Cognos weiter im Vorwärtsgang

Montag, 3. April 2006 00:00

(IT-Times) Kanadas führender Softwarekonzern Cognos (Nasdaq: COGN<COGN.NAS>, WKN: 873669<CSI.FSE>) konnte im abschließenden vierten Quartal dank seines neuen Flagschiffprodukts Cognos 8 wieder positiv überraschen. Die für Softwarefirmen wichtigen Lizenzerlöse kletterten um 56 Prozent gegenüber dem Vorquartal auf 117,9 Mio. Dollar.

Bereits innerhalb der ersten acht Tage nach Markterscheinen der Analysesoftware Cognos 8 konnten die Kanadier Lizenzeinnahmen von 15 Mio. Dollar verbuchen, unterstreicht Cognos-Managerin Jennifer Francis die Bedeutung der Neuentwicklung für das Unternehmen. Analysten, wie Pacific Growth Equities Experte Derrick Wood gehen davon aus, dass neue Produkte dem Unternehmen auch in den nächsten Jahren ein ansehnliches Wachstum bescheren werden. Wood rechnet vor allem insbesondere im zweiten Fiskalhalbjahr 2007 mit einem neuerlichen Wachstumsschub.

Kooperation mit IBM ausgebaut

Doch bevor es soweit ist, dürfte sich der Wettbewerb im Markt für Analysesoftware verschärfen. Längst gelten Anbieter, wie Cognos, Business Objects und Hyperion Software als Übernahmekandidaten, nachdem sich große Softwarekonzerne wie Oracle, die deutsche SAP und Microsoft für den lukrativen Markt für Analysesoftware interessieren. Im laufenden Jahr dürfte der Markt für so genannte Business Intelligence (BI) Software immerhin ein Volumen von 2,5 Mrd. US-Dollar erreichen und in drei Jahren bis zum Jahr 2009 auf 3,0 Mrd. Dollar wachsen, schätzen die Marktforscher aus dem Hause Gartner. Grund genug für Microsoft & Co diesen Markt näher unter die Lupe zu nehmen.

Um die Konkurrenz weiter in Schach zu halten setzt Cognos nicht nur auf neue Produkte, sondern auch auf Kooperationen. Erst vor wenigen Wochen gab Cognos eine Vertiefung seiner Kooperation mit IBM bekannt. Demnach wollen die beiden Firmen künftig gemeinsam neue Service-orientierte Software entwickeln und vermarkten. Cognos wird seine BI-Produkte künftig noch stärker für IBM Hardware, Software und Services optimieren. Im Gegenzug erhalten die Kanadier den Status eines bevorzugten Partners, womit Cognos Zugang zu IBM-Kunden gewinnt. Passender Weise berief Cognos Ende März dann auch gleich mit Janet Perna eine hochrangige IBM-Managerin in seinen Verwaltungsrat - ein Schelm, wer dabei bereits an eine Übernahme von Cognos durch IBM denkt…

Kurzportrait

Die in Ottawa ansässige Cognos wurde ursprünglich im Jahre 1969 gegründet und befasst sich heute mit der Entwicklung von intelligenter Unternehmenssoftware mit dem Ziel, die Abläufe und die Leitungsfähigkeit von Großunternehmen durch den Einsatz von intelligenten Softwarelösungen zu optimieren. So stieg das Unternehmen in den vergangenen Jahren zu nicht zuletzt durch Zukäufe zu einem der führenden Anbieter in diesem Bereich auf.

Inzwischen betreut Cognos mehr als 22.000 Kunden in über 135 Ländern weltweit in Sachen intelligenter Geschäftssoftware. Die Flagschiffprodukte Impromptu und PowerPlay sollen durch Auswertung bzw. Erhebung bestimmter Firmendaten und Kennzahlen eine Hilfestellung bei Unternehmensentscheidungen bieten. Impromptu Web Reports liefert dabei entsprechende Analysen, welche über das weltweite Datennetz direkt eingesehen bzw. an spezielle Nutzergruppen ausgeliefert werden. Auch Cognos´ Neuentwicklung, das Analyse- und Reporting-Tool NetReport, hat sich inzwischen zum Wachstumsmotor innerhalb der Gesellschaft entwickelt.

Prognos´ PowerPlay gilt als die weltweit meistverkaufte OLAP-Software (Online Analytical Processing). PowerPlay analysiert und archiviert Daten aus dem Web, als auch aus Windows- und Excelumgebungen und fasst diese in einem umfassenden Report zusammen. PowerPlay ist nach Angaben Cognos´ derart einfach gestaltet, dass jeder Mitarbeiter eines Unternehmens diese Software bedienen und entsprechende mehrdimensionale Berichte zur besseren Entscheidungsfindung erstellen kann.

PowerPlay generiert aus relationalen Datenbanken sogenannte PowerCubes, welche Mio. von zusammengefassten Rohdaten und Kategorien enthalten. So können beispielsweise Änderungen in Sachen Marktanteile bzw. Umsatzwachstum, sofort auf Auswirkungen auf andere Geschäftsbereiche bzw. Kosten dargestellt werden. Mit Cognos Query bietet das Unternehmen ein Web-basiertes Datenzugangssystem an, über dessen Anwender mit Hilfe eines herkömmlichen Browsers Änderungen in Verweisen und Übersichtslisten vornehmen können. Neben Server-basierten und Web-basierten Anwendungen, bietet Cognos auch Software für die Entwicklung von eigenen Applikationen an. Im Jahr 2002 verstärkte sich das Unternehmen durch die Übernahme des US-Softwarespezialisten Adaytum. Zuletzt kaufte Cognos die englische Softa, sowie den asiatischen Vertriebspartner Business Planning Solutions. Im Herbst 2004 übernahm Cognos die schwedische Frango für 52,2 Mio. Dollar. Ende 2004 kaufte Cognos dann die spanische Optima Analytical Solutions S.A., welche künftig unter Cognos Espana firmieren wird.

Zu den namhaften Kunden, welche schon seit längerem auf Cognos-Software setzen, gehören BMG Entertainment, BMW, Boeing, Dow Chemical als auch Hewlett-Packard. In Sachen Vertrieb schloss das Unternehmen jüngst Vereinbarungen mit IBM, Accenture, Fujitsu und Deloitte & Touch ab.

Zahlen

Für das abschließende vierte Fiskalquartal 2005 berichtet Cognos von einem Umsatzrückgang auf 253,1 Mio. US-Dollar, ein Minus von 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das für Softwarefirmen so wichtige Lizenzgeschäft zog um 56 Prozent gegenüber dem Vorquartal auf 117,9 Mio. Dollar an. Der Nettogewinn ging im zurückliegenden Quartal auf 44 Mio. Dollar oder 48 US-Cent je Aktie zurück, nach einem Plus von 54,3 Mio. Dollar oder 53 US-Cent je Aktie im Jahr vorher.

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