehmen von General Electric, welches im Bereich Film und TV tätig ist. Derzeit befinden sich rund 20 Prozent der Anteile an NBC Universal im Besitz von Vivendi. Der Preis für diese Beteiligung soll bei stolzen 5,8 Mrd. US-Dollar liegen. Sollten sich nun die Gerüchte über einen Vorvertrag bezüglich des Verkaufs der Anteile von Vivendi bewahrheiten, wäre die geplante Trennung von NBC Universal einen Schritt voran gekommen. Einen Käufer für das Film-Unternehmen hat General Electric indessen mit Comcast Corp. (Nasdaq: CMCSA, WKN: 157484) , größter US-Kabelnetzbetreiber, bereits gefunden. Die Möglichkeit, dass General Electric die 80 Prozent der Anteile, welche das Unternehmen selbst an NBC Universal hält, an Comcast verkauft, ist ausgeschlossen. Eine Trennung von der Filmsparte ist nur möglich, wenn 100 Prozent der Anteile den Besitzer wechseln. Bislang scheiterten entsprechende Pläne von General Electric an einer fehlenden Einigung mit Vivendi. Wie nun verschiedene Medien meldeten, sollen sich General Electric und Comcast bereits im Vorfeld über einen Gesamtkaufpreis von 30 Mrd. Dollar verständigt haben. Daher habe man bei General Electric auch unter Druck gestanden, möglichst schnell eine Einigung mit Vivendi zu erzielen. Ursprünglich wollte man nur 4,8 Mrd. Dollar für die Anteile der Franzosen zahlen, musste dann aber nachgeben. Nun planen General Electric und Comcast die Gründung eins Gemeinschaftsunternehmens, an dem Comcast die Mehrheit halten soll. General Electric soll sich dann, so mit den Vorgängen vertraute Personen, in den nächsten sieben Jahren schrittweise zurückziehen. Die Auszahlung von General Electric erfolge daher nicht auf einmal, sondern schrittweise über die Erträge des neuen Joint Ventures. Auf diese Weise will Comcast die eigenen Barmittelbestände schonen und sich dennoch langfristig alle Teile an NBC Universal sichern. Aufatmen kann man indessen wohl nur in Paris. Während für Vivendi der Anteilsverkauf nach der Vertragsunterzeichnung in trockenen Tüchern sein dürfte, müssen Comcast und General Electric die Untersuchung der US-Wettbewerbsaufsicht abwarten. Ob diese Befürchtungen in den USA hinsichtlich der Einschränkung der Medienvielfalt und einer zu großen Marktbeherrschung Recht geben wird, bleibt abzuwarten. (kat/rem)

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