China Mobile & MTN: Die Reste vom Mobilfunk-Kuchen

Freitag, 26. Mai 2006 00:00

HONGKONG/JOHANNESBURG - Die Welt des Mobilfunks ist bereits unter den Großen der Branche aufgeteilt. Es gibt kaum noch weiße Flecken auf der Landkarte, der größte Boom in China ist vorbei und inzwischen weiß jeder einigermaßen mit der Branche Vertraute, dass Indien und Indonesien die nächsten Hot Spots sein werden. Abseits des Rampenlichts hat sich aber gerade in diesem Monat etwas getan. Nach Presseberichten steht China Mobile, Muttergesellschaft von China Mobile (Hong Kong) Ltd. (WKN: 909622<CTM.FSE>), kurz vor dem Kauf von Millicom S.A. (Nasdaq: MICC<MICC.NAS>). Bereits Anfang Mai sicherte sich die südafrikanische Mobile Tele Networks Group Ltd. (WKN: 897024<LL6.FSE>) den Mobilfunknetzbetreiber Investcom aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Der Kampf um die Reste vom Mobilfunk-Kuchen hat begonnen.

Best of the Rest

Was mit den Resten gemeint ist, erschließt sich erst bei genauerem Hinsehen. Millicom ist eine Holding von Beteiligungen an Mobilfunknetzbetreibern in den Ländern El Salvador, Guatemala, Honduras, Bolivien, Paraguay, Tschad, DR Kongo, Ghana, Mauritius, Senegal, Sierra Leone, Tansania, Pakistan, Sri Lanka, Kambodscha und Laos. Insgesamt werden rund zehn Millionen Kunden bedient. Investcom hat rund fünf Millionen Nutzer in Benin, Zypern, Ghana, Guinea-Bissau, Liberia, Sudan, Syrien und Jemen. Zudem hat das Unternehmen bereits Lizenzen für Afghanistan und Guinea.

Wenn man die Anfang der 90er Jahre begonnene mobilfunktechnische Erschließung der Welt betrachtet, lässt sich eine Gliederung in drei Phasen vornehmen: Zuerst kamen die Industrienationen. Als hier Marktsättigung abzusehen war, ging man in die Schwellenregionen (Osteuropa, Lateinamerika, Fernost). Diese Märkte sind heute zwar nur in Teilen gesättigt, doch in den meisten Fällen konsolidiert. Momentan beginnt die dritte Phase mit der Erschließung der übrigen Schwellenmärkte und der Entwicklungsländer.

Die Protagonisten

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