Check Point zeigt sich unbeeindruckt von der Krise

Mittwoch, 26. November 2008 12:30
Check Point Software Technologies

(IT-Times) Der israelisch-amerikanische Firewall-Spezialist Check Point Software Technologies (Nasdaq: CHKP, WKN: 901638) wächst trotz Wirtschafts- und Finanzkrise ungebrochen. Auch für das laufende vierte Quartal erwartet Check Point trotz der aktuell schwierigen Wirtschaftslage einen weiteren Umsatzzuwachs.

Während der Rest der Softwareindustrie unter der Investitionszurückhaltung von Firmenkunden bereits leidet, spürt Check Point bislang nichts von der Krise. Hintergrund ist der Umstand, dass immer weniger Firmen auf Sicherheit verzichten wollen. Die Investitionen in Sicherheitssoftware haben inzwischen Top-Priorität, meint etwa Morgan Keegan Analyst Brian Freed. Zwar setzen Firmen bislang bei Geschäftsreisen und Werbeausgaben den Rotstift an, doch an das Budget für Sicherheitssoftware wagt sich noch kein Finanzchef heran.

Zu hoch sind die Risiken inzwischen, dass fremde Firmendaten in falsche Hände gelangen und einen immensen Schaden verursachen. Damit zahlen sich die Investitionen in Sicherheitssoftware aus. Ein sicheres Geschäft für Anbieter wie Check Point Software, der 60 Prozent seiner Einnahmen aus wiederkehrenden Geschäften erzielt.

Check Point mit Promotion-Aktion
Aber auch Neukunden sind natürlich bei Check Point Software gern gesehen. Pünktlich zum 15-jährigen Firmenbestehen hat sich der Sicherheitsspezialist was Besonderes einfallen lassen. Mitte November konnten Anwender für 24 Stunden die Pro-Version der Firewall- und Anti-Spywarelösung ZoneAlarm gratis aus dem Netz laden und ein Jahr lang kostenlos nutzen. Die Lösung kostet normalerweise 32 Euro. Die werden allerdings nach einem Jahr fällig, wenn der Anwender die Software weiter nutzen will. Ein geschickter Schachzug in Sachen Kundenbindung.

Auch mit Verbesserungen auf der Produktseite will Check Point neue Kunden locken. Die jüngst auf den Markt gebrachte neue Check Point Endpoint Security Lösung sei der einzige und erste Agent, der alle wichtigen Sicherheitskomponenten für umfassende Sicherheit mit sich bringt, verspricht Check Point. Neben einer Firewall, kommt die Lösung mit einem Antivirus-, Anti-Spyware-Schutz daher und erlaubt zudem auch eine Verschlüsselung der Festplatte inklusive Daten, sowie Netzwerkzugangskontrolle.

Damit nähert sich Check Point einem Markt an, der in der Vergangenheit von Spezialisten wie Symantec und McAfee beherrscht wurde. Inzwischen verschwimmen die Grenzen zwischen traditionellen Firewall- , Anti-Virus- und Anti-Spywarelösungen, nachdem Firmen zunehmend Lösungen aus einer Hand verlangen, um Kosten zu sparen…

Kurzportrait

Mit Hauptsitz in Ramat Gan/Israel, steuert Check Point Software Systems seine Geschäfte über sein Stammhaus in Redwood City/Kalifornien. Der Absatzmarkt Israel trägt lediglich nur ein bis zwei Prozent der gesamten Umsätze der Gesellschaft.

Check Point Software gilt als einer der weltweit führenden Anbieter von Firewall-Software und Sicherheitsanwendungen rund um VPN-Netze. Die von Check Point entwickelte Architektur soll eine sichere Verbindung nicht nur über das Internet, sondern auch über Virtual Private Netzwerke (VPN) bieten. Das Flagschiffprodukt und die mehrfach ausgezeichnete 1er Produktfamilie soll vor allem Firmennetzwerke vor Virenattacken und Hackerangriffen schützen. Mit Hilfe der INSPECT Engine wird jeder ausgehender und eingehender Traffic auf Schadsoftware gescannt.

Mit der Lösung ConnectControl bietet Check Point Software auch eine Load-Balancing-Lösung an, die Internet-Inhalte schneller durch das weltweite Datennetz fließen lassen. Gleichzeitig bietet Check Point weitere Netzwerküberwachungssoftware an, welche Administratoren das Konfigurieren von komplexen Computer- und Firmennetzwerken erleichtern soll.

Insgesamt setzen weltweit mehr als 500.000 Firmen auf die Firewall-Lösungen von Check Point, wobei mehr als 200.000 Unternehmen gleichzeitig auch auf die VPN-Lösungen aus dem Hause Check Point Software vertrauen. Check Point Software vertreibt seine Produkte aber nicht nur direkt an Endkunden, sondern auch mit Hilfe von Distributoren und Systemintegratoren. Insgesamt vertreiben mehr als 2.500 Partner, darunter namhafte Technologiefirmen wie IBM und Hewlett-Packard in 149 Ländern Software aus dem Hause Check Point.

Neben den Hauptniederlassungen in Ramat Gan und Redwood City, unterhält Check Point noch weitere Vertriebsbüros in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Norwegen, Schweden, den Niederlanden, Italien, Spanien, der Schweiz, Japan, Singapur, Australien, Mexiko und Kanada. Zuletzt verstärkte sich Check Point durch die Übernahme von Zone Labs und vermarktet somit nunmehr auch das Produkt ZoneAlarm. Anfang 2007 schloss Check Point die Übernahme des Netzwerküberwachungsspezialisten NFR Security ab. Gleichzeitig übernahm man den schwedischen Sicherheitsspezialisten Protect Data AB inklusive der Tochter Pointsec Mobile Technologies.

Zahlen

Für das vergangene Septemberquartal meldete Check Point einen Umsatzanstieg auf 199,7 Mio. US-Dollar, nach Einnahmen von 184 Mio. Dollar im Jahr vorher. Der Nettogewinn kletterte dabei auf 80,1 Mio. Dollar oder 37 US-Cent je Aktie, nach einem Plus von 76,7 Mio. Dollar oder 34 US-Cent je Aktie im Jahr vorher.

Ausgenommen außergewöhnlicher Sonderbelastungen konnte Check Point einen Nettogewinn von 44 US-Cent je Aktie realisieren und damit die Markterwartungen übertreffen. Analysten hatten im Vorfeld mit Einnahmen von 200 Mio. Dollar sowie mit einem Nettogewinn von 43 US-Cent je Aktie gerechnet.

Meldung gespeichert unter: Check Point Software Technologies

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