Colexon Energy - Eigenbetrieb soll weiteres Wachstum sichern

Montag, 4. Januar 2010 12:48
Colexon Energy

(IT-Times) - Der Solarprojektierer Colexon Energy AG (WKN: 525070) kann optimistisch in das neue Jahr blicken. Im Dezember konnte sich das Unternehmen eine Finanzierung über 21 Mio. Euro sichern, wodurch das Unternehmen einen Grundstein zur Finanzierung des operativen Wachstums für 2010 gelegt hat.

Auch in 2010 stehen die Zeichen auf den deutschen Solarmarkt weiter auf Wachstum. Die Solarexperten und Markforscher aus dem Hause Photon gehen davon aus, dass allein Deutschland in diesem Jahr Solarprojekte im Volumen von 3.000 bis 4.000 Megawatt realisiert werden. Hintergrund ist der rasante Preisverfall bei Solaranlagen. So sind die Kosten für Solaranlagen im Jahr 2009 im Schnitt um 26 Prozent gesunken, so Angaben des Branchenverbands BSW. Die Vergütung für die Einspeisung von Solarstrom ins Stromnetz ist zunächst aber gleich geblieben.

Subventionen für die Solarbranche könnten zur Jahresmitte sinken
Das könnte sich in diesem Jahr aber bereits ändern. Am 13. Januar soll nach Angaben des Handelsblatts eine Sitzung stattfinden, in der die Solarwirtschaft und Verbraucherschützer ihre Vorschläge zur Reduktion der Subventionen in der Solarbranche präsentieren wollen. Dabei könnte eine deutliche Kürzung der Subventionen zur Jahresmitte anstehen, wodurch die Förderungen bis zum Ende des laufenden Jahres um ein Viertel sinken könnten, zieht man die reguläre Kürzung der Zuschüsse zum 1. Januar hinzu.

Insgesamt steht eine Überarbeitung des EEG im Raum, wodurch die reguläre Degression um bis zu fünf Prozent angehoben werden soll, wie das Handelsblatt erfahren haben will. Sollte die EEG-Einspeisevergütung zur Jahresmitte bzw. zum Jahresende tatsächlich deutlich gesenkt werden, dürfte die Branche zumindest im ersten Halbjahr noch einen Boom erleben, da voraussichtlich viele Projekte vorgezogen werden.

Übernahme von Renewagy stärkt Betriebsgeschäft
Von dieser höheren Nachfrage könnten dann auch Projektierer wie Colexon Energy profitieren. Neben dem Handels- und Projektgeschäft dürfte künftig aber vor allem der Eigenbetrieb von Photovoltaikanlagen an Bedeutung gewinnen. Mit der Übernahme der dänischen Renewagy verschafft sich Colexon mehr Unabhängigkeit vom zyklischen Handels- und Projektgeschäft. Durch den Eigenbetrieb von Anlagen sichert sich das Unternehmen auf Dauer einen nachhaltigen Cashflow, der es dem Unternehmen erlaubt, seine Chancen auf den Solarmärkten der Zukunft zu nutzen…

Kurzportrait

Der in Hamburg ansässige Solarspezialist Colexon Energy AG sieht als einer der führenden Projektentwickler und Betreiber von Solarkraftwerken in Deutschland. Colexon hat sich dabei als vertikal-integrierter Solarkonzern positioniert und engagiert sich dabei insbesondere in drei Kerngeschäftsbereichen: Großhandel, Projektentwicklung und Solarkraftwerksbetrieb.

Dabei plant und realisiert Colexon Solarkraftwerke sowohl für den Eigen- als auch für den Fremdbetrieb. In diesem Zusammenhang konzentriert sich das Unternehmen vor allem auf die Realisierung von entsprechenden Solarprojekten auf dem europäischen Markt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf renditeoptimierte Solarkraftwerke für Dachflächen.

Neben dem Großhandel mit Modulen und Komponenten gehört der Solarkraftwerksbetrieb zu einem der Haupttätigkeitsschwerpunkte. Dabei steht nicht nur die Finanzierung von Solarparks im Vordergrund, sondern auch die Prüfung von rechtlichen und technischen Voraussetzungen. In diesen Geschäftsbereich hat sich Colexon im Herbst 2009 durch die Übernahme des dänischen Anlageninvestors Renewagy verstärkt. Insgesamt betrieb Colexon bis Ende 2009 neun Solarkraftwerke in Deutschland mit einer Gesamtleistung von 44 Megawatt.

Beim Großhandel bzw. beim Bezug von Solarprodukten arbeitet Colexon unter anderem mit dem amerikanischen Dünnschichtspezialisten First Solar zusammen. Der Geschäftsbereich Großhandel soll dem Unternehmen dabei helfen, Umsatzschwankungen beim Projektgeschäft auszugleichen.

Ergänzt werden die beiden Geschäftsbereiche Kraftwerksbetrieb und Großhandel durch das Segment Service und Betriebsführung. Hier stellt Colexon Wartungs- und Instandhaltungsleistungen für Solarparks in Rechnung. Mittelfristig will das Unternehmen insbesondere den Anteil von externe Solarparks weiter erhöhen.

Zahlen

In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres (ohne Sondereffekte durch die die Renewagy Übernahme, gemäß IFRS) lag bei 41,66 Mio. Euro nach 6,08 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Colexon meldete ein Rohergebnis von 21,12 Mio. Euro (2008: 5,75 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) summierte sich auf 13 Mio. Euro, im dritten Quartal 2008 waren noch 1,46 Mio. Euro verbucht worden. Das Unternehmen erwirtschaftete ein Periodenergebnis von 4,92 Mio. Euro (Vorjahr: 1,26 Mio. Euro).

Colexon bezeichnete die Bedingungen auf dem Solarmarkt in den ersten neun Monaten des aktuellen Geschäftsjahres als „schwierig“. Es sei gelungen, die Übernahme des dänischen Betreibers von Solarkraftwerken, der Renewagy A/S, abzuschließen. Mit Berücksichtigung der pro forma eingerechneten Ergebnisse des dänischen Unternehmens ergab sich für die ersten neun Monate 2009 ein Umsatz von 112,68 Mio. Euro bei einem Periodenergebnis von 5,03 Mio. Euro. Der Rohertrag lag bei 32,81 Mio. Euro, das EBIT notierte pro forma bei 13,98 Mio. Euro.

Meldung gespeichert unter: Colexon Energy

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