Check Point profitiert vom Boom bei Security Appliances

Firewall- und Security Appliances

Freitag, 19. Juli 2013 14:28
Check Point Software Technologies

(IT-Times) - Check Point Software-Aktien kletterten zuletzt auf ein neues Jahreshoch an der New Yorker Nasdaq bei über 56 US-Dollar. Der israelische Firewall-Spezialist hatte auch im jüngsten Quartal die Markterwartungen der Analysten übertreffen können. Zudem erwartet Check Point CEO Gil Shwed ein gesundes zweites Halbjahr.

Check Point Software (Nasdaq: CHKP, WKN: 901638) dominierte auch in 2012 und im ersten Quartal 2013 den weltweiten Markt für Firewalls und UTM (Unified Threat Management) Appliances, so die Marktforscher aus dem Hause IDC. Check Point war im Jahr 2006 in den Markt für Security Appliances eingestiegen und hat seither das Geschäft aggressiv ausgebaut.

Check Point stellt neuen 13500 Security Appliance vor
So stellte Check Point am Vortag mit dem 13500 einen neuen Security Appliance vor, der eine Firewall-Datendurchsatzrate von 23,5Gbps mit einer Verbindungskapazität von bis zu 28 Millionen gleichzeitiger Verbindungen bietet. in einem einzigen 2-Rack bietet. Die Hardware hat nach Check Point Angaben ein „SecurityPower“ Rating von 3.200. Damit wird die Kapazität des Security Appliance beschrieben, um Netzwerk-Traffic zu handeln. Das Rating entspricht einem Performance-Zuwachs von 50 Prozent gegenüber dem Vorgängermodell 12600. Der neue Security Appliance 13500 ist für 79.00 US-Dollar verfügbar.

Check Point verzeichnet von Seiten von Firmenkunden eine steigende Nachfrage nach mehreren Firewalls in flexiblen Konfigurationen innerhalb virtualisierter Datacenter-Umgebungen, so Check Point-Manager Fred Kost, der als Head für das Produkt-Marketing bei Check Point verantwortlich zeichnet gegenüber dem Branchen-Magazin Network Computing.

Mehr Sicherheit für Datenzentren
Die 13000-Serie ergänzt die bisherigen Security-Appliances 12000 und 21000, wobei die 13000-Serie vor allem für Service-Provider zugeschnitten ist. In der Industrie gibt es derzeit eine Bewegung ganze Datenzentren zu remodellieren, um die Bedürfnisse im Bezug auf Virtualisierung und Prviate Cloud besser erfüllen zu können.

Von diesem Trend dürfte auch Check Point profitieren, da mehr Sicherheit in Datenzentren benötigt wird, glauben Industrieanalysten wie Paula Musich (Current Analysis).

Kurzportrait

Mit Hauptsitz in Ramat Gan/Israel, steuert Check Point Software Systems seine Geschäfte über sein Stammhaus in Redwood City/Kalifornien. Der Absatzmarkt Israel trägt lediglich nur ein bis zwei Prozent der gesamten Umsätze der Gesellschaft.

Check Point Software gilt als einer der weltweit führenden Anbieter von Firewall-Software und Sicherheitsanwendungen rund um VPN-Netze. Die von Check Point entwickelte Architektur soll eine sichere Verbindung nicht nur über das Internet, sondern auch über Virtual Private Netzwerke (VPN) bieten. Das Flagschiffprodukt und die mehrfach ausgezeichnete 1er Produktfamilie soll vor allem Firmennetzwerke vor Virenattacken und Hackerangriffen schützen. Mit Hilfe der INSPECT Engine wird jeder ausgehender und eingehender Traffic auf Schadsoftware gescannt.

Mit der Lösung ConnectControl bietet Check Point Software auch eine Load-Balancing-Lösung an, die Internet-Inhalte schneller durch das weltweite Datennetz fließen lassen. Gleichzeitig bietet Check Point weitere Netzwerküberwachungssoftware an, welche Administratoren das Konfigurieren von komplexen Computer- und Firmennetzwerken erleichtern soll.

Insgesamt setzen weltweit mehr als 500.000 Firmen auf die Firewall-Lösungen von Check Point, wobei mehr als 200.000 Unternehmen gleichzeitig auch auf die VPN-Lösungen aus dem Hause Check Point Software vertrauen. Check Point Software vertreibt seine Produkte aber nicht nur direkt an Endkunden, sondern auch mit Hilfe von Distributoren und Systemintegratoren. Insgesamt vertreiben mehr als 2.500 Partner, darunter namhafte Technologiefirmen wie IBM und Hewlett-Packard in 149 Ländern Software aus dem Hause Check Point.

Neben den Hauptniederlassungen in Ramat Gan und Redwood City, unterhält Check Point noch weitere Vertriebsbüros in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Norwegen, Schweden, den Niederlanden, Italien, Spanien, der Schweiz, Japan, Singapur, Australien, Mexiko und Kanada. Zuletzt verstärkte sich Check Point durch die Übernahme von Zone Labs und vermarktet somit nunmehr auch das Produkt ZoneAlarm. Anfang 2007 schloss Check Point die Übernahme des Netzwerküberwachungsspezialisten NFR Security ab. Gleichzeitig übernahm man den schwedischen Sicherheitsspezialisten Protect Data AB inklusive der Tochter Pointsec Mobile Technologies. Ende 2008 kaufte Check Point das Appliance-Sicherheitsgeschäft der finnischen Nokia. Im November 2009 schluckte Check Point die Sicherheitsanwendung FaceTime. Mitte 2010 wurde mit Liquid Machines ein weiteres Unternehmen übernommen, Ende 2011 kaufte Check Point den Spezialisten Dynasec Ltd.

Zahlen

Für das vergangene Juniquartal meldet Check Point Software einen Umsatzanstieg um vier Prozent auf 340,2 Mio. US-Dollar. Der Nettogewinn kletterte auf 151 Mio. US-Dollar oder 77 US-Cent je Aktie, nach einem Profit von 149,98 Mio. US-Dollar oder 73 US-Cent je Aktie im Jahr vorher. Ausgenommen außergewöhnlicher Sonderbelastungen konnte Check Point einen Nettogewinn von 83 US-Cent je Aktie erwirtschaften und damit die Markterwartungen der Analysten übertreffen, die im Vorfeld mit einem Nettogewinn von 81 US-Cent je Aktie bei Einnahmen von 337 Mio. Dollar gerechnet hatten.

Meldung gespeichert unter: Check Point Software Technologies

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